Suse sichert 16 Jahre Support zu SLES 16 unterstützt KI-Agenten und Post-Quantum-Schutz

Quelle: Pressemitteilung Suse 2 min Lesedauer

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Suse veröffentlicht die Version 16 des Server-Betriebssystems Suse Linux Enterprise Server (SLES). MCP ermöglicht den Zugriff (agentischer) KI auf externe Ressourcen, während wichtige Bibliotheken nun Algorithmen der Post-Quantum-Kryptografie unterstützen. Ebenfalls neu: Installer, Remote Management und Zugriffsverwaltung sowie Support für 16 Jahre.

Neu in SLES 16: integriertes MCP-Protokoll für die Kommunikation zwischen KI und Außenwelt sowie Unterstützung für Post-Quantum-Kryptografie.(Bild:  Qwen 3 (Logo: Suse). / KI-generiert)
Neu in SLES 16: integriertes MCP-Protokoll für die Kommunikation zwischen KI und Außenwelt sowie Unterstützung für Post-Quantum-Kryptografie.
(Bild: Qwen 3 (Logo: Suse). / KI-generiert)

Ein Linux AI Controller setzt das Model Context Protocol (MCP) in SLES 16 um, eine Schnittstelle für die Anbindung externer Datenquellen und Tools an KI-Modelle (Künstliche Intelligenz). Laut Suse sei dies die weltweit erste Integration von MCP auf der Ebene des Betriebssystems. In experimentellen Versionen (Tech Preview) liefert Suse die Host- und Serverkomponenten für MCP mit.

Die Entwicklung von Quantencomputern birgt für Unternehmen schon heute die Gefahr, dass Kriminelle jetzt an Unternehmensdaten gelangen, um deren Verschlüsselung mit künftigen Quanten-Verfahren zu knacken. Als Schutzmöglichkeit integriert Suse nun Unterstützung für Algorithmen der Post-Quantum-Kryptografie (PQC) in wichtige Bibliotheken von SLES wie Openssl, Libgcrypt und Mozilla NSS. Für die Zugriffskontrolle (Mandatory Access Control) wechselt Suse von der pfadbasierten AppArmor auf die granularere SELinux, welche auch von anderen Enterprise-Distributionen eingesetzt wird.

Mit dem Update erweitert der 1992 in Fürth gegründete und nun in Luxemburg ansässige Software-Entwickler die automatisierte Snapshot-Erstellung (Snapper) um eine Unterstützung für Cloud Images. Auch kann Snapper nun in externe Tools wie das Admin-Interface Cockpit integriert werden. Insgesamt sollen so schnellere und präzisere Wiederherstellungsoptionen als auf VM-Ebene möglich sein. Cockpit ist nun (statt YaST2) auch das Standardwerkzeug für die Web-basierte Fernverwaltung der Distribution.

Installer und Automatisierungssystem ausgewechselt

Ebenfalls ein Bestandteil der Distribution ist nun das Automatisierungssystem Ansible. Für dieses liefert Suse voreingestellte Rollen für wichtige Systemkomponenten wie Firewalls, ha_cluster, selinux und podman. Das unternehmenseigene System Salt soll aber auch weiterhin unterstützt werden. Zudem wechselt Suse den System-Installer aus. Das API- und webbasierte System Agama soll insbesondere automatisierte Installationen in in Public- oder Private-Cloud-Umgebungen vereinfachen.

Suse sichert für SLES 16 eine Unterstützung bis 2041 ohne „störende Upgrades“ und mit mindestens sieben jährlichen Minor Releases zu. So sollen Kunden auch nicht vom „Jahr-2038-Problem“ betroffen sein, also der inkorrekten Darstellung von Unix-Zeit nach 2038 in Linux-Systemen. Erhältlich ist SLES 16 ab dem 4. November 2025. Zeitgleich erscheinen die spezialisierten Betriebssysteme „SLES für SAP-Anwendungen 16“ und „Suse Linux Micro 6.2“ sowie das Add-on „SLE High Availability Extension 16“.

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