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Virtualisieren der CPU
In der physischen Welt wäre eine 95 prozentige CPU-Auslastung wahrscheinlich schlecht, zur besseren Einschätzung sollten man hierbei aber die Run Queue-Length im Auge behalten, in der virtuellen Welt ist eine hohe CPU-Auslastung dagegen ein gutes Zeichen.
Ein wichtiger Performance-Indikator in der virtuellen Welt ist die CPU Ready-Time: die VM möchte laufen, bekommt aber vom Hypervisor keine physische CPU zugewiesen. Mögliche Ursachen können sein:
- Ressourcen-Engpass beim ESX-Server. Lösungen: CPU-Reservation für diese VM setzen, mittels vMotion die VM auf einen anderen ESX-Host verschieben oder DRS aktivieren
- oder das CPU-Limit ist bei dieser VM (zu niedrig) gesetzt Lösung: CPU-Limit erhöhen oder komplett ausschalten
CPU-Ressourcen werden einer VM in Form von vCPU’s zugeordnet. Dabei ist eine vCPU ein physischer CPU-Core – kein Sockel. Die vCPU‘s einer VM müssen „im Gleichschritt“ laufen, „Co-Scheduling“ oder „Gang-Scheduling“ genannt. Wird nur eine vCPU benutzt, laufen die anderen im Leerlauf mit. Zusätzliche vCPUs können also die Performance verschlechtern, wenn diese von der VM nicht benutzt werden; sowohl die Performance der betreffenden VM als auch den Gesamtdurchsatz der virtuellen Infrastruktur.
Wie auch bei physischen CPUs bedeutet eine Verdoppelung der vCPUs einer VM keine Verdoppelung der Reichenleistung. Neben dem Verlust durch erhöhten Koordinationsaufwand für die Parallelisierung der Threads auf Betriebssystemebene, gibt es diesen auch auf der Hypervisor-Ebene.
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