Schon gewusst? Es gibt auch Open Source Software wie „OpenDCIM“, die hilft, den Überblick zu den Servern, Netzwerken, Komponenten sowie Kühlung und Stromversorgung zu behalten.
Ob ein Open-Source-Werkzeug wie „OpenDCIM“ den Anforderungen des eigenen Rechenzentrums gerecht werden kann, sollten potenzielle Anwender vorab genau prüfen.
(Bild: Gorodenkoff - stock.adobe.com)
OpenDCIM ist eine leistungsstarke und kosteneffektive Anwendung für das Datacenter-Inventar-Management auf Basis von Open Source. Einfach ausgedrückt ermöglicht die Software die Verwaltung der verschiedenen Datacenter-Komponenten, einschließlich Server, Netzwerke, Kühlung und Stromversorgung. Der Quellcode und die Releases der Software stehen auf GitHub zur Verfügung.
Dazu kommen eine einheitliche Übersicht und Kontrolle über die Ausstattung. Die Übersicht lässt sich zudem auf einzelne Switch-Ports und den damit verbundenen Geräten herunterbrechen.
Die Informationen kann OpenDCIM darüber hinaus auf vielfältigen Wegen exportieren. Um sich einen Überblick zu den Möglichkeiten zu verschaffen zu können, steht über die OpenDCIM-Seite eine Demoumgebung zur Verfügung. Die Anmeldung erfolgt mit dem Benutzernamen „dcim“ und dem Kennwort „dcim“.
Die Lizenzierung
OpenDCIM wird als Open-Source-Software lizenziert und steht unter der GPLv3-Lizenz. Das bedeutet, dass Benutzer die Software kostenlos nutzen, anpassen und weiterverteilen können, solange sie die Bedingungen der GPLv3-Lizenz einhalten.
Es ist jedoch auch möglich, kommerziellen Support zu erwerben, um eine bessere und schnellere Fehlerbehebung sowie Zugang zu erweiterten Funktionen und Ressourcen zu erhalten. Es empfiehlt sich, vor der Einführung von OpenDCIM die verfügbaren Support-Optionen zu überprüfen und gegebenenfalls kommerziellen Support zu wählen, um eine erfolgreiche Integration und Nutzung der Software zu gewährleisten.
OpenDCIM vermeidet Überbestände und Doppelungen
Viele Unternehmen nutzen OpenDCIM, um ihre Datacenter-Betriebskosten zu reduzieren und ihre IT-Infrastruktur zu optimieren. Mithilfe des Werkzeugs lassen sich viele Verwaltungsprozesse automatisieren, was zu einer höheren Effizienz und geringeren Fehleranfälligkeit führt, und zwar quer durch alle Komponenten, nicht nur für Server. Durch die Überwachung von Beständen und Kapazitäten kann das Risiko von Überbeständen und Dopplungen vermieden werden, was zu Kosteneinsparungen führt.
OpenDCIM ist einfach in andere Tools integrierbar. Die Software lässt sich mit Systemen wie Netzwerk-Management- oder Überwachungslösungen kombinieren, was zu einer besseren Überwachung und Steuerung führt. Regelmäßige Updates und eine große Benutzerbasis sorgen für zuverlässige Funktionalität und Stabilität der Software.
Soll OpenDCIM im Unternehmen eingeführt werden, bleibt es dennoch nicht erspart, die Anforderungen an gründlich zu prüfen. Die Planung und Kenntnis der Anforderungen an das Datacenter ist ein wichtiger erster Schritt, um sicherzustellen, dass die Lösung die Bedürfnisse des Unternehmens erfüllen kann.
Erstellen von Berichten aus der Weboberfläche oder CLI heraus
OpenDCIM bietet eine web-Basierte Benutzeroberfläche, die es ermöglicht, Daten über das Datacenter-Management abzurufen und anzuzeigen. Die Sprache der Weboberfläche kann auf den jeweiligen Benutzer umgestellt werden.
„OpenDCIM“ bietet über eine Web-basierte Oberfläche einen Überblick zu den Komponenten im Datacenter.
(Bild: OpenDCIM/Thomas Joos)
Innerhalb der Benutzeroberfläche können verschiedene Berichte erstellt werden, die detaillierte Informationen über die Rechenzentrumsinfrastruktur bereitstellen. Hier sind einige Beispiele für Berichte, die in der OpenDCIM-Oberfläche erstellt werden können:
Übersicht über die Belegung von Rack-Einheiten: Hierbei wird die aktuelle Belegung der Rack-Einheiten in einer tabellarischen Form angezeigt, die das gesamte Rechenzentrum oder einzelne Racks umfasst.
Überwachung des Stromverbrauchs: OpenDCIM bietet eine Übersicht über den Stromverbrauch im Datacenter, einschließlich Informationen zu den jeweiligen Kosten für Strom, die für jedes Gerät berechnet werden.
