IBM hat mit der Version 4 eine neue Generation seines auf Linux und Kubernetes basierenden Großrechners „Linuxone“ vorgestellt. Das erste Modell dieser Baureihe trägt den stolzen Namen „Emperor“, was vermutlich auf Kaiserpinguine verweist. Im Vordergrund stehen Energie-Effizienz, Leistung und Datensicherheit.
Die „Linuxone“-Boliden erreichen eine beachtliche Bauhöhe.
(Bild: IBM)
Linuxone Emperor 4 bietet Funktionen, die den Energieverbrauch der Kunden reduzieren können: So kann beispielsweise die Konsolidierung von Linux-Workloads auf fünf IBM Linuxone Emperor 4 anstelle des Betriebs auf vergleichbaren x86-Servern unter ähnlichen Bedingungen dazu beitragen, den Energieverbrauch um 75 Prozent, den Platzbedarf im Rechenzentrum um 50 Prozent und den CO2e-Fußabdruck um mehr als 850 Tonnen jährlich zu reduzieren.
„Linuxone Emperor 4“ ist die jüngste IBM-Großrechner-Baureihe.
(Bild: IBM)
IBM gibt als Messbasis folgende Konfiguration an: Das Leistungsergebnis wurde aus IBM internen Tests extrapoliert, die in einem IBM Linuxone Emperor 4LPAR mit 24 dedizierten Kernen, 1536 Gigabyte Hauptspeicher und „FS9200“-Speicher-„Nginx“-Pods auf „Red Hat Openshift“ Container Platform (RHOCP) 4.10 auf einem RHEL 8.5-KVM-Host ausgeführt wurden. 64 RHOCP-Compute-Nodes mit 230 NGINX-Pods wurden parallel ausgeführt.
Die KVM-Gastmaschinen mit RHOCP-Compute-Nodes wurden mit je 2 vCPUs und 16 GB Speicher konfiguriert. Die KVM-Gastmaschinen mit RHOCP-Management-Nodes wurden mit je 16 vCPUs und 128 GB Speicher konfiguriert. Den Energieverbrauch hat IBM mithilfe des Regierungskalkulators des Umweltschutzministeriums EPA berechnet. Die Beurteilung der Energie-Effizienz basiert auf dem Global Data Center Survey des Uptime Institute von 2021.
Die Energie-Effizienz
Das Thema Energie-Effizienz ist in „Emperor“ deshalb so stark vertreten, weil IBMs Kunden das Thema forcieren wollen beziehungsweise müssen. „Laut einer IBM IBV-Studie geben 48 Prozent aller befragten CEOs an, dass die Nachhaltigkeit eine der höchsten Prioritäten für ihr Unternehmen in den nächsten zwei bis drei Jahren ist“, sagt Marcel Mitran, IBM Fellow, CTO von Cloud Platform, IBM Linuxone.
„51 Prozent nennen das Thema gleichzeitig aufgrund von fehlenden Daten, unklarem Return on Investment und technischen Hindernissen eine der größten Herausforderungen. Für diese CEOs kann die Skalierung ihres Unternehmens mit einer modernen Infrastruktur oft eines der Hindernisse für das Erreichen von Nachhaltigkeitszielen sein.“ Mit den heute zur Verfügung stehenden Metriken für Energieverbrauch könnten unter anderem Vergleichsszenarien abgedeckt werden, um die Energie-Einsparung bei der Konsolidierung von Intel x86 auf Linuxone darzustellen.
Der Linux-Mainframe bietet sich als ein Migrationsziel an: „In diesem Zusammenhang soll die Migration zu IBM Linuxone Kunden dabei unterstützen, ihre Skalierungs- und Sicherheitsziele zu sowie die Nachhaltigkeitsziele für das digitale Unternehmen von heute zu erreichen.“ In der Produktankündigung wird ausdrücklich die Citibank als Beispiel genannt.
IBM Instana Observability
Damit die Kunden selbst messen können, wie viel Energie- und CO2-Einsparung die Nutzung von Linuxone 4 bringt, können sie den Energieverbrauch mit „IBM Instana Observability on Linuxone“ verfolgen: die Auslastung des Prozessors, Stromverbrauch, des Linux-Betriebssystems, der zwei Datenbanken „DB2“ und „MongoDB“ sowie von Application Servern, das Tracing für ausgewählte Programmiersprachen, das Tracing auf Openshift.
