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Workshop: Hyper-V Server 2008

Virtualisierung mit dem kostenlosen Hypervisor von Microsoft

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Das lokale Management

Beim ersten Mal loggen Sie sich bei dem System mit dem Benutzernamen „Administrator“ und einem leeren Passwort ein. Danach verlangt der Server die Angabe eines neuen Administrator-Passworts und präsentiert anschließend das lokale, textbasierte Administrationsinterface. Damit können Sie diverse grundlegende Administrationsaufgaben durchführen, die bei der Inbetriebnahme des Systems von Interesse sind.

Dazu gehören das Festlegen eines Systemnamens, das Integrieren des Servers in eine Domäne oder Arbeitsgruppe, die Konfiguration des Netzwerks, das Hinzufügen von Benutzerkonten zur lokalen Administratorgruppe und das Definieren der Windows-Update-Einstellungen (automatisch oder manuell). Zusätzlich können Sie die Updates auch gleich selbst herunterladen und installieren, eine Remote-Desktop-Verbindung freigeben (damit diese funktioniert, müssen Sie allerdings noch die Firewall-Einstellungen des Systems anpassen, beispielsweise über den Kommandozeilenbefehl

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„netsh firewall set portopening TCP 3389 Remotedesktop“

sowie Datum, Uhrzeit beziehungsweise Regions- und Sprachoptionen festlegen. Befehle zum Abmelden des Benutzers, zum Neustart, zum Herunterfahren und zum Schließen des Administrationswerkzeugs schließen den Leistungsumfang der lokalen Konsole ab.

Nachdem Sie über den Serverdesktop sämtliche erforderlichen Einstellungen vorgenommen und das Hyper-V-System auf den aktuellen Stand gebracht haben, können Sie dazu übergehen, den Hyper-V-Manager herunterzuladen und auf ihrem Verwaltungssystem zu installieren. Diese Software übernimmt als Snapin für die Microsoft Management Console 3.0 die Remote-Verwaltung des Hyper-V-Servers und steht für den Windows Server 2008 und Windows Vista mit Service Pack 1 in den x86- und x64-Versionen zum Download bereit. Anwender von Vista müssen vor dem Herunterladen eine Gültigkeitsprüfung über sich ergehen lassen, Nutzern von Windows Server 2008 bleibt dieser Schritt erspart. Die Download-Links für die verschiedenen Varianten des Hyper-V-Managers finden sich im Kasten.

Nach der Installation der Software, die wie das Einspielen eines Updates abläuft, steht die Management-Lösung unter „Systemsteuerung“, „Verwaltung“, „Hyper-V-Manager“ zur Verfügung. Auf Windows-Server-2008-Systemen, auf denen die Hyper-V-Rolle oder das dazugehörige Update bereits installiert wurde (etwa über die Updatefunktion von Windows), ist das Einspielen der eben genannten Pakete nicht erforderlich. Hier aktivieren Sie den Hyper-V-Manager durch den Aufruf des Server Managers und die Auswahl der Rubrik „Features“. Wählen Sie hier „Remoteserver-Verwaltungstools“, gehen Sie dann auf „Rollenverwaltungstools“ und selektieren Sie dort die „Hyper-V-Tools“. Nach einem Klick auf „Installieren“ ist der Manager einsatzbereit.

In der Umgebung, in der wir diesen Workshop vorbereitet haben, liefen der Administrations-Client und der Hyper-V-Server in der gleichen Domäne, deswegen traten bei der Verbindungsaufnahme zwischen den beiden Systemen keine Probleme auf. Wir mussten nur darauf achten, den Server mit seinem DNS-Namen und nicht seiner IP-Adresse aufzurufen, da letzterer Schritt nicht funktioniert. Sollte es bei der Verbindungsaufnahme (beispielsweise in Workgroup-Umgebungen) bei Ihnen zu Schwierigkeiten kommen, so hilft das Tool „hvremote“ in Verbindung mit den Hintergrundinformationen aus dem Blog von John Howard, dem Senior Program Manager im Hyper-V-Team, weiter.

weiter mit: Vorbereiten der Installation virtueller Maschinen

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