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Memory-Reservation
Über die Memory-Reservation reserviert man für eine VM Memory; drei GByte Memory-Reservation für eine VM heißt, dass drei GByte Host Physical Memory fest für die VM reserviert ist. Auch das Ballooning ist konfigurierbar. Der Parameter Mem.CtlMaxPercent in den Advanced Mem. Attr. legt fest, wie groß (prozentual) der Ballon im Verhältnis zum konfigurierten Speicher der VM werden darf. Standardmäßig sind dies 65 Prozent, d.h. der Ballon wird nicht größer als 65 Prozent des konfigurierten Speichers der VM. Braucht der Hypervisor nun mehr Memory als er schon durch Ballooning von der VM bekommen hat, wird der Rest per Hypervisor-Swapping ausgelagert, was eine weitere Verschlechterung der betroffenen VM bedeutet.
Daher empfiehlt sich bei kritischen VMs mindestens 35 Prozent des konfigurierten Memorys zu reservieren. Dadurch hat man Hypervisor-Swapping verhindert, Ballooning aber weiterhin ermöglicht. Ein guter Kompromiss zwischen Flexibilität (Over-Allocation) und Performance (Reservation).
Bei Windows 2003 ist darauf zu achten, daß Ballooning keine Ahnung von „Pinned Pages“ hat, das „Lock pages in memory“-Privileg nicht berücksichtigt.
Swapping versus Paging
Grundsätzlich ist Hypervisor-Swapping ungünstiger als das Paging innerhalb einer VM. Das Gast-OS der VM wählt selektiv und sensitiv zum Paging. Das Hypervisor-Swapping dagegen wählt blind Memory-Seiten zum Auslagern aus. Es ist z.B. möglich, dass Pages des OS-Kernels vom Gast-OS der VM betroffen sind oder es zum „Double Paging“ kommt, d.h. zuerst wird eine Seite via Hypervisor-Swapping ausgelagert, im Anschluss wird diese Seite nun per Gast-OS-Paging in den Auslagerungsbereich der VM ausgelagert – eine denkbar ungünstige und zeitfressende Methode, Memory einzusparen.
Wichtige Informationsquelle für Hypervisor CPU- und Memory-Metriken ist der Windows Taskmanager. Ab ESX 4 werden bei installierten VMware-Tools wesentliche Hypervisor Ressourcen-Metriken in der Windows-VM‘s eingeblendet.
Zum Überwachen von virtualisierten SQL Servern empfiehlt sich der Einsatz von Monitoring-Lösungen, die auch die virtuellen Metriken berücksichtigen wie beispielsweise Spotlight on SQL Server Entersprise von Quest Software:
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