Der Yahoo-Manager spricht aus, was auch der OpenStack-COO gerne hört: „OpenStack ist eine Integrationsplattform, die sowohl für wenige als auch für viele Tausende an virtuellen Maschinen, als auch physischen Infrastrukturen und (hybriden) Clouds einheitliche Application Programming Interfaces (APIs) verleiht.
Eine weitere Erläuterung liefert der Executive Director der OpenStack Foundation Jonathan Bryce: „Die einzige Schnittstelle zum Rechenzentrum wird die Cloud sein“. Dahinter steckt weit mehr als eine je nach missionarischen Eifer gefärbte Forderung oder Feststellung: „Alle müssen in die Cloud“.
Denn gemeint ist die Art und Weise, in welcher IT angeboten wird – als Service aus öffentlichen Clouds und sämtlichen Spielarten privater Clouds und mithilfe von Clouds, die die Unternehmen selbst erzeugen und beheimaten. Von IT-Know-how, die das eigene Geschäft beziehungsweise die eigenen Prozesse betreffen, wird hierdurch niemand entbunden, lediglich von einem Teil der Infrastruktur.
Von Mexiko bis Fujitsu und Telekom
Deshalb kann auch die Regierung von Mexico auf Shared Infrastrukturen und Services powered by OpenStack setzen (siehe: Victor Lagunes, CIO oft he office oft he President of Mexico: „Mexicos Roadmap to the Cloud“) Das betrifft unter anderem 800 Rechenzentren, die in den verschiedenen Landesteilen residieren.
IT, die von den verschiedenen Administrationen gemeinsam genutzt werden kann, soll nur einmal entwickelt aber allen zur Verfügung gestellt werden, zum Beispiel die Erstellung und Verwaltung von Ausweisdokumenten. Die Services werden in den eigenen Rechenzentren, aber auch etwa bei Rackspace gehostet werden.
Beispiele, die auch hier in Deutschland eine Rolle spielen, liefern die Telekom und Fujitsu. Das Portal für die ISVs der Telekom wurde 2012 gestartet und vom Cloud-Architekten Gerd Prüßmann auf dem Summit vorgestellt. Ihm liegt etwa „Ceph“ und „Ubuntu“ zugrunde. Das Problem hier ist nicht die Anwendung selbst, vielmehr die Software der Partner, die oftmals eben nicht cloud-konform geschrieben ist.
OpenStack im Fujitsu-Portal
Ein weiteres Beispiel liefert Fujitsu mit dem Service „Systemwalker Service Catalog Manager“. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Selfservice-Portal für Cloud-Dienste. Es bietet Business-bezogene und technische Dienste, um beliebige Produkte zu integrieren und diese Benutzern als Cloud-Service zur Verfügung zu stellen.
Dabei gilt wie beim Telekom-Beispiel: „Use as you need and pay as you use“. Diese Cloud-Services werden über einen Marktplatz angeboten, der an das CI Design des jeweiligen Unternehmens angepasst werden kann.
Das Service-Angebot kann öffentliche wie private Dienste aus den Bereichen IaaS, SaaS, PaaS, etc. umfassen. Beispiele für bestehende Integrationen sind: OpenStack, Fujitsu TPS5, Amazon Webservices, VMware sowie beliebige proprietäre Sotwareprodukte. Der Catalog Manager unterstützt zudem die Erfassung, das Bepreisen der Nutzung eines Dienstes sowie die Bereitstellung abrechnungsrelevanter Daten.