Dell Technologies Poweredge, Powerscale und Powerprotect Schnellere Xeon-Server und neue Storage-Systeme von Dell

Von Klaus Länger 3 min Lesedauer

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Dell Technologies erweitert das Server-Portfolio um Poweredge-Single- und Dual-Socket-Systeme mit Intel-Xeon-6-Prozessoren der Serie 6700P. Zusätzlich gibt es Hard- und Software-Neuheiten bei den Lösungen für Storage und Datensicherung.

Die Dell Poweredge Server R470, R570, R670 und R770 nutzen die neuen Intel-Xeon-6-Prozessoren der Serie 6700 mit bis zu 86 P-Cores.(Bild:  Dell Technologies)
Die Dell Poweredge Server R470, R570, R670 und R770 nutzen die neuen Intel-Xeon-6-Prozessoren der Serie 6700 mit bis zu 86 P-Cores.
(Bild: Dell Technologies)

Mehr Leistung, Energieeffizienz und Skalierbarkeit verspricht Dell Technologies für die neuen Varianten der Poweredge-Server R470, R570, R670 und R770. Die Server waren bisher nur mit Intel-Xeon-6-Prozessoren der Serie 6700E verfügbar, also Sierra-Forest mit bis zu 144 E-Cores ohne Hyperthreading. Nun kommen die Server auch mit den jüngst angekündigten Granite-Rapids-CPUs der Serie 6500P mit maximal 38 Cores und 76 Threads oder 6700P mit bis zu 86 Cores und 172 Threads auf den Markt.

Die Poweredge-Modelle R470 und R570 mit einer beziehungsweise zwei HE nehmen dabei nur einen Prozessor auf. R670 und R770 sind 1U- und 2U-Server mit Dual-Socket-Mainboards. Die beiden Systeme mit einem Sockel FCLGA4710 verfügen über 16 DDR5-DIMM-Steckplätze und sind für die R1S-Varianten des Intel Xeon 6 ausgelegt, der als Single-Socket-Prozessor über 136 statt 88 PCIe-Gen5-Lanes verfügt, da hier die UPI-Links wegfallen. Im R570 können bis zu drei GPUs mit doppelter Breite und bis zu 400 Watt Leistungsaufnahme Platz finden, wenn entsprechend starke Netzteile eingebaut sind. Die Modelle R670 und R770 bieten 32 DIMM-Steckplätze. Der R770 bietet aber durch das größere Mainboard nur Raum für zwei 350-Watt-GPUs mit 2-Slot-Breite.

Gegenüber den Vorgängern mit Sapphire-Rapids-CPUs unterstützen die neuen Server bis zu 50 Prozent mehr Kerne pro Sockel und sollen so um bis zu 67 Prozent schneller sein, verspricht Dell. Gleichzeitig sollen sich die Energiekosten und die CO2-Emissionen in Relation zur Leistung halbieren. Zudem können durch die höhere Leistung Server konsolidiert werden, was den Platzbedarf im Rack reduziert.

Der einzelne Sockel FCLGA4710 im Dell Poweredge R470 kann von einem Intel Xeon 6 aus der Sierra-Forest-Familie mit E-Cores oder einem Granite-Rapids-Prozessor mit bis zu 86 P-Cores belegt werden.(Bild:  Dell Technologies)
Der einzelne Sockel FCLGA4710 im Dell Poweredge R470 kann von einem Intel Xeon 6 aus der Sierra-Forest-Familie mit E-Cores oder einem Granite-Rapids-Prozessor mit bis zu 86 P-Cores belegt werden.
(Bild: Dell Technologies)

Der Aufbau der Server orientiert sich an der unter Mitwirkung von Dell im Open Compute Project entwickelten DC-MHS-Architektur (Data Center – Modular Hardware System). Sie soll die Integration in bestehende Infrastrukturen erleichtern und mehr Auswahloptionen für den Einsatz von Massenspeichern und Erweiterungskarten bieten. Für das Managhement und die Fernwartung der Systeme kommt der Integrated Dell Remote Access Controller (iDRAC) in der neusten Version 10 zum Einsatz.

