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Ein Cluster für acht virtuelle Server
Als zentralen Bestandteil der neuen IT-Infrastruktur installierte MicroVation einen Failover-Cluster aus zwei physischen Maschinen mit Windows Server 2008. Dabei teilen sich die beiden Server die Gesamtlast, jeder verwaltet vier virtuelle Maschinen. Gleichzeitig ist die Hardware in der Prozessorkapazität und im Speicherausbau so ausgelegt, dass bei einer Störung jeder der beiden Server zusätzlich die Arbeit des anderen übernehmen kann.
„Wir haben das getestet“, so Kunze: „Wenn eine physische Maschine ausfällt, sind die Systeme darauf nur für zwei Pings nicht verfügbar. Danach sind sie im Rahmen des Clusters umgezogen und wieder erreichbar.“
Insgesamt hat die IT-Abteilung in drei neue Server investiert: Zwei sind zu dem beschriebenen Cluster verbunden und betreiben über die installierten virtuellen Maschinen die geschäftskritischen Anwendungen wie das ERP-System für die Produktionssteuerung und den Vertrieb.
Der dritte Host, ebenfalls mit Windows Server 2008 ausgestattet, beherbergt weitere vier virtuelle Maschinen für nicht geschäftskritische Programme. Hinzu kommt noch ein Storage-System von EMC, das zusammen mit den beiden geclusterten Servern per Fibre-Channel zu einem Storage Area Network (SAN) verbunden ist. „Geplant ist, dass wir zum Schluss nur noch drei physische Maschinen haben plus das Storage-System und einen unabhängigen Server, der für die Verwaltungsarbeiten außerhalb der Virtualisierung zuständig ist“, erläutert Kunze.
Fazit: Mehr Performance, weniger Kosten
Seit die neue Lösung läuft, haben sich für Höhenrainer gleich mehrere Vorteile ergeben. Das Aufsetzen eines neuen Servers ist beispielsweise zu einer Sache von wenigen Minuten geworden: Der Administrator aktiviert einfach eine neue virtuelle Maschine und kopiert dort das Image des Servers hinein – fertig.
„Früher dauerte es manchmal einen ganzen Tag oder sogar zwei, bis ein neuer Server fertig installiert war“, erzählt Kunze. „Aber selbst das Virtualisieren eines physischen Datenbankservers unter dem gleichen Hostnamen und mit der gleichen IP-Adresse ist heute bereits in zwei oder drei Stunden erledigt.“
Als zweiten Vorteil nennt Kunze die höhere Performance. Dafür ist zum einen die neue Hardware verantwortlich, da das Clustersystem aus zwei PowerEdge-2900-Servern von Dell, dem EMC-Storage-System und einem schnellen Fibre-Channel-Netz besteht. Zum anderen verbrauchen die virtuellen Server insgesamt weniger Speicher als die früheren physischen Systeme.
„Die Server sind jeweils mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher ausgestattet“, so Kunze. „Ich war zunächst ein wenig skeptisch. Aber die Systeme, die früher vier, sechs oder acht Gigabyte benötigt haben, laufen jetzt virtuell mit der Hälfte – und wir sparen erneut Kosten.“
Schnelligkeit bei der Installation, eine höhere Performance und eine hohe Ausfallsicherheit – mit diesen Vorteilen ist Höhenrainer Delikatessen für künftige Herausforderungen bestens gerüstet.
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