Die nachhaltige Cloud startet in Heiligenhaus Thomas-Krenn und Hochtief PPP Solutions gründen Cloud-Anbieter

Quelle: Pressemitteilung Thoams-Kreen AG/Hochtief PPP Solutions 5 min Lesedauer

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Die Thomas-Krenn AG und Hochtief gründen das Joint Venture Yorizon und bringen damit ein Green-IT-Angebot auf den Markt, das alle Komponenten eines Cloud-Anbieters bereitstellt. Dazu gehört auch der Aufbau eines Netzwerks aus nachhaltigen, lokal integrierten „Yexio“-Rechenzentren in ganz Europa.

Die Thomas-Krenn AG und Hochtief PPP Solution gründen ein Joint Venture, um Cloud-Angebote  aus eigenen, nach 'grünen' Maßstäben gebauten, in Europa angesiedelten und mit Open Source betrieben Rechenzentren zu vermarkten.(Bild:  frei lizenziert: BrianPenny /  Pixabay)
Die Thomas-Krenn AG und Hochtief PPP Solution gründen ein Joint Venture, um Cloud-Angebote aus eigenen, nach 'grünen' Maßstäben gebauten, in Europa angesiedelten und mit Open Source betrieben Rechenzentren zu vermarkten.
(Bild: frei lizenziert: BrianPenny / Pixabay)

In die Yorizon-Angebote sollen zum einen das umfassende Know-how von Hochtief PPP Solutions in der Entwicklung und Realisierung von Konzessions- und Betreiberprojekten in den Bereichen IT-Infrastruktur, holzbasierte Life-Cycle-Konstruktion sowie Energie und Digitalisierung einfließen. Zum anderen werde die Expertise der Thomas-Krenn AG als Hersteller von nutzungsspezifischen Server- und Storage-Systemen beitragen. Die auf die Cloud-Architektur und Umgebung des Rechenzentrums abgestimmte, auf Open Source basierte Software stammt aus Deutschland.

Letztlich wollen die Partner ein gemeinsame Green-IT-Angebot aus Cloud- und Servern auf den europäischen Markt bringen, bei dem alle Komponenten aus einer Hand angeboten werden. Das langfristige Ziel ist es, ein Netzwerk nachhaltiger, dezentraler und lokal integrierter Rechenzentren in Europa aufzubauen. Dafür würden Bau und Betrieb der Rechenzentren über die Implementierung der Serverhardware bis hin zur Nachnutzung alle Prozesse sorgfältig aufeinander abgestimmt, heißt es

„Alles aus einer Hand“-Ansatz

Darüber hinaus verfolge Yorizon mit seinen Gesellschaftern einen ganzheitlichen Lebenszyklusansatz zur Optimierung aller Komponenten innerhalb der gesamten Wertschöpfungskette eines Cloud-Umfelds, so die Gründer. Zu der Produkt- und Servicepalette gehören unter anderem Infrastructure as a Service (IaaS), Platform as a Service (PaaS), Unified Management Dashboards und ein Marktplatz für integrierte Microservices und Produkte der Partner.

Das Angebot richtet sich an Unternehmen, die auf Cloud-Lösungen und flexible IT-Infrastruktur angewiesen sind, daneben vor allem aber auch an Managed Service Provider, Systemhäuser, Telekommunikationsunternehmen, Software-Anbieter und die Öffentliche Hand. Performance, Effizienz, Sicherheit und Nachhaltigkeit stehen dabei im Vordergrund, teilen die Yorizon-Partner mit.

Christoph Maier, CEO der Thomas-Krenn AG, sagt: „Die hochdichten Server ermöglichen hohe Rechenleistungen, die sich branchenübergreifend für sämtliche Anwendungen eignen und sich je nach Anwendung und Nachfrage anpassen und skalieren lassen.“ Er fährt fort: „Höchste Sicherheit und Compliance“ würden dadurch sichergestellt, dass sämtliche Software an deutsche Standards gebunden seien und die Daten ausschließlich auf Servern in Deutschland gespeichert würden.

Die Technikausstattung

Ferner sei die Servertechnik so ausgelegt, dass flexibel die jeweils aktuelle am Markt verfügbare Chip-Technologie verwendet werden könne. Da der Hardware somit stets die neueste CPU-Generation zur Verfügung stehe, sei sie entsprechend zukunftssicher und nachhaltig.

Zudem werde die Software spezifisch an die Umgebung des Rechenzentrums angepasst. Um für jeden Use-Case die passende Lösung zu schaffen, biete Yorizon außerdem eine Dual-Vendor-Option, so dass sowohl Enterprise-Grade-Hypervisor- als auch SCS-kompatible Open-Source-Software zur Verfügung stünde, die Hybrid-Cloud, Multicloud- und Poly-Cloud-Systemarchitekturen unterstützen könne.

Zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks setze Yorizon mit den Yexio-Rechenzentren der Hochtief PPP Solutions zudem auf eine energie- und ressourcenschonende Bauweise sowie regenerative sowie regionale Energiequellen, heißt es. Zusätzlich trage das von der Thomas-Krenn AG entwickelte Kühlkonzept aktiv zu einer effizienten Energienutzung bei: Bis zu 85 Prozent der anfallenden Abwärme kann über eine so genannte Heißwasserkühlung verwertet werden.

