HP vervielfältigt die Moonshot-Modelle

Moonshot de-virtualisiert den Desktop und findet deutschen Anwender

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Die wesentlichen Vor- und Nachteile von Moonshot

Die Vorteile sind offensichtlich: Das Moonshot-System braucht gerade einmal 3,5 Quadratmeter für 675 Server; das entspricht 0,0052 Quadratmeter pro Server. Die Verkabelung entfalle und die Handhabung sei einfach, so Herrnberg: „Die Cartidges lassen sich ganz einfach entnehmen.“

Seit gestern live: Das Webtropia-Angabot auf der Basis von Mooshot-Servern.
Seit gestern live: Das Webtropia-Angabot auf der Basis von Mooshot-Servern.
(Bild: MyLoc)

Außerdem ist die Energie-Aufnahme sehr gering. Denn bis zu 180 Server teilen sich die 1.500 Watt pro Platine und Stromanschluss (siehe: Bildergalerie)

Doch auch Nachteile kann Herrnkind entdecken: Die Anfangsinvestition sie viel höher, etwa 35 Prozent im Vergleich zu eine Tower-Computer. Dazu komme, dass zwar weniger Fläche gekühlt werden muss, die Dichte aber sehr viel höher ist, so dass Myloc mehr in die Kühlinfrastruktur mit Kaltgangeinhausungen investieren müsse. Die Umgebungstemperatur muss sinken (siehe: Vergleich in Bildergalerie). Das schlage sich in höheren Kosten nieder. Laut Herrnkind sind 49 Prozent mehr aufzuwenden.

(weitere Vorteile von Moonshot; sie Bildergalegie:)

Neues von HP Moonshot - Besuch im HP-Labor
Bildergalerie mit 32 Bildern

Dennoch: In der Bilanz aber fällt der Vergleich von der bisherigen Computing-Infrastruktur zum Moonshot-System deutlich positiv aus.

  • 59 Prozent werden in der Stromversorgung eingespart und
  • 75 Prozent der Rechenzentrumsfläche,
  • um 33 Prozent sinkt der Aufwand für Support und Wartung
  • und 20 Prozent spart sich das Unternehmen, weil es HP-Partner ist.

Insgesamt beläuft sich die Ersparnis auf 32 Prozent.

Bleiben die Preise, wie veranschlagt – 6,25 Euro pro virtuellem Core oder 3,12 Euro pro GigabyteRAM – für den Kunden, kämen unter dem Strich für Myloc ein 28,7 Prozent höheres Einkommen dabei heraus, oder eine um 11,3 Prozent höhere Marge (siehe: Bildergalerie).

Bildergalerie
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Solche Zahlen lassen Myloc weitere Moonshot-Pläne schmieden. Schon Ende Mai will Herrnkind weitere Systeme ordern. Für Juni ist einer neuen Generation geplant und im Herbst will Myloc neue Services auf den Markt bringen. Rund 2.000 Server sollen dann Webtropia-Kunden erlauben, Infrastruktur stundenweise zu mieten. Im kommenden Jahr sollen sich dann die Moonshot-Server auf rund 5.000 vermehrt haben.

Der Wermutstropfen

Am Management allerdings lässt sich laut Herrnkind erkennen, dass Moonshot noch ein ganz junges System ist. Gefragt, was er sich von HP in der Weiterentwicklung wünsche antwortet er: „Das Management sollte einfacher werden.“

Zu den wesentlichen Einschränkungen, mit denen auch andere Hoster und Provider Probleme haben dürften, zählt, dass die Systeme nicht mandantenfähig sind. So ist die Zuteilung von IP-Adressen, beziehungsweise die Aufteilung auf verschiedene Server-Bereiche eine schwierige Aufgabe.

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