Linux, Kubernetes und OpenStack kommen zusammen OpenInfra stößt mit OpenStack zur Linux Foundation

Quelle: Pressemitteilung Open Infrastructure Foundation 2 min Lesedauer

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OpenInfra, die Stiftung hinter dem Hauptprojekt „OpenStack“, wird Teil der Linux Foundation, behält aber zugleich ihre Eigenständigkeit bei. Gemeinsam wollen die Stiftungen den Datacenter-Markt auf eine Open Source-Zukunft einschwören.

OpenStack, Linux und Kubernetes finden bei Linux Foundation zusammen. (Bild:  KI-generiert)
OpenStack, Linux und Kubernetes finden bei Linux Foundation zusammen.
(Bild: KI-generiert)

Die Stiftungsräte der Linux Foundation, der weltweit größten Open-Source-Stiftung, und der Open Infrastructure Foundation (bis 2020 „OpenStack Foundation“) haben einstimmig der Aufnahme von „OpenInfra“ in die Linux Foundation zugestimmt. Beide Organisationen arbeiten bereits im Rahmen des „Open Infrastructure Blueprint“ zusammen, um Linux, OpenStack und Kubernetes als Bestandteile eines umfassenden Open-Source-Stacks stärker zu integrieren. Das strategische Konzept und nun auch die organisatorische Eingliederung sollen laut der Linux Foundation den führenden Open-Source-Projekten ermöglichen, „gemeinsam zu wachsen, um proprietäre Werkzeuge zu überholen“ und „die Modernisierung von Rechenzentren zu beschleunigen“.

Den Fokus auf die Zukunft der Rechenzentrumsbranche unterstreicht Jonathan Bryce seitens OpenInfra nochmals expliziter: Während der „Datacenter-Markt eine fundamentale Neuausrichtung durchläuft, getrieben durch enorme KI-Anforderungen, die Migration zu Virtualisierung und [Forderungen nach] digitaler Souveränität“, erlaube die Zusammenarbeit der Open-Source-Akteure, „diesen Billionen-Dollar-Markt zu gestalten“ und „eine Zukunft zu schaffen, in der Open Source weiter gewinnt“.

Die OpenInfra Foundation wird nach dem Zusammenschluss als eigenständiger Teil der Linux Foundation agieren und sich neben die für „Kubernetes“ zuständige Cloud Native Computing Foundation und die PyTorch Foundation gesellen. Dabei soll die OpenInfra Foundation ihre organisatorischen Strukturen – den Stiftungsrat, die Budgetstruktur und die Mitgliederschaften – aufrechterhalten.

Von Wettwebern zu Mitstreitern

Jahrelang standen die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) der Linux Foundation und OpenStack Foundation (seit 2020 OpenInfra) für zwei unterschiedliche Open-Source-Ansätze im Cloud-Ökosystem. Während OpenStack als offene Cloud-Plattform sich gut in traditionellen VM-Umgebungen schlug, setzte sich Kubernetes, das seit 2015 von der CNCF betreut wird, als dominierender Standard für Container-Orchestrierung und damit für Cloud-Native-Workloads durch.

Zugleich bot sich OpenStack längst selbst als Infrastruktur-Backend für Kubernetes-Cluster an. Daneben arbeitet OpenInfra an weiteren erfolgreichen Open-Source-Projekten, darunter die VM-basierten „Kata“-Container, die Edge-Cloud- Plattform „Starling X“ und die Technologie für automatisiertes Testing- und Deployment „Zuul“.

Interesse an OpenStack nimmt wieder zu

Aber auch OpenStack erntete 2024 erneut Aufmerksamkeit. Die Nachfrage steigt zum einen durch Unternehmen, die eigene Cloud-Lösungen als Alternative zu Hyperscaler-Diensten aufbauen wollen. Zum anderen lässt auch der Kauf von VMware durch Broadcom, begleitet von Preisanstiegen und rigideren Lizenzen, Nutzer nach Migrationsmöglichkeiten Ausschau halten.

Wie DataCenter-Insider auch auf der „Susecon 2025“, die in der vergangenen Woche in Orlando stattfand, bestätigt sehen konnte, ist das Interesse vieler VMware-Kunden an OpenStack als offener Virtualisierungsalternative insbesondere mit Cloud-Native-Technologien hoch, so dass die Aufnahme von OpenInfra in die Linux Foundation auf Resonanz trifft.

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