Quelloffenes Framework für Hardware trifft auf Software Open-Source-Coup: Open19 wechselt zur Linux Foundation
Ab sofort wird die Linux Foundation das Rack-Framework „Open19“ hosten. Neben dem Open Compute Project (OCP) bietet Open19, ursprünglich von Linkedin und hier federführend von Yuval Bachar ins Leben gerufen, einen auf dem 19-Zoll-Standards basierenden effizienten Formfaktor für Server- und Rack-Implementierungen in Rechenzentren.
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Es lässt sich mit Fug und Recht behaupten, dass Open19-Initiator Bachar und seine Teams, die er in den vergangenen Jahren geleitet hat, einige der größten technischen Entwicklungen, von Rechenzentrumsnetzen über Maschinelles Lernen und (KI) maßgeblich beeinflusst hat. So war erin Führungsrollen bei Microsoft, Linkedin, Facebook und Cisco. Zuletzt war er Principal Hardware Architect der Azure-Plattform bei Microsoft und davor Principal Engineer im globalen Infrastruktur- und Strategieteam bei Linkedin, Leiter und Architekt für die Netzwerkhardware im Rechenzentrum von Facebook und Senior Director of Engineering im CTO-Büro bei Cisco.
Open-Source-Hardware läuft live
Microsoft-Rechenzentren arbeiten nun im Open19-Design
Jetzt gibt die Linux Foundation dem Projekt Open19 ein Zuhause und Bachar tritt der Non-Profit-Organisation bei. Mit dem Hosting des Projekt vereint sie nun Hardware als auch Software für das Rechenzentrum. Open19 hat einen starken Fokus auf Hardware, die geschaffen wurde, um Storage-, Compute- und Netzwerkherstellern die Möglichkeit zu geben, Hardwarelösungen zu entwickeln und gleichzeitig ihr geistiges Eigentum zu schützen. Nun wollen die nunmehr vereinten Organisationen zusammenzuarbeiten, um einige der wichtigsten Herausforderungen zu lösen, mit denen die heutigen Rechenzentren konfrontiert sind.
Zachary Smith, Vorsitzender der Open19 Foundation und Managing Director von Equinix Metal, sagt: „Wir freuen uns, der Linux Foundation beizutreten, um die Herausforderungen moderner Rechenzentren mit offener, Community-geführter Innovation zu lösen.“

Open19 bietet Spezifikationen für Server, Speicher- und Netzwerkkomponenten, die allerdings in jede 19-Zoll-Rechenzentrums-Rack-Umgebung passen. Unter anderem bietet es flexible Server-'Bricks', das sind Serverknoten mit standardmäßiger Strom- und Netzwerkversorgung sowie Kühlung); ein Chassis zur Aufnahme der Bricks; eine standadisierte Strom- sowie Datenschiene.
Davon können somit nicht nur Hyperscaler profitieren, sondern Enterprise-Infrastrukturen und Cloud-Lieferanten nahezu jeder Größe bis hin zu Edge-Umgebungen. Sowohl OPC als auch Open19 beanspruchen, dass eine Standardisierung aufgrund ihrer Spezifikationen Implementierungen nicht nur einfacher und schneller, sondern auch wesentlich kostengünstiger machen.

„Open19 revolutioniert die Art und Weise, wie wir Hardware angehen“, sagt Bachar, nunmehr Open 19 Foundation Fellow. „Die Zeit, in offene Hardware zu investieren, war noch nie so dringlich wie heute. Mit dem Wandel, der sich insbesondere durch KI, 5G und Edge Networking vollzieht, ist die Gelegenheit für Innovation reif.“
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