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Auch der neue „IBM Linuxone TCO Calculator“ könnte helfen, die Betriebskosten im Blick zu behalten. Durch die Beantwortung einiger weniger Fragen wie Hardware, Workload-Typ und Software biete der „IBM Linuxone Cost Estimator“ eine unverbindliche Gesamtbetriebskostenrechnung, die auf branchenerprobten Annahmen beruhe.
Skalierbarkeit
Sollte ein Nutzer feststellen, dass der Energieverbrauch suboptimal ist, versucht er zunächst die stromverbrauchenden Komponenten anzupassen. Das ist eine Frage der Skalierbarkeit. Die war schon beim Vorgängermodell beträchtlich, ist aber offenbar nochmals gesteigert worden.
Linuxone 4 Emperor lässt sich von „sehr klein“ (1 Prozessor) bis „sehr groß“ (200, also zehn mehr als im Vorgänger) konfigurieren, wobei die Leistung pro CPU um 9 Prozent erhöht wurde - ebenso wie der Speicher, der zwischen 10 Terabyte und 40 TB pro System erreichen kann – oder auch weniger.
Die Speicherbandbreite ist ebenso 50 Prozent höher als beim Vorgänger wie der neu entworfene Cache-Speicher. „Je nach Bestellung hat man dann auch einen bis vier dieser 19-Zoll-Racks“, heißt es aus dem deutschen IBM-Vertrieb. Insgesamt bietet die vierte Generation in der Maximalausstattung „Emperor“ 17 bis 40 Prozent mehr Systemleistung als ihr Vorgänger.
Stand: 08.12.2025
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Diese Skalierbarkeit ist auch für CIOs wichtig, um die Zukunftsfähigkeit dieser Anschaffung sicherzustellen. „Für CIOs vollzieht sich der Wandel in einem noch nie dagewesenen Tempo und verlangt von den Unternehmen, in eine stabile, hochwertige und Energie-effiziente Infrastruktur zu investieren“, sagt Bjorn Stengal, IDC Global Sustainability Research and Practice Lead.
Datensicherheit
Das neue Linuxone-System verfügt auch über quantensichere Sicherheitsalgorithmen und umfassende Verschlüsselung zum Schutz ruhender und momentan ausgeführter Daten, eine Priorität insbesondere für Kunden in regulierten Branchen wie Finanzdienstleistungen. Die Verschlüsselung schützt Daten während der Nutzung, während es gleichzeitig eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Daten im Ruhezustand und Inflight-Daten bietet.
Der neue Adapter „Crypto Express8S“ (CEX8S) entspricht dem Regierungsstandard FIPS 140-3 auf Level 4, das für kryptographische Module gilt. Der CEX8S-Adapter wurde entwickelt, um Nutzer in die Lage zu versetzen, Crystalis-Dilithium-Signaturoperationen auszuführen. Crystalis-Dilithium-Algorithmen wurden als Teil eines post-quantum kryptographischen Standardisierungsprozesses vom Standardisierungsinstitut NIST ausgewählt.
„Auf IBM Linuxone Emperor 4 mit dem Crypto Express 8S Adapter können Crystalis-Dilithium-Signiervorgänge mit einem bis zu 52-fach höheren Durchsatz als auf IBM Linuxone III LT1 mit Crypto Express 7S Adapter ausgeführt werden“, verlautet aus dem IBM-Vertrieb.
Hybrides Computing
Von Anfang war Linuxone als Plattform für Hybrid Cloud Computing angelegt. Mit Red Hat Openshift ist dies erheblich erleichtert worden, und mit der Kubernetes-Unterstützung lassen sich Cloud-native Architekturen einrichten.
IBM Linuxone Emperor 4 unterstützt eine Vielzahl von Linux- und Red Hat Openshift-zertifizierten Workloads, einschließlich Data-Serving, Core-Banking und digitalen Assets. Das System wird von IBM Ecosystem-Partnern unterstützt - darunter Illmuio, Metaco, MongoDB, Nginx, Fiorano, Fujitsu Limited, Sysdig, Inc. und Temenos. Die Core-Banking-Software „Temenos Transact“ ist bereits vorinstalliert.
IBM Linuxone Emperor 4 ist seit dem 14. September 2022 weltweit allgemein verfügbar. Einstiegs- und Midrange-Systeme folgen im 1. Halbjahr 2023.