Anbieter zum Thema
Storage und I/O: Alignment
Ein wichtiges Thema bei der Storage-Konfiguration in der virtuellen Welt ist Storage Alignment. Dies ist besonders bei I/O-intensiven Anwendungen wichtig, vor allem bei Random-I/O, weniger bei Sequential-I/O. Da das Re-Alignment recht aufwändig ist, sollte man es von Beginn an realisieren.
Storage Alignment spart ordentlich I/O! Durch korrektes Alignment wird erreicht, dass zum Lesen eines Bereichs der vmdk-Datei einer VM nur ein Chunk einer SAN LUN gelesen werden muss, also physikalisch nur ein I/O-Zugriff notwendig ist. Wenn man nicht auf das Storage Alignment achtet, müssen schnell mehrere LUN Chunks im SAN gelesen werden, wenn man einmal auf die vmdk-Datei zugreift.
Paravirtualisierte Treiber
Eine weitere Möglichkeit, I/O-Zugriffe zu optimieren, ist die Verwendung von paravirtualisierten SCSI-Treibern. Diese sind ab vSphere 4 verfügbar. Bei weniger CPU-Verbrauch erreichen sie einen höheren I/O-Durchsatz. Dabei greift das Gast-OS über eine vom Hypervisor bereitgestellte Schnittstelle auf die Hardware des ESX-Servers zu. So entfällt die Emulation der I/O-Devices für die VM’s durch den Hypervisor.
Paravirtualisierte SCSI-Treiber werden in den Optionen der VM ausgewählt. Für deren Gebrauch müssen die VMware-Tools installiert sein. Leider sind para-virtualisierte Treiber nicht für alle Betriebssysteme verfügbar; auch muss man schauen, ob die Boot-Disk darüber angeschlossen werden kann. Einen generellen Ausschluss gibt es für MSCS-geclusterte VMs. Generell sind Para-virtualisierte Storage-Treiber mehr für SAN-Storage als DAS (Direct Attached Storage) geeignet.
Das Raw Device Mappings (RDM‘s) bietet eine Alternative zur Speicherung in vmdk-Dateien. Der Performance-Vorteil gegenüber Hypervisor-verwaltetem Storage ist aber eher gering. Es ist für P2V- und V2V-Clustering interessant, wenn man Clustergruppen- und Quorum-Laufwerke auf RDM‘s ablegen möchte. Bei P2V ist dies sogar zwingend notwendig.
(ID:37866240)