Übersicht über die Verfügbarkeit von Netzwerkkomponenten: Eine Netzwerk-Übersicht zeigt die Verfügbarkeit der Netzwerkgeräte im Datacenter, einschließlich Informationen über die aktuelle Auslastung und Fehleranfälligkeit.
Übersicht über die Kapazitätsressourcen: Dieser Bericht bietet eine Übersicht über die aktuellen Kapazitäten im Datacenter, einschließlich der verfügbaren Strom- und Kühlressourcen sowie der aktuellen Netzwerkkapazität.
Mit diesen Berichten kann die Datacenter-Infrastruktur effektiv überwacht und verwaltet werden, um sicherzustellen, dass das Rechenzentrum optimal genutzt wird und es keine Ausfälle oder Probleme gibt.
In der Web-Oberfläche von „OpenDCIM“ lassen sich umfassende Berichte erstellen.
(Bild: OpenDCIM/Thomas Joos)
OpenDCIM bietet darüber hinaus auch Befehle für die Nutzung im Terminal an. Mit der CLI können Admins OpenDCIM-Funktionalitäten aus der Kommandozeile heraus ausführen, zum Beispiel das Abrufen von Geräteinformationen und das Erstellen von Reports. Die CLI ermöglicht es, OpenDCIM-Funktionalitäten in Skripten oder anderen automatisierten Prozessen zu integrieren, um Rechenzentren zu automatisieren. Einige Beispiel-Befehle für die CLI in OpenDCIM sind:
Abfrage von Geräteinformationen:
dcim device show [device-id]
Erstellung eines Berichts:
dcim report generate [report-type] [options]
Verwalten von Geräte-Tags:
dcim device tag add [device-id] [tag-name]dcim device tag remove [device-id] [tag-name]
Überwachen von Alarmen:
dcim alarm list [options]dcim alarm acknowledge [alarm-id]
OpenDCIM nutzen
OpenDCIM hilft dabei, das Datacenter-Inventar automatisch zu verwalten. Das bedeutet, dass OpenDCIM jede Änderung, die im Datacenter vorgenommen wird, automatisch im System erfasst. Dadurch ist jederzeit eine aktuelle Übersicht über das Datacenter-Inventar möglich.
Stand: 08.12.2025
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Dazu kommt die Möglichkeit, Kapazitäten und Auslastungen im Datacenter zu überwachen. Dadurch lassen sich potenzielle Engpässe erkennen und schlussendlich auch vermeiden. Das wiederum sorgt für die Vermeidung von Ausfällen. Organisationen, die Lösungen wie OpenDCIM nicht nutzen, müssen die Komponenten manuell überwachen, wenn sie ähnliche Ergebnisse erhalten wollen. Das ist allerdings zeitaufwendig und anfällig für Fehler.
Eine weitere Stärke von OpenDCIM ist die Möglichkeit, Energie- und Kostenaufwände im Datacenter zu optimieren. Durch die Überwachung von Stromverbrauch und Temperatur kann das System beispielsweise Alarme auslösen, wenn die Temperaturen steigen, was eine Überhitzung vermeiden kann. Schließlich bietet OpenDCIM eine flexible und anpassbare Lösung für das Datacenter-Inventar-Management. Benutzer können die Software an ihre Anforderungen anpassen, zum Beispiel indem sie benutzerdefinierte Felder hinzufügen oder den Berichtsbereich anpassen.
„OpenDCIM“ erfasst komplette Karten von Netzwerken, bis hin zu einzelnen Switch-Ports.
(Bild: OpenDCIM/Thomas Joos)
Dazu kommen verschiedene Berichte, die sich direkt aus der Weboberfläche abrufen lassen. Diese stehen entweder grafisch aufbereitet als PHP-Datei über den integrierten Webserver zur Verfügung, oder können auch als Exceltabelle heruntergeladen werden. Auf Anforderung kann OpenDCIM Karten des kompletten Netzwerks, inklusive aller Komponenten erstellen. Die Karten können auf Basis verschiedener Formate heruntergeladen werden.
Voraussetzungen und Installation
OpenDCIM kann auf Linux oder BSD installiert werden. Es ist empfehlenswert, eine aktuelle Version von Linux wie CentOS, Debian oder Ubuntu zu verwenden. Die Voraussetzungen für die Installation von OpenDCIM sind generell folgende:
ein Web-Server wie „Apache“ oder „Nginx“
eine Datenbank wie „MySQL“ oder „MariaDB“
PHP 5.6 oder höher
eine aktuelle Version von PHP-MySQL-Modul
ein aktuelles PHP-GD-Modul
ein aktuelles PHP-XML-Modul
Es ist wichtig, dass alle erforderlichen Komponenten auf dem System installiert und konfiguriert sind, bevor OpenDCIM installiert wird. Die Entwickler beschreiben Installation und Einrichtung von OpenDCIM auf GitHub.
* Der Autor Thomas Joos schreibt Fachartikel und -bücher und arbeitet als IT-Berater. Auf DataCenter-Insider füllt er seinen eigenen Blog mit Tipps und Tricks für Admins: „Toms Admin-Blog“.