Generell kühle Wasser dank seiner Wärmetransporteigenschaften zirka 3.800-mal besser als Luft. Die Heißwassertechnologie entlastet die Klima-Anlagen und ermöglicht das Einspeisen der Restwärme etwa in kommunale Wärmenetze. So können Umwelt, Kommunen und Kunden gleichermaßen von den maßgeschneiderten, am Bedarf orientierten Lösungen profitieren.

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Bernd Holtwick, CFO und COO bei Hochtief PPP Solutions, sagt dazu: „Zusammen mit der Technologie der Thomas-Krenn AG ermöglichen wir durch Effizienz höchste Leistung bei minimalem Verbrauch. Darüber hinaus integrieren sich unsere Gebäude architektonisch in die innerstädtische Infrastruktur und die daraus gewonnene Abwärme kann beispielsweise direkt in öffentliche Schwimmbäder eingespeist werden.“

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Gernot Hofstetter, zuvor CCO der Nfon GmbH, und Andreas Schweinar, früherer COO der RSBG Infrastructure Technologies GmbH, übernehmen die gemeinsame Geschäftsführung von Yorizon. Hofstetter wird sich auf die Bereiche Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb und Kundenservice konzentrieren. Schweinar wird die Infrastruktur, Implementierung nachhaltiger Technologien und Einhaltung von Zertifizierungsstandards verantworten.

Um ein breites Spektrum an Produkten und Dienstleistungen über die Cloud-Plattform bereitzustellen, setzt Yorizon zukünftig auf starke Partnerschaften. „Mit Yorizon bauen wir ein Netzwerk aus professionellen, führenden Vertriebs- und Servicepartnern auf“, erläutert Hofstetter. „Unser Partnerökosystem ermöglicht es unseren Kunden, die Transformation in die Cloud ganzheitlich zu gestalten, so dass sie sich keine Sorgen um Datensicherheit, Verwaltung oder Investitionen machen müssen.“

Die gemeinsame Geschäftsführung von Yorizon übernehmen Gernot Hofstetter und Andreas Schweinar.(Bild:  Yorizon)
Die gemeinsame Geschäftsführung von Yorizon übernehmen Gernot Hofstetter und Andreas Schweinar.
(Bild: Yorizon)

Sein Mitstreiter Schweinar setzt hinzu: „Yorizon verwendet im Markt etablierte Komponenten, um Lösungen zu schaffen, die unseren Kunden ein sorgenfreies ‘Green-IT‘-Leben garantieren.“ Durch strategische Partnerschaften mit Systemhäusern und die Bereitstellung spezialisierter Angebote wie Edge Computing, IoT und KI werde Yorizon die technische Entwicklung in Unternehmen verschiedener Sektoren vorantreiben.

Skalierungspläne

Das langfristige Ziel von Yorizon und seinen Gesellschaftern ist es, ein umfassendes Netzwerk von leistungsstarken und Energie-effizienten Yexio-Rechenzentren in ganz Europa zu etablieren. Die Wahl für den ersten Standort ist auf Heiligenhaus in NRW aufgrund weiterer Infrastrukturprojekte, die Hochtief PPP Solutions dort realisiert, gefallen.

Das Datacenter soll im Sommer 2025 eröffnen und eine IT-Leistung von 2 Megawatt bieten. Bei Bedarf kann modular auf 4 Megawatt verdoppelt werden. Testzugänge werden in der zweiten Jahreshälfte 2024 an potenzielle Partner und Kunden vergeben.

Die ungleichen Partner

Die Thomas-Krenn AG beliefert seit 2002 beliefert Endanwender, Wiederverkäufer und Betreiber von Rechenzentren mit Hardware nach dem Build-to-Order-Prinzip. Entsprechend der DIN EN ISO 14001 werden dabei die Maßstäbe an Nachhaltigkeit und Ökologie erfüllt.

Das Unternehmen produziert mit derzeit rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern alle Systeme in Deutschland am Standort Freyung. Zusammen mit dem Partnerunternehmen Extra Computer GmbH ist die Thomas-Krenn AG einer der wenigen Hardwarebauer, die in Deutschland fertigen .

Hochtief ist ein technisch-ausgerichteter Anbieter von Infrastrukturprodukten vornehmlich in Nordamerika, Australien und Europ. Mit zirka 41.500 Mitarbeitenden und einem Umsatz von 27,8 Milliarden Euro im Jahr 2023 gehört das Unternehmen sicher zu den führenden Construction-Management- und Green-Building-Unternehmen in den USA (durch Turner), ist nach eigenen Angaben der größte Auftragnehmer auf dem australischen Markt für Infrastrukturdienstleistungen (CIMIC), ein wichtiger Akteur im Bereich der US-Verkehrsinfrastruktur (Flatiron) und ein renommiertes Tief- und Hochbauunternehmen in Europa. Ergänzt wird das PPP- und Infrastrukturentwicklungsgeschäft durch die 20-prozentige Beteiligung an dem international führenden Mautstraßenkonzessionär Abertis.

Grüne Projekte machen fast 50 Prozent des Konzernumsatzes aus, so der Konzern,der seit 2006 in den Dow Jones Sustainability Indizes gelistet ist. Er hat sich zudem verpflichtet, seine ESG-Agenda zu erfüllen, einschließlich eines Netto-Null-Ziels für 2045.

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