Software im Rechenzentrum: Lizenzkauf oder Softwaremiete? Software-as-a-Service (SaaS) und ASP – Scalaris erklärt die möglichen Vorteile
Lösungen nach dem ASP-Modell haben sich am Markt längst etabliert, Software as a Service dagegen konnte sich bislang noch nicht klar positionieren. Dennoch prophezeien Analysten dem SaaS-Modell eine erfolgreiche Zukunft. Doch wo liegen eigentlich die genauen Unterschiede zwischen SaaS und ASP? Philipp Sander, Marketing & Sales Director bei Scalaris klärt auf.
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Beim Kauf erwirbt ein Unternehmen die Lizenz und damit das Recht zur Nutzung einer Software, die anschließend mit einem Installationspaket zur Verfügung gestellt wird. Dazu muss eine EDV-Umgebung vorhanden sein, auf der eine Standardsoftware installiert werden kann. Die spezifischen Anforderungen eines Unternehmens werden konfiguriert und der Kunde übernimmt schließlich eine ganzheitliche Lösung – meist mit einem Wartungsvertrag, der das Recht auf Softwarefehlerbehebung sowie neue Releases beinhaltet. Dafür fallen zusätzliche Kosten an. Den laufenden Betrieb und die Betreuung der IT-Infrastruktur übernimmt das Unternehmen selbst. Angesichts der hohen Entwicklungsgeschwindigkeit sollten beim Softwarekauf auch die Kosten für eine regelmäßige Erneuerung der Hardware nicht unterschätzt werden.
Die „on demand“ Modelle Software as a Service (SaaS) und auch Application Service Providing (ASP) basieren hingegen auf dem Grundsatz, dass die Software bei einem externen Dienstleister betrieben wird. Der Mitarbeiter benötigt nur noch seinen PC oder ein Notebook mit Internetanbindung und kann damit über den Webbrowser auf die Anwendungen zugreifen. Unternehmen ersparen sich die hohen Anfangsinvestitionen für den Kauf der Softwarelizenzen. Auch der gesamte Aufwand im Zusammenhang mit der Installation und Betreuung der eigenen Systeme entfällt.
Ein SaaS-Anbieter wie Scalaris übernimmt dabei sowohl die Kosten als auch die Verantwortung für den laufenden Betrieb der IT-Systeme. Das befreit Unternehmen von vielen zeitaufwändigen administrativen Aufgaben, beispielsweise Monitoring der bereitgestellten Anwendungen, Accounting-, Reporting- und Billingfunktionen.
SaaS-Lösungen gewährleisten eine hohe Flexibilität und unterstützen Unternehmen ihre Kosten langfristig zu optimieren. Zusätzliche Services können sehr rasch integriert, überflüssige Funktionen abbestellt werden. Zahlreiche Umfragen bestätigen, dass rund 80 Prozent der IT-Abteilungen „überlizenziert“ sind. Es werden Lizenzgebühren entrichtet, auch wenn Teile der verfügbaren Software überhaupt nicht benötigt werden. SaaS-Kunden hingegen bezahlen nutzungsabhängige Gebühren, das heißt die Höhe der Kosten richtet sich nach der Anzahl der User, den genutzten Funktionen sowie den vereinbarten Service Level Agreements (SLAs).
Weitere Argumente für SaaS:
- Zeitdruck: Während Unternehmen für die Installation eigener Systeme meist umfangreiche Vorbereitungen treffen müssen, kann der SaaS-Anbieter alle Services rasch zur Verfügung stellen. Beim Lizenzkauf fallen außerdem hohe Anfangsinvestitionen an, die mit langwierigen Entscheidungsprozessen verbunden sind, welche die Umsetzung eines Projektes verzögern.
- Hohe Sicherheit und geringe Komplexität: Der SaaS-Anbieter ist Experte. Er verfügt über das entsprechende Know-how und die neueste Technologie – auch in Punkto Sicherheit. Zugleich bedeutet der Verzicht auf eigene Systeme, dass die Komplexität der IT-Infrastruktur nicht weiter erhöht wird. Die eigenen Ressourcen können für strategische Aufgaben und die Betreuung der geschäftskritischen Hauptapplikationen genutzt werden.
- Unternehmenspolitische Gründe: Wenn es um hohe Investitionen geht, sind meist viele Unternehmensbereiche am Entscheidungsprozess beteiligt. Die Interessen der verschiedenen Vertreter, zum Beispiel aus Fach- und IT-Abteilungen, sind oft unterschiedlich gelagert. Der externe Dienstleister als neutrale Instanz kann helfen Konflikte zu vermeiden und Entscheidungen zu beschleunigen.
- Flexible Preisgestaltung und Kostenaufteilung: Die Scalaris AG beispielsweise bietet ihren Kunden verschiedene Optionen für die Berechnung der Kosten (z.B. anhand der Anzahl der Nutzer oder des Dokumentenvolumens). Im Einklang mit strategischen und betriebswirtschaftlichen Zielen können die Kunden von Scalaris entscheiden, wie die Kosten über die Vertragslaufzeit aufgeteilt werden.
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