„Zabbiv ist eine leistungsstarke Open-Source-Software zur Überwachung von Netzwerken, Servern, Anwendungen und Cloud-Diensten. Das Tool ermöglicht, die Leistung und Verfügbarkeit von IT-Infrastrukturen zu überwachen und rechtzeitig auf Probleme und Engpässe zu reagieren.
„Zabbix“ ist ein Open-Source-tool für das Monitoring von IT, egal ob diese sich im eigenen Rechenzentrum und in der Cloud befindet.
Zabbix bietet IT-Profis eine umfassende Lösung zur Überwachung ihrer IT-Infrastrukturen, indem es Informationen über Netzwerkgeräte, Server, Anwendungen und Cloud-Dienste sammelt und präsentiert. Dabei ist Zabbix in der Lage, eine Vielzahl von Netzwerkprotokollen wie SNMP, IPMI und JMX zu unterstützen. Dies ermöglicht IT-Administratoren, die Leistung und Verfügbarkeit von Geräten wie Routern, Switches und Firewalls im Auge zu behalten und Probleme frühzeitig zu erkennen.
Lokale Server und Cloud-basierte Systeme im Blick
Ein weiterer Vorteil von Zabbix ist die Fähigkeit, sowohl lokale Server als auch Cloud-basierte Server zu überwachen. IT-Administratoren können damit den Zustand ihrer Server, Betriebssysteme, Hardware, Dienste und Anwendungen beobachten und sicherstellen, dass alle Ressourcen ordnungsgemäß funktionieren. Dabei ist es unerheblich, ob sich die Server in einem lokalen Rechenzentrum oder in der Cloud befinden.
Zusätzlich zu Servern und Netzwerkgeräten ermöglicht Zabbix die Überwachung verschiedener Anwendungen wie Webserver, Datenbankserver und E-Mail-Server. IT-Profis können so die Verfügbarkeit und Leistung dieser Anwendungen im Auge behalten und auf mögliche Engpässe reagieren, bevor sie zu einem größeren Problem werden. Zabbix erfasst dabei wichtige Metriken wie Antwortzeiten, Durchsatz und Fehlerquoten.
Die Verwaltung von „Zabbix“ erfolgt über eine Web-Oberfläche.
(Bild: Zabbix/Thomas Joos)
Die Cloud-Überwachungsfähigkeiten von Zabbix sind ein großer Vorteil für IT-Profis, die ihre Infrastrukturen in der Cloud betreiben. Zabbix kann etwa Daten über Ressourcennutzung, Latenz und andere wichtige Kennzahlen von Cloud-Diensten wie Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud Platform (GCP) sammeln.
Benutzerdefiniertes Benachrichtigungs- und Alarmsystem
Ein entscheidendes Merkmal von Zabbix ist sein benutzerdefiniertes Benachrichtigungs- und Alarmsystem, das bei Problemen warnt. Es lassen sich Schwellenwerte für verschiedene Parameter festlegen, so dass Benachrichtigungen ausgelöst werden, wenn diese überschritten werden.
Um Zabbix zu installieren, müssen IT-Administratoren zunächst die Zabbix-Server-Software auf einem kompatiblen System installieren. Danach müssen die Zabbix-Agenten aufden zu überwachenden Geräten und Servern installiert werden.
Diese Agenten senden Informationen über die Systeme an den Zabbix-Server, der sie sammelt, verarbeitet und darstellt. Die Installation von Zabbix kann auf verschiedenen Plattformen wie Linux, Windows und macOS erfolgen.
Nach der Installation von Zabbix steht das Web-Interface zur Verfügung, um die Überwachungsinfrastruktur einzurichten und zu konfigurieren. Dabei können Admins Netzwerkgeräte, Server und Anwendungen hinzufügen, Benachrichtigungs- und Alarmsysteme einrichten und benutzerdefinierte Dashboards erstellen, um einen schnellen Überblick über den Zustand ihrer IT-Infrastruktur zu erhalten.
Zabbix arbeitet mit Slack, Ansible und Puppet
Zusätzlich zur Grundinstallation bietet Zabbix eine Vielzahl von Erweiterungen und Integrationen mit anderen Tools, die Administratoren nutzen können, um ihre Überwachungslösungen weiter anzupassen und zu optimieren. Dazu gehören beispielsweise Integrationen mit Ticket-Systemen wie „Jira“ und „Servicenow“, mit Chat-Tools wie „Slack“ und „Mattermost“ sowie mit Automatisierungs- und Konfigurations-Management-Tools wie „Ansible“ und „Puppet“.
Konfigurieren der Überwachung von Servern mit „Zabbix“.
