Innovative Wasserkühlung für hohe Sicherheit

Neues kommunales Hochsicherheits-Rechenzentrum KommunalBIT

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Kundenspezifische RZ Lösungen

In beiden Serverräumen der KommunalBIT kam Knürr CoolLoop zum Einsatz. Bei dieser Lösung handelt es sich um ein wassergekühltes System, das seitlich am Serverschrank montiert wird und welches als erstes sowohl offen als auch geschlossen betrieben werden kann. Zudem lässt sich die Kühlung noch steigern, da zwei Systeme an einem Serverrack befestigt werden können. Beim Wärmetauscher des CoolLoop Systems und dem Tropfenabscheider wird stets der geringste Druckverlust im Luftweg optimiert, was wiederum zu einem minimalen Energieverbrauch der Lüfter führt.

Auch die vergleichsweise hohe Kaltwasservorlauftemperatur zur optimalen Serverkühlung sichert eine verbesserte Nutzung des Kaltwassersatzes mit einer hohen Leistungszahl (COP). Damit lassen sich erhebliche Einsparpotentiale bei der Kaltwassererzeugung erzielen. Dank der hohen Modularität kann die Kühlung an den tatsächlichen Bedarf des Rechenzentrums angepasst und so dessen Energieeffizienz gesteigert werden.

Die kundenspezifischen Einhausungslösungen bestehen aus insgesamt 16 Serverschränken inkl. acht CoolLoop Systemen (30 kW) und wurden in beiden Rechenzentren der KommunalBIT gleichermaßen implementiert. Sie bilden je zwei Serverrackreihen, die frontseitig zueinander positioniert sind und so einen Warmgang ergeben. Dieser wird mit einem flexiblen System geschlossen, das Kurzschlüsse zwischen den Kalt- und Warmzonen verhindert. Die Kalt- und Warmzonen innerhalb der Racks werden ebenfalls konsequent getrennt. So können Luftverwirbelungen von Anfang an unterbunden werden.

Zusätzlich wurde im aktiven Rechenzentrum noch Knürr CoolTrans installiert. CoolTrans verbindet mittels Hochleistungs-Wasser-Wasser-Wärmetauscher den primären Kaltwasserwärmekreislauf des Gebäudes mit dem Sekundärkreislauf des Rechenzentrums.

Dadurch wird erreicht, dass die Kaltwasservorlauftemperatur über die Taupunkttemperatur im Rechenzentrum geregelt wird, wodurch die Isolation des Wasserkreislaufes im Rechenzentrum entfällt und gleichzeitig Kondensatbildung ausgeschlossen wird. Außerdem kann beim Sekundärkreislauf auf Glykol verzichtet werden, da dieser frostfrei betrieben wird.

Gleichzeitig bleibt die Wassermenge im Rechenzentrum auf den Sekundärkreislauf beschränkt. Weitere Vorteile sind der Ausgleich von Temperatur- und Druckschwankungen im Primärkreislauf durch die Einstellung der Vorlauftemperatur auf einen konstanten Wert sowie die Regelung des Sekundärkreislaufs verbunden mit einem Alarmmanagement, welches den konstanten Betrieb sicher stellt und Fehler in der Anlage meldet.

Alle beweglichen Teile der Anlage sind auch hier redundant vorhanden. Die relativ hohe Vorlauftemperatur von 12°C und darüber in vielen Klimazonen einen hohen Anteil an freier Kühlung, was zu einer deutlichen Energieeinsparung führt. Mit CoolTrans wird eine Mischung von Kaltwasser aus freier Kühlung und aus dem Kaltwassersatz möglich.

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