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Workshop: Hyper-V Server 2008

Virtualisierung mit dem kostenlosen Hypervisor von Microsoft

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Installation der Integrationsdienste

Nach dem Abschluss der Betriebssysteminstallation ergibt es – sofern vorhanden – Sinn, die Integrationsdienste einzuspielen, um den Netzwerkzugang zu aktivieren und die eben genannten Services bereitzustellen. Das funktioniert bei Windows-Guests ganz einfach über die Konsole, die die Verbindung zur VM bereit stellt. Selektieren Sie hier den Menüpunkt „Aktion/Installationsdatenträger für Integrationsdienste einlegen“. Danach startet das Setup automatisch und läuft problemlos durch.

Unter Linux müssen Sie mehr Hand anlegen. Zunächst einmal ist es erforderlich, ein ISO-Image mit den Tools für Linux von Microsoft Connect herunterzuladen. Sie finden das Image nach dem Einloggen unter „Connection Verzeichnis“, „Server“ und „Linux Integration Components for Microsoft Hyper-V“. Damit die Werkzeuge funktionieren, müssen auf dem Linux-System die Pakete des „Xen Virtual Machine Host Servers“, das Paket „kernel-xen“ und die „C/C++ Compiler and Tools“ installiert sein.

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Sobald diese Grundvoraussetzungen erfüllt sind, verbinden Sie das ISO-Image mit den Linux-Integrationsdiensten mit der VM und kopieren ihren Inhalt als root in ein lokales Installationsverzeichnis innerhalb der virtuellen Maschinen, zum Beispiel /opt/linux_ic:

cp /mnt/cdrom/* /opt/linux_ic_input -R

Installieren Sie nun den Hypercall-Adapter

/opt/linux_ic/setup.pl x2v /boot/grub/menu.lst

und starten Sie Linux neu. Nun ist es nur noch erforderlich, die Treiber einzuspielen. Das geht über den Befehl

/opt/linux_ic/setup.pl drivers

Damit sind die Integrationsdienste auch unter Linux betriebsbereit. Unter Ubuntu funktioniert diese Installation allerdings nicht, das dieses Betriebssystem zur Zeit nicht von Microsoft unterstützt wird. Auf unserem Workstation-System ergaben sich aber generell keine Probleme beim Betrieb der VMs, weder unter Ubuntu (mit vier virtuellen CPUs und Legacy-NIC), noch unter dem Suse Linux Enterprise Server 10 SP2 und Windows Server 2008 (jeweils mit zwei virtuellen CPUs und laufenden Integrationsdiensten).

weiter mit: weitere Management-Tipps

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