Erweiterte „Kapazitäten als VMware-Alternative“ stärken Wachstum OpenInfra meldet 2025 als Aufschwungsjahr für OpenStack

Von Daniel Schrader 2 min Lesedauer

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Die Stiftung hinter OpenStack meldet im Jahresbericht 2025 eine gestiegene Adoptionsrate von OpenStack, insbesondere als Migrationsziel im Kontext gestiegener VMware-Preise. Auch die Aufnahme in die Linux Foundation und eine Reihe neuer Mitglieder sollen zu einem Aufschwungsjahr beigetragen haben.

Symbolbild: OpenInfra meldet 2025 als Wachstumsjahr, insbesondere für OpenStack als Migrationsziel nach gestiegenen VMware-Preisen. (Bild:  GPT-Image / KI-generiert)
Symbolbild: OpenInfra meldet 2025 als Wachstumsjahr, insbesondere für OpenStack als Migrationsziel nach gestiegenen VMware-Preisen.
(Bild: GPT-Image / KI-generiert)

Die OpenInfra Foundation, die Stiftung hinter der Open-Source-Plattform für Infrastruktur-Virtualisierung OpenStack, legt ihren Jahresbericht für 2025 vor und hält ein signifikantes Wachstum im vergangenen Jahr fest. Entscheidend dafür sei zum einen die im März 2025 verkündete Aufnahme von OpenInfra in die Linux Foundation gewesen. Sie habe „gemeinsame Ressourcen erschlossen, die operative Effizienz gesteigert und die Sichtbarkeit der OpenInfra-Technologien erhöht“. Letzteres sei auch ganz konkret sichtbar: Die Linux Foundation erwähnt nun OpenStack im Boilerplate-Teil jeder Pressemeldung als Kernprojekt.

OpenStack wächst bei Funktionsumfang und Adoptionsraten

„Ein zentraler Katalysator für das Wiedererstarken“ von OpenStack seien zudem laut dem Jahresbericht „die anhaltenden Nachwirkungen der steigenden Lizenzpreise infolge der Übernahme von VMware durch Broadcom“ gewesen. Hier habe zum einen ein veröffentlichter Migrationsleitfaden Unternehmensnutzern den Umstieg auf OpenStack erleichtert. Aber auch OpenStack selbst habe 2025 nachgelegt und mit den zwei großen Updates „Epoxy“ und „Flamingo“ seine „Kapazitäten als VMware-Alternative“ erweitert.

So brachte Epoxy Funktionen für die Koexistenz von OpenStack- und VMware-Umgebungen, eine erweiterte Treiberunterstützung für die direkte Zuweisung von PCIe-Geräten (PCI Passthrough), Netzwerk-Optionen zur Verbesserung von Verfügbarkeit und Mandantenfähigkeit sowie einen neuen Host-Monitor für Kubernetes-Deployments. Flamingo implementierte granulare Einstellungen für die Migration von VMs zwischen Hosts im Live-Betrieb und mit Neustarts, neue Nutzerrollen mit feinerer Rechtevergabe und mehrere Sicherheitsfunktionen wie die Unterstützung für die Verschlüsselung von Gast-Speicher und CPU-Zustand (AMD Secure Encrypted Virtualization).

Die jährliche Erhebung „OpenStack User Survey 2025“ belege laut OpenInfra dieses Wachstum. Eine detaillierte Auswertung steht noch aus, erste Ergebnisse aber zeigen laut OpenInfra, dass über 55 Millionen virtuelle OpenStack-CPU-Kerne weltweit im Produktionseinsatz sind. Dabei sollen „Mega-User“ wie Walmart, Workday und CERN je über eine Million Kerne betreiben; das Hauptwachstum aber sei primär durch die Adoption von OpenStack in kleinen und mittleren Unternehmen getrieben. Die Marktforscher Mordor Intelligence schätzen derweil den Gesamtmarkt für OpenStack-Dienstleistungen in 2025 auf 30 Milliarden US-Dollar und prognostizieren bis 2030 ein vierfaches Wachstum auf 120,7 Milliarden.

OpenInfra verweist zudem auf erweiterte Funktionen und neue Partnerschaften bei weiteren Projekten der Stiftung wie Kata Containers, StarlingX und Zuul, welche 2025 ihre gestiegene Relevanz demonstriert hätten.

Stiftung mit neuen Mitgliedern finanziell gestärkt

OpenInfra selbst kann sich als Stiftung auf eine 2025 deutlich gestärkte finanzielle Basis berufen. Neue Mitglieder hätten 300.000 US-Dollar an jährlichen Mitgliedsbeiträgen eingebracht. So sind mit dem Edge-Cloud-Anbieter Cachengo und dem vietnamesischen Telekommunikationskonzern Viettel zwei Platin-Mitglieder zur Stiftung gestoßen. Sie begrüßte daneben 2025 auch neun Silber-Mitglieder, darunter auch den deutschen IT-Dienstleister mit Open-Source-Fokus Netways.

die Einnahmen- und Ausgabenstruktur von OpenInfra im Jahr 2025.(Bild:  OpenInfra)
die Einnahmen- und Ausgabenstruktur von OpenInfra im Jahr 2025.
(Bild: OpenInfra)

Auch zusätzliche Einnahmequellen wie der OpenInfra Summit Europe 2025 hätten zu Jahreseinkünften von 4,7 Millionen US-Dollar beigetragen, während gespendete Hosting- und Infrastrukturressourcen, etwa von Vexxhost und AWS, geringere Ausgaben für 2025 und 2026 ermöglichen. Aus dem erweiterten Budget hat die Stiftung im Jahresverlauf so etwa 28 Prozent in strategische Initiativen und 20 Prozent in den Ausbau einer Community-Infrastruktur investieren können.

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