(Bild: Zabbix/Thomas Joos)
Ein weiterer Vorteil von Zabbix ist seine Skalierbarkeit. Da Zabbix auf einer verteilten Architektur basiert, kann es problemlos an wachsende Netzwerke und IT-Infrastrukturen angepasst werden. IT-Administratoren können bei Bedarf zusätzliche Zabbix-Server und -Proxies einrichten, um die Last auf mehrere Systeme zu verteilen und eine zuverlässige Überwachung auch in großen Umgebungen sicherzustellen.
VMware-Umgebungen mit Zabbix im Griff
Um die Überwachung von „VMware vSphere“ mit Zabbix zu ermöglichen, sollten IT-Administratoren zunächst die API-Integration nutzen. Zabbix kann vSphere-Umgebungen direkt über die vSphere API überwachen.
Um dies einzurichten, müssen Admins einen Zabbix-Host für ihren „vCenter-Server“ oder „ESXi“-Host erstellen und die entsprechenden Zugangsdaten hinterlegen. Dabei sollte die VMware-Template-Sammlung importiert und dem Host zugewiesen werden. Dadurch kann Zabbix Leistungskennzahlen und Informationen über VMs, Datastores, Hosts und Cluster sammeln und anzeigen.
In einer VMware vSphere-Umgebung ist es empfehlenswert, den vSphere-Host und die einzelnen virtuellen Maschinen getrennt zu überwachen. Während der vSphere-Host Informationen über die Gesamtleistung der Umgebung liefert, ermöglicht die Überwachung jeder virtuellen Maschine eine detaillierte Einsicht in ihre individuelle Leistung und mögliche Engpässe. Hierzu können IT-Administratoren den Zabbix-Agenten in den virtuellen Maschinen installieren und konfigurieren.
Stand: 08.12.2025
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Zabbix in Hyper-V-Umgebungen
Für die Überwachung von „Microsoft Hyper-V“-Umgebungen mit Zabbix kann „Windows Management Instrumentation“ (WMI) zum Einsatz kommen. WMI ist ein integraler Bestandteil von Windows-Systemen und ermöglicht die Erfassung von Informationen über Hyper-V-Hosts und virtuelle Maschinen.
Zunächst sollte dazu sichergestellt sein, dass der Zabbix-Agent auf dem Hyper-V-Host installiert ist. Anschließend muss das passende Zabbix-Template für Hyper-V importiert und dem Host zugewiesen werden. Dieses Template ermöglicht die Erfassung von Leistungskennzahlen wie CPU-, Speicher- und Netzwerkauslastung sowohl für den Hyper-V-Host als auch für die virtuellen Maschinen.
Konfiguration der Serverüberwachung in „Zabbix“.
(Bild: Zabbix/Thomas Joos)
Es ist auch möglich, zusätzliche Metriken und Funktionen hinzuzufügen, indem benutzerdefinierte Skripte und Sensoren erstellt werden. Beispielsweise können IT-Administratoren PowerShell-Skripte verwenden, um zusätzliche Informationen von Hyper-V-Hosts und virtuellen Maschinen abzurufen und diese Daten an Zabbix zu senden.
Zabbix und die Powershell
Um zusätzliche Metriken oder Informationen aus „Powershell“-Skripten in Zabbix zu integrieren, können benutzerdefinierte Skripte zum Einsatz kommen, die Zabbix-Agenten-User-Parameter definiert werden. UserParameter ermöglichen es, benutzerdefinierte Funktionen in den Zabbix-Agenten einzubinden und so zusätzliche Daten an den Zabbix-Server zu senden.
Ein Beispiel wäre die Überwachung des freien Speicherplatzes auf einer bestimmten Windows-Freigabe. Admins erstellen zunächst ein Powershell-Skript, das den freien Speicherplatz auf der Freigabe ermittelt:
Sie speichern das Skript als Get-FreeSpace.ps1 auf dem überwachten System. Als nächstes müssen sie den Zabbix-Agenten so konfigurieren, dass er das Skript ausführt und die Daten an den Zabbix-Server sendet. Dazu ist die Zabbix-Agenten-Konfigurationsdatei (zabbix_agentd.conf) zu öffnen und die folgende Zeile hinzufügen:
danach ist der Zabbix-Agent neu zu starten, damit die Änderungen wirksam werden. Jetzt können in Zabbix ein neues Item für den entsprechenden Host erstellt und als Schlüssel custom.sharefreespace["C:\example\share"] verwendet werden, wobei "C:\example\share" durch den tatsächlichen Pfad der Freigabe ersetzt wird.
Powershell lässt sich auch verwenden, um Zabbix-bezogene Aufgaben zu automatisieren, wie das Erstellen von Hosts, Anwenden von Templates oder Aktualisieren von Konfigurationen. Dazu können Administratoren:innen das Zabbix-API nutzen, das über eine Vielzahl von Funktionen verfügt und über HTTP(S) erreichbar ist.