Schwedisches Forschungsrechenzentrum wächst auf 4,4 Megawatt Datentechnik Moll: Mehr Platz für Immersionskühlung und Abwärmenutzung

Quelle: Pressemitteilung

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Das Forschungsrechenzentrum im nord-schwedischen Boden wurde 2019 in einem ehemaligen Helikopterhangar auf einer Fläche von 1.500 Quadratmetern errichtet. Jetzt kommen 700 Quadratmeter dazu. Das Datacenter verfügt nun über 1.440 Server und eine Gesamtleistung von rund 4,4 Megawatt.

Im schwedischen Testrechenzentrum von der DTM Group
Im schwedischen Testrechenzentrum von der DTM Group
(Bild: DTM Group )

Leser von Datacenter-Insider kennen verschiedene europäische Initiativen, für die in Boden Testrechenzentren errichtet wurden. Die DTM Group, Datentechnik Moll, aus Meckenbeuren, Spezialist für Planung und Aufbau von Rechenzentren, hat nun die Kapazität ihres Forschungsrechenzentrums im schwedischen Boden erweitert, zum wiederholten Mal.

In den vergangenen Monaten wurden zwei bestehenden Pods mit einer Leistung von 2,2 Megawatt (MW) um zwei weitere mit 2,2 MW Leistung ergänzt. Durch die mittlerweile rund 20 Prozent leistungsfähigeren CPUs lässt sich die Rechenkapazität jetzt mit deutlich weniger Servern realisieren. Gleichwohl wurde die verfügbare Fläche mit 700 Quadratmetern deutlich vergrößert, um mehr Spielraum für neue Forschungsprojekte bereitstellen zu können.

Immersionskühlung und Abwärmenutzung im Fokus

Mit der Erweiterung intensiviert die DTM Group ihre Forschungsaktivitäten rund um die Themen Immersionskühlung und Abwärmenutzung im Rechenzentrum. Insgesamt vier Konzepte zur „Novec“-basierten Immersionskühlung will das Unternehmen im neuen Teil des Rechenzentrums ausführlich testen und zur Serienreife bringen. Auch hybride Konzepte, bei denen lediglich leistungsintensive Komponenten wie CPUs immersionsgekühlt werden und die Netzteile weiterhin eine Luftkühlung nutzen, werden erforscht.

Bis jetzt hatte das Testrechenzentrum der DTM Group 2, 2 Megawatt an Kapazität; nun verfügt es über doppelt so viel Leistung.
Bis jetzt hatte das Testrechenzentrum der DTM Group 2, 2 Megawatt an Kapazität; nun verfügt es über doppelt so viel Leistung.
(Bild: DTM Group )

Auch die Abwärmenutzung nimmt konkrete Formen an. In Zusammenarbeit mit der Boden Business Agency, dem schwedischen Partner der DTM Group, sollen auf der neu gewonnenen Fläche praktische Nutzungsszenarien aufgebaut werden. Dazu zählt beispielsweise die Zucht von Pflanzen in einem durch die Abwärme temperiertem Gewächshaus, die Trocknung von Holz oder die Aufzucht von temperatursensitiven Futtertieren. Um eine konstante Lufttemperatur zu gewährleisten, muss die Abluft dazu mit einer Airbox aufbereitet werden, welche die Zumischung von Außenluft ermöglicht.

Neben der reinen Forschungarbeit, soll ein Teil der neuen Rechenzentrumskapazitäten für eine Business-Cloud genutzt werden, auf der Kunden der DTM Group eigene Applikationen betreiben und testen können.

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