Die Vereinheitlichung der Kommunikationsstandards im Rechenzentrum

Fibre Channel over Ethernet verbindet Speicher und Server

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Erste Lösungen für eine vereinheitlichte RZ-Infrastruktur

Rechenzentren werden nicht von Heute auf Morgen ihre Infrastruktur komplett erneuern. Deshalb müssen alle Standards, die die Kommunikationsstruktur vereinheitlichen sollen, kompatibel zur bestehenden Infrastruktur sein. Jüngst haben Cisco und Brocade neue Lösungen angekündigt, mit denen große Rechenzentren den Schritt zu einer vereinheitlichten Kommunikationsinfrastruktur gehen können.

Cisco hat das Szenario des Data Center Ethernets entwickelt, Brocade setzt auf die Data Center Fabric.

Cisco Data Center-Ethernet-Architektur besteht aus drei Komponenten: Lossless Fabric, Layer 2 Multipathing (L2MP) sowie Ethernet-Erweiterungen (PFC, ETS, and DCBX). Der Hersteller präsentierte Anfang des Jahres einen zentralen Baustein seiner Strategie mit der Nexus Series eine Datacenter Switch-Plattform mit 512 10-Gigabit-Ethernet-Ports (GbE). Dieser Switch ist Teil der „Data Center 3.0“-Strategie (DC 3.0), die Server, Storage und Netzwerkprotokolle in einer Fabric vereinheitlichen soll. Er hat bereits eine Implementierung von Technologien, die auch in FCoE einfließen werden. Die Nexus 7000 Series verarbeitet 15 Terabits pro Sekunde in einem Chassis, und stellt maximal 512 Ports mit 10 Gbps-Ethernet zur Verfügung. Es ist bereits auch für 40 und 100 Gbps Ethernet ausgerüstet, sobald diese im Markt verfügbar werden. Die Nexus 7000 Series ist auch Ciscos erste Plattform, die die neue Architektur der Trusted Security enthält. Sie ermöglicht Identity- und Rollen-basierte Sicherheit im Rechenzentrum.

Die Fabric-Architektur vereint Ethernet und Storage-Protokolle in einer Plattform, so dass Server Zugang zu Netzwerken und Speicher über ein einziges Interface haben. Nach Aussagen Ciscos können damit Rechenzentren mit einer vereinheitlichten Fabric gebaut werden. Dies hat energetische und damit Kostenvorteile. Eine solche Fabric reduziert die Anzahl von Interface-Karten, die benötigte Verkabelung und vereinfacht die Switching-Infrastructure. Gerade durch Virtualisierung konsolidierte Server benötigen oft acht oder mehrere Network Interface Cards (NICs), von denen jede an die 25 Watts Leistung verbraucht, also 400 Watts Per Server. Durch den Einsatz der Nexus Series benötigt man hingehen nur noch eine NIC plus eine redundante.

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