Stromleisten mit Sensoren als exakte Messdatenlieferanten

Kenngrößen und Meßbarkeit der Energie-Effizienz in Rechenzentren

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Genaues Messen

„Was nicht gemessen wird, kann auch nicht verbessert werden“ ist für viele Probleme zutreffend, jedoch insbesondere für die Effizienzbestimmung in Rechenzentren sehr wichtig, zumal diese in der Vergangenheit mangels geeigneter Lösungen für die Verbrauchsmessung auf Schrankebene gar nicht möglich war. Organisationen wie z.B. The Green Grid arbeiten mit Effizienzkenngrößen wie die bekannten Parameter „PUE“ („Power Usage Effectiveness“) und „DCiE“ (Data Center Efficiency). Die genauen Beschreibungen wurden in öffentlichen Publikationen (White Paper Download) dokumentiert. Ein anderes bekanntes Verfahren zur Effizienzbestimmung wurde vom UptimeInstitute veröffentlicht. Dabei werden die Parameter H-POM (IT Hardware Power Overhead Multiplier) sowie SI-POM (Site Infrastructure Power Overhead Multiplier) zur Bestimmung der Effizienz herangezogen. Alle diese Kennzahlen haben eines gemeinsam, nämlich die Tatsache, dass sie eine permanente Messung der IT-Last an den Endgeräten voraussetzen.

Es gibt derzeit nur eine Komponente im Serverschrank, die in der Lage ist den Stromverbrauch aller eingebauten Komponenten zu erfassen: Intelligente Stromleisten (engl. PDU = Power Distribution Unit). Intelligente Stromleisten bieten eine Vielzahl nützlicher Funktionen, wie z.B. Stromverteilung, Strommessung, Leistungsmessung, Umgebungsmessung (z.B. Temperatur, Luftfeuchtigkeit), Schwellwertauswertung und Alarmierung mit automatischer Benachrichtigung, Netzwerkfähigkeit und Fernwartung, redundante Stromverteilung mit getrennten Leistungseingängen, Neustart von Geräten aus der Ferne, Abschalten unbenutzter Ausgänge und vieles mehr. Diese Funktionen sind essenziell für eine komplett aus der Ferne verwaltbare Infrastruktur gemäß der heutigen Standards (=„Lights Out Strategie“).

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