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Wo sehen Sie die Zukunft der Rechenzentren – auch hinsichtlich Big Data?
Thomas Arenz: Ich denke, die Rechenzentren spielen eine ganz zentrale Rolle. Die einzige Frage, die sich aus Kundensicht eigentlich noch stellt, ist: Brauche ich selbst ein Rechenzentrum oder kann ich alles auslagern, wenn bestimmte Rahmenbedingungen – ich denke dabei an Datenschutz und Datensicherheit – gegeben sind.

Und da reicht das Spektrum von einem Herrn Gorizz von Daimler Benz, der da ganz klar sagt. „Interessiert mich alles nicht, brauche ich nicht mehr, ich habe noch ein paar Klötze am Bein, aber die schaffe ich auch noch ab“ bis hin zum anderen Extrem, wo jemand sagt: „Tut mir leid, ich habe so sensible Daten, die gebe ich nicht in dritte Hände und das bleibt bei mir im Hochsicherheits-Rechenzentrum, das ich mir selbst hinstelle.“ Dazwischen liegt die Wahrheit.
Umfragen und Branchentrends besagen, dass eigene Rechenzentren abgeschafft werden und Outsourcing rapide zunimmt
Thomas Arenz: Ja – ich könnte mir durchaus vorstellen, dass das eine Berechtigung hat – das hat man in anderen Branchen ja auch schon gesehen. Letztlich geht es immer um Ressourcen-Bereitstellung und das möglichst effizient.
Und wenn man Ressourcen bündelt, dann führt das normalerweise über den Skaleneffekt dazu, dass man das von der Anschaffung bis hin zum Betrieb mit einem Großkomplex billiger hinbekommt als wenn man es auf zehn kleine verteilt. Und das ist eigentlich auch die Logik, die hier dahintersteckt.
Auf der anderen Seite will man sich natürlich solche Dinge in der Bilanz auch nicht ans Bein binden, von denen man nicht weiß, wie lange man sie „fahren“ muss, Legacy kann ja eine Wette auf die nächsten 20 Jahre sein, wenn es ganz schlimm läuft und die Zyklen, in denen man rechnet und denkt, werden normalerweise immer kürzer – gerade bei Investitionen: 36 Monate, 48 Monate und so weiter.
Wenn man das alles nach außen gibt und ein bestimmtes Service Level Agreement vereinbart, muss man sich keine Gedanken darüber machen, dass man das Neueste und Beste hat. Das alles sind Faktoren, die hier mit reinspielen.
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