Exchange SE RTM verfügbar Nachfolger von Exchange 2016/2019 steht bereit

Von Thomas Joos 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Microsoft stellt „Exchange SE“ zur Verfügung und ermöglicht daher jetzt die Migration von „Exchange 2016/2019“ zur neuen On-Premises-Version des E-Mail- und Collaboration-Server.

„Exchange SE RTM„  ist nun verfügbar. (Bild:  Thomas Joos)
„Exchange SE RTM„ ist nun verfügbar.
(Bild: Thomas Joos)

Exchange Server Subscription Edition (SE) ersetzt mit sofortiger Wirkung die bisherigen Major Releases. Die technische Basis bleibt vorerst identisch mit „Exchange Server 2019 CU15“, doch das Lifecycle-Paradigma ändert sich grundlegend. (Die Abkürzung CU steht für ein Cumulative Update, das alle vorherigen Updates (inklusive Sicherheits- und Hotfixes) enthält, Funktionsverbesserungen, Bugfixes und gelegentlich neue Features).

Statt eines festen End-of-Support-Termins greift nun das „Modern Lifecycle Policy-Modell“, das laufende Wartung und Support ausschließlich bei aktualisierten Installationen garantiert. Damit wird Exchange SE zum ersten Produkt in dieser Kategorie, das vollständig in das „Evergreen“-Modell überführt wird, wie es aus „Microsoft 365“ bekannt ist – ohne disruptive Sprünge, ohne neue Codebasis, ohne Umstieg auf ein separates Release.

Migration zu Exchange SE beginnen

Für Organisationen mit Exchange 2019 „CU14“ oder CU15 genügt ein In-Place-Upgrade. Der Wechsel auf SE verändert weder Funktionalität noch Architektur: keine neuen Features, keine entfernten Komponenten, keine geänderten Installationsvoraussetzungen, keine „Active Directory“ - Schemaerweiterung bei CU15, keine Lizenzschlüsselanpassung.

Lediglich Build-Nummer, Produktname und Lizenztext in der GUI werden angepasst. Damit fällt der Unterschied zum letzten regulären CU technisch betrachtet marginal aus. Neue Funktionen kommen erst mit dem „CU1“ für Exchange SE.

Ab Oktober 2025 alternativlos

Der offizielle RTM-Status von Exchange SE bleibt nur temporär synonym mit Exchange 2019 CU15. Mit dem bevorstehenden Support-Ende für Exchange 2016 und 2019 im Oktober 2025 erhält SE eine exklusive Stellung. Ab diesem Zeitpunkt akzeptiert die Plattform keine Altversionen mehr in koexistierenden Betriebsmodellen.

Spätestens mit „CU2“ wird Exchange SE den Mischbetrieb mit älteren Releases unterbinden, analog zur bereits geltenden Blockade gegenüber Exchange 2013 unter Exchange 2019 CU15. Damit erzwingt Microsoft eine Vereinheitlichung der Servergenerationen innerhalb von Organisationen, was mittelfristig Voraussetzung für weitergehende architektonische Anpassungen sein dürfte.

Angekündigt ist bereits eine Modernisierung der Installationsvoraussetzungen, zudem sollen künftige CUs Exchange-SE-spezifische Lizenzschlüssel erfordern. Die Release-Frequenz bleibt mit zwei CUs pro Jahr konstant, zusätzliche Security- oder Hotfix-Updates erfolgen bedarfsorientiert. Funktionale Erweiterungen, derzeit noch nicht enthalten, dürften ab 2026 erstmals auftauchen.

Parallel vollzieht sich auch bei Skype for Business Server die gleiche Transformation zur Subscription Edition, was auf eine übergreifende Strategie im On-Premises-Segment schließen lässt. Exchange SE markiert damit nicht nur das Ende numerischer Releases, sondern den Übergang zu einem langlebigen, modular wartbaren Fundament für hybride Messaging-Infrastrukturen.

(ID:50473633)

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung