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„Danke,Docker!“
Das jüngste IT-Phänomen, so mancher spricht auch von einem Hype, ist der Einzug von Containern in die Virtualisierungswelt. Auf dem gerade beendeten OpenStack-Summit war diesen ein gesamter Tag gewidmet. So gibt drei Projekte, die sich mit dem Erstellen und Verwalten von Containern befassen:„Magnum“, dessen Projektverantwortlicher Adrian Otto von Rackspace ist, und „Kolla“, eine Technik, die OpenStack-Elemente in Container packt.
Letzteres könnte Sinn machen, wenn die Community davon abrückt, ein integriertes Update veröffentlichen zu wollen. Eine Verteilung in Containern würde es unter Umständen vereinfachen, verschiedene OpenStack-Bestandteile, unterschiedlicher Release-Stände miteinander zu kombinieren. Die Technik zieht Nutzen aus den auch unter OpenStack-Mitgliedern und Nutzern beliebtesten Container-Techniken: Docker und „Kubernetes“.
Mesosphere-DCOS - einfach wie eine Smartphone-App und Google-stark
Ein neues Datacenter-Betriebssystem mit viel Startkapital

Nach einer Umfrage unter den OpenStack-Nutzern im März und April dieses Jahres, zeigen 64 Prozent ein reges Interesse an Docker, 39 Prozent in die Google-Container-Technik Kubernetes. Es folgen mit 33 Prozent „LXC“, 19 Prozent wollen sich mit dem Datacenter-Betriebssystem von Mesoshere auseinandersetzen, 16 Prozent wollen Erfahrungen mit „Rocket“ machen, 10 Prozent mit „LXD“, 7 Prozent mit „OpenVZ“ und gerade einmal 1 Prozent mit „Warden“.
Otto erläutert: „ Container sind nicht einfach ein kleinerer/neuerer Ersatz für Virtualisierung. Doch sie können die Softwareverteilung und das Konfigurations-Management vereinfachen, erleichtern das Implementieren einer stabilen Infrastruktur und die Portabilität von Applikationen. Also: Wer Hypervisoren durch Container ersetzen will, sollte das Vorhaben noch einmal überdenken.“
Resümee vom Chef
Der Vorsitzende des OpenStack-Board ist Allen Clark, beschäftigt bei dem Nürnberger Linux-Distributor Suse. Die wichtigste Botschaft für ihn von diesem Summit ist
- „Die Größe dieses Summit zeigt, dass wir das Richtige tun.
- OpenStack bedeutet Interoperabilität, die wir nun auch durch Tests bestätigen können.“
Allerdings gibt es dafür kein Institut, das Zertifikate ausstellt. Unternehmen, die ihre Produkte einem Interoperabilitätstest unterziehen wollen, bekommen die Anforderungen in einem Dokument zugesandt. Die Ergebnisse, die unter Verschluss bleiben, senden sie an die Foundation zurück. Es gibt Tests für die Core-Module von OpenStack wie „Nova“, „Keystone“, „Swift“ sowie „Glance“ und 19 Unternehmen haben ihn bereits bestanden.
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