Für fast die Hälfte der mittelständischen Firmen bleibt Cloud eine leere Worthülse

HP Cloud Index: Jeder neunte Mittelständler nutzt die Cloud

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Private Cloud als das bevorzugte Einstiegs-Modell

Cloud-Leistungen wurden in den vergangenen drei Monaten zu über 40 Prozent in einem Private-Cloud-Modell bezogen oder IT-Leistungen in Private-Cloud-Umgebungen überführt. Als Einstieg in die Cloud-Welt peilt mehr als die Hälfte der Unternehmen gerade die Private Cloud an, da sich die häufig mit Outsourcing verbundenen Sicherheits- und Kontrollverlustbedenken zerstreuen und eine vereinfachte Einbindung in Legacy-Systeme erwartet wird.

Auf Basis der bereits im Mittelstand etablierten Virtualisierungstechniken werden in einer Private-Cloud-Umgebung den internen Nutzern IT-Ressourcen als Service dynamisch, automatisiert und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Mit der Migration auf das Service-orientierte IT-Modell ermöglichen flexible Infrastrukturen die Ablösung der Silolösungen und führen zu spürbaren Effizienzgewinnen.

Privat oder öffentlich?

Während die Private Cloud auch in naher Zukunft das präferierte Bezugsmodell darstellt, sprechen die Angaben der Befragten zum bevorzugten Bereitstellungsmodell im 3. Quartal 2011 tendenziell für eine hybride Form. Diese soll dazu beitragen, die eigenen Ressourcen mit den Vorteilen der Public Cloud kombinieren zu können.

Das hybride Modell ermöglicht die ideale Ergänzung der eigenen Private-Cloud-Ressourcen. Geschäftskritische Daten und Applikationen verbleiben weiterhin im Unternehmen, können bei Bedarf aber durch die skalierbaren Public-Cloud-Dienste ergänzt werden, ohne dass sonst ungenutzte Infrastruktur vorgehalten werden muss.

Oftmals nur oberflächliches Cloud-Wissen

Während Cloud Computing dem Großteil der Teilnehmer begrifflich präsent ist, hat bislang in vielen Unternehmen noch keine tiefergehende Auseinandersetzung mit dem Modell stattgefunden. Bereits 27 Prozent der Unternehmen geben an, sich intensiv mit Cloud Computing auseinandergesetzt zu haben –für 46 Prozent der Mittelständler bleibt Cloud Computing jedoch eine leere Worthülse.

Gleichzeitig planen bereits 20 Prozent der Unternehmen, die sich nur oberflächlich mit Cloud Computing beschäftigt haben, kurz- oder mittelfristig die Nutzung derartiger Bezugsmodelle. Dies spricht deutlich für die Attraktivität des Modells für den Mittelstand – der Stein muss anscheinend nur ins Rollen gebracht werden.

Potenzial für Systemhäuser

Für die Befragten ist Cloud Computing oft ein zunächst nur schwer greifbares Konstrukt, das als neues Marketing-Etikett für bereits vorhandene Produkte angesehen wird. Beschäftigen sich die Unternehmen einmal intensiver mit dem Modell, erkennen sie doch die Vorteile, die dieses für ihr Unternehmen bietet.

Ulrich Seibold, Geschäftsbereichsleiter Vertriebspartner und Mittelstandskunden beim Cloud Index Sponsor HP sieht hier vor allem Potenzial für mittelständische IT-Dienstleister: „Den betreuenden Systemhäusern und IT-Partnern wird bei der Auflösung der Informationslücken und der Beratung der Unternehmen eine entscheidende Rolle zukommen. Diese sind für viele mittelständische Unternehmen die zentrale Anlaufstelle für die IT-Beschaffung und deren Empfehlungen haben einen wesentlichen Einfluss auf die IT-Strategie im deutschen Mittelstand.“

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