Rechenpower für die Industrie Bund beauftragt Quantencomputing aus der Cloud

Von dpa-AFX

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Die Industriebetriebe in Deutschland sollen künftig leichter auf Quantentechnologie zugreifen können. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dazu ein Konsortium mit dem Aufbau einer ersten deutschen Quanten-Cloud für Industrie-Anwender beauftragt.

Hohe Rechenleistung benötigen industrielle Anwendungen in den Bereichen Optimierung, Simulation oder Maschinelles Lernen.
Hohe Rechenleistung benötigen industrielle Anwendungen in den Bereichen Optimierung, Simulation oder Maschinelles Lernen.
(Bild: gemeinfrei Tayeb Mazahdia / Pixabay)

An dem Projekt sind die Universität Stuttgart, das Fraunhofer-Institut Fokus und das Münchner Start-up QMware unter der Federführung des Cloud-Spezialisten Ionos aus dem deutschen United-Internet-Konzern beteiligt, wie das Konsortium am Dienstag mitteilte. Über den Großauftrag hatte zuerst das „Handelsblatt“ berichtet.

Mit der neuartigen Cloud werde eine Plattform für Quantenanwendungen für die deutsche Industrielandschaft geschaffen, betonte das Konsortium. Außerdem werde die digitale Souveränität im Bereich des Quantencomputing gestärkt sowie Deutschland als Vorreiter bei der Industrialisierung dieser Schlüsseltechnologie positioniert. Bislang dominieren in diesem Bereich große US-Anbieter wie IBM oder der Google-Konzern Alphabet.

Über die Quantencloud können die Industrieunternehmen vom kommenden Jahr an auf Quantenanwendungen zugreifen. Das „Handelsblatt“ zitiert dazu Markus Pflitsch, Chef und Mitgründer von QMWare: „Wir wollen den Unternehmen zeigen, was heute schon mit Quantencomputing möglich ist.“ Von dem Start-up stammen Hard- und Software. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt.

Die Adressaten

Erste konkrete Projekte erwartet das Konsortium in Industriezweigen, die in besonderem Maße auf Anwendungen in den Bereichen Optimierung, Simulation oder Maschinelles Lernen zugreifen. So könne die Rechenleistung in der Telekommunikation, Logistik, Finanz-, Automobil- und Energiewirtschaft eingesetzt werden. Über den finanziellen Umfang des Projektes haben die Mitglieder des Konsortiums Schweigen vereinbart. Der Bund fördert das Vorhaben dem Vernehmen nach mit einem niedrigen bis mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

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