HP vervielfältigt die Moonshot-Modelle

Moonshot de-virtualisiert den Desktop und findet deutschen Anwender

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Christoph Herrnkind ist Gründer und Chief Operating Officer von Myloc.
Christoph Herrnkind ist Gründer und Chief Operating Officer von Myloc.
(Bild: Ostler)
Christoph Herrnkind ist Gründer und Chief Operating Officer (CIO) von Myloc, einem Geschäftsbereich der IT AG, sowie der Virtual Minds AG. Seit gestern, dem 5 Mai 2014, sagt er, bietet Myloc seine ersten auf Moonshot basierenden Services an – unter der Marke „Webtropia.com“, im Business-to-Consumer-Umfeld. Im Jahr 2015 möchte er 5.000 Moonshot-Server in Betrieb haben.

Doch zunächst die Voraussetzungen. Myloc betreibt im Raum Düsseldorf insgesamt drei Carrier-neutrale Rechenzentren mit einer Gesamtfläche von 2.500 Quadratmetern und der größten „Lampertz-LSR-18.6“-Installation, einem In-Raum-Datacenter. Mit rund 50 Mitarbeitern bietet der IT-Provider einen 24-Stunden-Support für drei Marken: „Myloc Managed IT“ im Business-to-Business-Bereich (B2B) – Colocation, Managed Server, e-Commerce-Hosting –, Webtropia.com – Dedicated , Virtual und Root-Server für Privatleute (B2C) – sowie „Gamed.de“ – Game-, Voice- und Game-Root-Server. Dafür stellt der Provider verschiedene redundante 100 Gigabit-Leitungen zur Verfügung.

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HP-Kunde ist Herrnkind seit Beginn des Hosting-Geschäfts im Jahr 2003. Allerdings unterscheidet sich die derzeitige Bereitstellung von Computing-Power enorm von der geplanten. Denn Myloc setzt bisher auf 12.500 Tower-Server, die in Regalen stehen.

Die HP-Tower bei Myloc

Der Grund für diese Wahl liegt laut Herrnberg darin, dass die offenen Regale weitaus günstiger kommen als 19-Zoll Schränke. Da zudem viel Platz zwischen den einzelnen Geräten bleibe, sei die Dichte gering und die Temperatur im Rechenzentrum vergleichsweise niedrig.

Zu den Nachteilen allerdings zählt der CIO den relativ großen Platzbedarf: 0,125 Quadratmeter pro Server, also 50 Quadratmeter für 400 Server. Außerdem brauchen die Rechenzentren jede Menge Kabel, bei vier Anschlüssen pro Server. Außerdem sei das Management, Wartung und Reparatur recht aufwändig. Denn die Server müssen jeweils als Ganzes bewegt und aus dem Betrieb genommen werden.

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Die Probleme waren so bedeutend, dass sich Herrnkind im August 2013 die erste Borman-Cartidge ansah. Im September konnte Myloc schon die ersten positiven Benchmarks verzeichnen. Im Folgemonat überzeugte das System mehr und im November entschied sich Herrnkind sowohl für eine neue Produktlinie mit Moonshot-Systemen als Grundlage.

Die Moonshot-Historie bei Myloc

Im Januar 2014 erfolgten die ersten Tests mit dem System m300 und m700. Allerdings war man zunächst enttäuscht, da die Moonshot-Karten nur unzureichend Speicher bereitstellten. In Frage kamen vier Server in einer m700-Cartidge (180 Pro Moonshot-System), doch die boten lediglich 32 Gigabyte Plattenplatz. So fügte man schließlich in Zusammenarbeit mit dem Moonshot-Team in Grenoble externen Speicher via „SL 4500“ hinzu.

Außerdem ergänzte Herrnkind der Test-Konstellation im März 2014 noch mit den performanteren m300-Systemen, mit acht Kernen und 32 Gigabyte RAM. Außerdem gab Myloc in diesem Monat seine erste Bestellung auf: fünf Borman-Systeme (225 Server), zwei m700-Cartidges (360 Server) und zwei m300er Karten (90 Server), untergebracht in einem einzigen Rack.

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