Quera-Studie Fehlertoleranz gewinnt bei Quantencomputing an Bedeutung

Quelle: Pressemitteilung QuEra Computing 2 min Lesedauer

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Eine Umfrage unter 291 Quantencomputing-Experten zeigt: Für 45 Prozent gehört eine klare Roadmap zu fehlertoleranten Systemen zu den wichtigsten Auswahlkriterien. Die Wirtschaftlichkeit steht mit 50 Prozent an erster Stelle.

Wissenschaftler von Quera am Arbeiten. Das Unternehmen setzt auf Quantencomputer mit neutralen Atomen.(Bild:  QuEra)
Wissenschaftler von Quera am Arbeiten. Das Unternehmen setzt auf Quantencomputer mit neutralen Atomen.
(Bild: QuEra)

Bei der Auswahl von Quantentechnologie achten Unternehmen und Fachleute verstärkt darauf, ob Anbieter einen klaren Weg zu fehlertoleranten Systemen aufzeigen. Das zeigt der dritte und letzte Teil des 2026 „Quantum Readiness Reports“ von Quera Computing, für den 291 Quantencomputing-Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlichem Sektor und Technologieanbietern befragt wurden.

45 Prozent der Befragten nennen eine klare Roadmap zu fehlertoleranten Systemen als eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl einer Quantentechnologie. Gleichzeitig nennt die Hälfte (50 Prozent) der Befragten Wirtschaftlichkeit als wichtigstes Kriterium.

Die Befragten bewerten Technologien zunehmend danach, ob sie einen realistischen Weg zu skalierbaren und wirtschaftlich nutzbaren Systemen bieten.

Auch die Quantenfehlerkorrektur (Quantum Error Correction, QEC), eine zentrale Voraussetzung für fehlertolerantes Quantencomputing, gewinnt weiter an Bedeutung. 78 Prozent der Befragten bewerten sie als entscheidend oder sehr wichtig, um mit ihren jeweiligen Anwendungen kommerziellen Nutzen zu erzielen. Die reine Zahl physischer Qubits spielt dagegen eine deutlich geringere Rolle: Nur vier Prozent nennen die Skalierung der Hardware oder eine höhere Qubit-Zahl als entscheidenden Fortschritt.

„Im Quantencomputing konkurrieren verschiedene Architekturen miteinander. Kunden prüfen inzwischen jedoch deutlich genauer, was die einzelnen Ansätze tatsächlich leisten können“, sagt Yuval Boger, Chief Commercial Officer bei Quera Computing. „Was früher eher als wünschenswert galt – etwa ein erprobter, skalierbarer Ansatz zur Quantenfehlerkorrektur –, ist heute unverzichtbar.“

Noch kein klarer Sieger im Architekturwettbewerb in Sicht

Unter den genannten technologischen Ansätzen liegen neutrale Atome mit 23 Prozent im Architekturwettbewerb vorn. Dahinter folgen supraleitende Qubits mit 15 Prozent und Ionenfallen mit elf Prozent.

Ein klarer Konsens über die langfristig führende Architektur zeichnet sich damit bislang nicht ab. Gleichzeitig halten 34 Prozent es noch für zu früh, um zu beurteilen, welcher technologische Ansatz das größte Potenzial für praktische und skalierbare Anwendungen bietet.

Auch die offenen Antworten der Studie unterstreichen die wachsende Bedeutung von Fehlerkorrektur und logischen Qubits. Auf die Frage, welche einzelne Entwicklung des vergangenen Jahres den größten Einfluss auf die weitere Entwicklung des Quantencomputings haben dürfte, entfielen die meisten Nennungen auf Fortschritte bei Quantenfehlerkorrektur (QEC) und logischen Qubits.

Zusammen machten sie 33 Prozent der inhaltlich auswertbaren Antworten aus.

Über die Methodik

Der „2026 Quantum Readiness Report“ basiert auf einer Umfrage, die im Dezember 2025 unter 291 Personen aus dem Bereich Quantencomputing in mehr als 25 Ländern durchgeführt wurde. Die Befragten kamen aus Wissenschaft, Wirtschaft, öffentlichem Sektor und von Technologieanbietern.

Die Umfrage wurde von Quera Computing durchgeführt, um internationale Einschätzungen zur Einführung von Quantencomputing, zu Investitionen und zur Marktentwicklung zu erfassen.

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