Die neuen Poweredge-Modelle mit Xeon-6500P oder 6700P-Prozessoren sind laut Dell ab sofort verfügbar und können ebenso wie die über Apex Flex on Demand auch als verbrauchsabhängig bezahlter Service für das eigene Datacenter gebucht werden.

Neue Storage-Systeme

Neben den neuen Server-Varianten bringt Dell im Juni auch neue Storage-Systeme der Powerscale-Serien H und A auf den Markt. Die Hybrid-Modelle H710 und H7100 sowie die rein HDD-basierten Archive-Nodes A310 und A3100 sind mit einem aktualisierten Compute-Modul ausgestattet, das mit Sapphire-Rapids-Prozessoren für eine höhere Leistung und eine niedrigere Latenz sorgen soll. Im Laufe des Jahres sollen hier auch Festplatten mit HAMR-Technologie und bis zu 32 TB Speicherplatz zum Einsatz kommen. Die All-Flash-Modelle sind ab Mai auch mit 122-TB-SSDs lieferbar. Die QLC-SSDs von Solidigm verdoppeln die Gesamtkapazität der F910- und F710 Nodes auf fast 6 PB. Das soll etwa das Training von KI-Modellen verbessern.

Das HDD-basierte Powerscale-System A310 liefert mit einem neuen Controller mit Sapphire-Rapids-CPU eine höhere Leistung bei gleichzeitig niedrigerer Latenz im vergleich zum Vorgänger A300.(Bild:  Dell Technologies)
Das HDD-basierte Powerscale-System A310 liefert mit einem neuen Controller mit Sapphire-Rapids-CPU eine höhere Leistung bei gleichzeitig niedrigerer Latenz im vergleich zum Vorgänger A300.
(Bild: Dell Technologies)

Die bisher in Deutschland noch nicht verfügbare Objectscale-Serie wird demnächst mit der ECS-Serie zusammengeführt, um mit Objectscale 4.0 eine einheitliche Plattform für das Speichern unstrukturierter Daten zu schaffen. Als neue Modelle kommen im dritten Quartal das komplett mit NVMe-SSDs bestückte und für KI-Anwendungen ausgelegte Objectscale-XF960-System und bereits im April das HDD-basierte Modell Objectscale X560 auf Basis des Poweredge R760XD2. Gemeinsam mit Wasabi hat Dell in zunächst in den USA eine Storage-as-a-Service-Lösung für die hybride Cloud auf Basis von Objectscale gestartet. Sie soll noch diesen Monat in Großbritannien verfügbar sein und soll später in anderen Ländern ausgerollt werden.

Die softwarebasierte Powerstore-Plattform für Block-, Datei-, Virtual Volumes (vVols)- und Container-Workloads in disaggregierten Umgebungen wird mit PowerstoreOS 4.1 um KI-gestützte Analysen des Leistungsspielraumsund und Prognosen des CO2-Fußabdrucks, eine verbesserte Zero-Trust-Security sowie einen umfangreicheren File-System-Support. erweitert.

Stärkere Cyber-Resilienz mit Powerprotect

Das Portfolio der Backup-Appliances wird ebenfalls erweitert. Für kleine Unternehmen und Remote-Standorte kommt noch in diesem Monat die Powerprotect-Appliance DD6410 mit einer Kapazität von bis zu 256 TB und einem Durchsatz von bis zu 66,8TB pro Stunde. Für den Vorgänger DD6400 gibt Dell maximal 172 TB und bis zu 27,7 TB pro Stunde an. So soll mit der DD6410 ein Restore in fast der halben Zeit abgeschlossen sein.

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Die Backup-Appliance Powerstore DD6410 soll beim Resore fast doppelt so schnell arbeiten wwie ihre Vorgängerin DD6400.(Bild:  Dell Technologies)
Die Backup-Appliance Powerstore DD6410 soll beim Resore fast doppelt so schnell arbeiten wwie ihre Vorgängerin DD6400.
(Bild: Dell Technologies)

Für Nutzer mit höheren Anforderungen an die Performance bringt Dell Technologies ein Data Domain All-Flash Ready Node auf den Markt, das als erstes reines SSD-Gerät der Powerprotect-Serie beim Restore noch um 61 Prozent schneller als ein DD6410 sin soll. Zudem verspricht der Hersteller einen um 36 Prozent geringeren Stromverbrauch.

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