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Hohe IT-Verfügbarkeit im Bestandsbau –geht das? Bezirk Oberbayern baut modernes Rechenzentrum im alten Bunker

Autor / Redakteur: Thomas Grüschow* / Ulrike Ostler

Festgelegter Standort, begrenzte Nutzfläche, vorgegebener Grundriss: Wer ein Rechenzentrum im Bestand plant und baut, muss sich arrangieren, auch wenn hohe Erwartungen an Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit an IT und Infrastruktur gestellt werden. Der kommunalen Gebietskörperschaft Bezirk Oberbayern gelang das, in Zusammenarbeit mit Experten des TÜV Süd.

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Ein Rechenzentrum im Bestand bauen trifft auf viele Unwägbarkeiten. Dem Bezirk Oberbayern half der TÜV Süd.
Ein Rechenzentrum im Bestand bauen trifft auf viele Unwägbarkeiten. Dem Bezirk Oberbayern half der TÜV Süd.
(Bild: Google Maps)

Ein ehemaliger Bunker aus den 1970er Jahren, drittes Untergeschoss, rund 450 Quadratmeter Nutzfläche und äußerst massive Betonwände: Kann dort ein hochverfügbares Rechenzentrum untergebracht werden?

Der Autor des Artikels ist Thomas Grüschow von der TÜV Süd Industrie Service GmbH.
Der Autor des Artikels ist Thomas Grüschow von der TÜV Süd Industrie Service GmbH.
(Bild:TÜV Süd Industrie Service GmbH)

Diese Frage stellte sich in einer Münchener Behörde. Das Baureferat der kommunalen Gebietskörperschaft Bezirk Oberbayern benötigte mehr Platz als bisher für sein Rechenzentrum – zugleich standen ihm die bislang ungenutzten Bunker-Räume im eigenen Gebäude zur Verfügung.

Um jederzeit die direkte Kontrolle zu haben, wollte die Behörde sämtliche IT-Systeme im eigenen Haus behalten. Damit schied eine Auslagerung der IT in ein externes Rechenzentrum aus.

Kann die IT in den Bunker ziehen?

Zunächst war deshalb grundsätzlich zu klären, ob und wie ein solches Rechenzentrum mit seiner hochsensiblen Infrastruktur in den Bunkerräumen untergebracht werden konnte. Würde die gesamte IT mit Hardware, Server-Racks und Kommunikationssystemen dort Platz finden – bei Einhaltung aller relevanten Ansprüche an ein hochverfügbares und ausfallsicheres Rechenzentrum?

Schließlich erfordern diese Kriterien komplexe Anlagentechnik und redundante Komponenten bei der gesamten Versorgungsinfrastruktur – von der unterbrechungsfreien Notstromversorgung über die Lüftungs- und Klimatechnik bis hin zum Brandschutz. Bereits in einem frühen Stadium der Planungen hat das Baureferat IT-Experten von TÜV SÜD einbezogen, die die Fachplanungen von Anfang an unterstützt und im weiteren Projektverlauf Impulse gegeben haben.

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