100 Prozent DCIM-RoI in 13 Monaten

Warum wird Datacenter Infrastructure Management immer wichtiger?

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Was DCIM kann

„Mit DCIM werden Hot Spots schnell erkannt und können beseitigt werden“, so der Analyst. Hot Spots beziehungsweise Wärmenester treten auf, wenn die Luftzufuhr zu der IT-Infrastruktur zu warm wird, erläutert er. Bei Ausfall eines Systems werde schnell die Ursache erkannt. Zielgerichtet könne ein Experte für die Fehlerbehebung beauftragt werden, zum Beispiel bei unzureichender Kühlung.

Einfach einmal etwas ins Rechenzentrum hineinschieben, ist keine gute Idee.
Einfach einmal etwas ins Rechenzentrum hineinschieben, ist keine gute Idee.
(Bild: © rukanoga - Fotolia)

Doch die heutigen DCIM-Systeme können in der Regel noch weitaus mehr. Sämtliche Systeme aus der IT-Infrastruktur-Umgebung und dem Facility Management lassen sich über Schnittstellen mit der DCIM-Software verbinden. Die Überwachung erfolgt bis auf Rack-Ebene und PDU (Power Distribution Unit).

Bei Neuinstallation von weiterem IT-Infrastruktur-Equipment kann mit DCIM bis auf Rack-Ebene der Energie- und Kühlbedarf ermittelt werden. Ist ausreichende freie Kapazität vorhanden, reicht der Platz, die Strom- und Kühlkapazität aus, ist eine redundante Netzwerkanbindung möglich. Bereits vor der Implementierung ist somit geklärt, ob die Kapazitäten vorhanden sind.

Das gehört zu einem DCIM-System

Somit könne ein DCIM-System auch die Planung oder den Umbau eines Datacenters unterstützen, so Heinhaus, wenn entsprechende valide Daten vorlägen. In diesem Fall könnten verschiedene Szenarien simuliert werden. Bereits bei der Planung lasse sich auf diese Weise prüfen, ob beispielsweise genügend Platz für die Racks vorhanden ist, welche Facility-Leistungen erforderlich seien.

Zu den Grundlagen gehört somit eine Datenbank, die die gesamte Infrastruktur aufnehmen kann. Diese ist noch längst nicht in allen Systemen, die ihre Hersteller mit DCIM bezeichnen, selbstverständlich. Eines der Probleme: nicht alle Zuliefersysteme sprechen dasselbe Protokoll und das Aufbereiten zu einer einheitlichen Datenbasis kann eine Mammutaufgabe sein. Zudem müssen sich auch die Anbieter, die aus dem Facility-Management kommen, mit BI-Tools und Big-Data-Analysen auseinandersetzen.

Dazu kommt, dass auch Daten der IT erfasst werden müssen. Im Idealfalls kann das System etwa automatisch die Hardware erfassen, so dass Änderungen und die Konfiguration von Servern und Storage dokumentiert werden.

Neues von Emerson Network Power und Schneider Electric

Der nächste Schritt in der Weiterentwicklung von DCIM-Systemen ist die Automatisierung im Zusammenspiel der Systeme, erläutert Analyst Heinhaus. „Wenn sich beispielsweise bei einer virtuellen Serverumgebung ein Server erhitzt, so wird die Verarbeitung automatisch auf einen anderen Server verlagert. Der defekte Server wird angezeigt und kann ausgetauscht werden.“ Zudem gebe es schon jetzt Systeme, die sich auch über mobile Geräte wie Smartphones oder Tablets steuern ließen.

Die Top 15 DCIM-Tools
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Der Einstieg dürfte den meisten Rechenzentrumsbetreibern nicht so schwer falle, wie vielleicht angenommen. Denn laut Heinhaus bieten die meisten ihre DCIM-Produkte modular an. Der Anwender könne sich aus diesem Baukasten die Module aussuchen, die er benötigt, und später beliebig erweitern.

Zu den prominenten Anbietern von DCIM-Systemen zählen Scheider Electric und Emerson Network Power. Letzteres Unternehmen kann nun auf einen Beispielfall verweisen, in dem ein Kunde innerhalb von 13 Monaten RoI von 100 Prozent Erreicht hat oder anderes ausgedrückt: Einsparungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro.

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