Scanner von Aurü im FRA 15 Sensoren schützen das Wasser vor Rückkühlerflüssigkeit aus dem Interxion-Datacenter

Von Ulrike Ostler

Das Datacenter „FRA 15“ von Interxion in Frankfurt am Main ist mit einer Rechenzentrumsfläche von 9.600 Quadratmetern ausgestattet. Viel Rechenzentrumsfläche bedeutet, die IT erzeugt viel Hitze und die gehört beseitigt. In den Rückkühlern aber stecken Glykole, die auf keinen Fall ins Grund- oder auch Abwasser gelangen dürfen.

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Das Interxion-Rechenzentrum schützt Ab- und Grundwasser vor Glycol, das in den Kälteanlagen verwendet wird, mit Technik von Aurü.
Das Interxion-Rechenzentrum schützt Ab- und Grundwasser vor Glycol, das in den Kälteanlagen verwendet wird, mit Technik von Aurü.
(Bild: Interxion)

Glykole besitzen die Wassergefährdungsklasse 1 und sind damit schädlich. Das Unternehmen Aurü GS Gesellschaft für Umweltschutz mbH ist auf die Sicherung von Kälte- und Klima-Anlagen spezialisiert. Zum Sortiment des Unternehmens aus Schüttorf gehören Glykol- und Ölauffangwannen sowie Kombinationsrückhaltesysteme. Ebenfalls dazu gehört Sensortechnik und Auswerte-Einheiten.

Für die Digital-Realty-Company Interxion hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Planungsbüro RK Plan GmbH ein System für das Bauvorhaben FRA 15 maßgeschneidert. Die große Herausforderung war, alle oberirdischen Rohrleitungen und Anlagen vollständig abzusichern.

Im Interxion-Bau FRA 15 sind dafür in mehreren unterirdischen Regenrückhaltebecken „Aurü Glykol-Scanner“ platziert worden. In diesen Rückhaltebecken wird das Niederschlagswasser der Flächen, auf denen die Kälte-Anlagen und Rohrleitungen platziert sind, zusammengeführt.

Der Scanner selbst besteht aus mehreren kombinierten Sensoreinheiten. Für die zuverlässige Überwachung sorgen die Strömungswächter sowie die Temperatur- und Wassersensorik. Auf diese Weise lässt sich das Glykol innerhalb weniger Sekunden erkennen und gleichzeitig auch dessen Konzentration messen. Das geschieht unabhängig von Leitwert- und Trübungsmessung des Wassers, um Fehlermeldungen durch Verschmutzungen zu vermeiden.

Die medienberührenden Teile bestehen aus Edelstahl DIN 1.4571. Der gewünschte Grenzwert ist prozentual in der elektronischen Steuerung einstellbar.
Die medienberührenden Teile bestehen aus Edelstahl DIN 1.4571. Der gewünschte Grenzwert ist prozentual in der elektronischen Steuerung einstellbar.
(Bild: Aurü GS Gesellschaft für Umweltschutz mbH)

Anwender können bei der Einrichtung und Analyse lässt sich die eingesetzte Glykolsorte auswählen und den gewünschten Grenzwert prozentual in der elektronischen Steuerung einstellen. Bei Überschreitung des Grenzwertes wird eine Alarmmeldung an die Gebäudeleittechnik übermittelt. Zudem lässt sich die gemessene Glykolkonzentration im Untermenü der Steuerung abrufen.

Die Wahl sei auch deshalb auf den Aurü-Scanner gefallen, weil die Funktion die Glykolsensorik gemäß DIN EN 13160-4 „Anforderungen und Prüf und Bewertungsmethoden für sensorbasierte Leckanzeigesysteme“ erfolgreich durch die TÜV Nord Systems GmbH& Co. KG geprüft ist.

In Bestandsrechenzentren lässt sich das Aurü-System auch nachrüsten, teilt der Anbieter mit, um den Gewässer- und Umweltschutz sicherzustellen.

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