Zum neunten „Leanix Connect Summit“ trafen sich Kunden und Partner des Unternehmens in Frankfurt und virtuell. CEO André Christ hatte zahlreiche Neuigkeiten im Gepäck. Sie öffnen weitere Integrationsmöglichkeiten für die EA-Plattform.
Auf dem neunten „Leanix Connect Summit“ in Frankfurt am Main, hat es in der verhangenen Woche, direkt an die „Data Centre World“ angerenzend, zahlreiche Neuerungen zu erfahren gegeben.
(Bild: Leanix)
Mit zahlreichen Neuerungen im Gepäck trat CEO und Mitgründer André Christ vor die Gäste des neunten Leanix Summit. Er fand gleichzeitig mit anwesenden Gästen in Frankfurt und virtuell statt – die physische Versammlung war die erste nach zwei Jahren Corona-Pause.
Leanix konnte inzwischen mit dem Nahrungsmittelkonzern Mars seinen tausendsten Kunden begrüßen. Mit Geschäftszahlen hielt sich Christ nicht lange auf, sondern kam gleich zur Sache, nämlich den Verbesserungen und Ankündigungen bezüglich der Leanix-Plattform.
Sie sollen den Kunden helfen, besser mit der Komplexität und den Kosten der IT sowie weiteren Problemen fertig zu werden. So schlügen sich 56 Prozent der Kunden mit der Ablösung veralteter Technologien herum, 42 Prozent nutzten redundante Apps, 23 Prozent verzeichneten ungeplante Cloud-Ausgaben, 19 Prozent zahlten zu viel für SaaS-Lizenzen und 16 Prozent hätten nicht genutzte IT-Einrichtungen oder -Hardware.
EA als geschäftskritisches Tool
Tools wie das von Leanix seien wichtig, um allgegenwärtige Aufgaben wie die IT-Transformation zur Cloud und neuen, agilen Technologien hin, die Applikationsmodernisierung, die Handhabung technologischer Risiken zu bewältigen. Auch beim Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen sieht Leanix seine Plattform als wesentliche Stütze.
„Enterprise Architecture ist inzwischen geschäftskritisch“, betonte Christ. Dabei unterzögen sich nur 15 Prozent der Unternehmen regulären Architektur-Updates.
Neugestaltung des Inventory
Um bei der Komplexitätsreduktion zu unterstützen, wird beispielsweise das Umfrage-Modul von Leanix übersichtlicher gestaltet. Zudem hat es jetzt verbesserte Filter. So lassen sich nun beispielsweise alle Applikationen anzeigen, die eine vorgesehene Schnittstelle nutzen. Die verbesserten Filter arbeiten im 'Inventory'.
"Enterprise Architecture (EA) Management mittlerweile geschäftskritisch", so André Christ, CEO von Leanix.
(Bild: Leanix/Rüdiger)
2024 soll das Inventory grundlegend renoviert werden. Die Ansicht wird dann übersichtlicher aufgebaut und enthält beispielsweise eine persönliche Spalte ganz links, auf denen der jeweilige Nutzer unter anderem seine/ihre Abos und Updates findet. Die Filterfunktionen werden in ein neues Pop-up-Interface ausgelagert. „Filterung soll so einfach sein wie ein Produkt in einem Webshop zu suchen“, sagt Christ.
Individuelle Hierarchien
Der 'Hierarchie-Editor' wird zukünftig auch im Inventory zu sehen sein. Leanix ermöglicht nun auch den Aufbau kundenindividueller Hierarchien, die konsistent im Gesamtsystem gelten.
Die Erstellung von Diagrammen wird erleichtert. Noch im zweiten Quartal kommt ein verbesserter Editor. Auch die Rechtevergabe erfolgt einfacher als früher. So lassen sich Rollen direkt vom 'Fact Sheet' aus vergeben.
AI-Integration
Bereits in diesem Monat können Kunden die Beta-Version des „Leanix AI Assistant“ testen. Die generative KI des Moduls ermöglicht intelligente Recherchen in den EA-Daten. Vor allem die Dokumentation soll dadurch vereinfacht werden. Das Sprachmodell greift auf bei „MS Azure“ gehostete GPT-Modelle zurück.
Migros gehört zu den ersten Kunden, die die neuen AI-Funktionen in „Leanix“ nutzen.
(Bild: Leanix)
Mit dem AI Assistant geliefert werden diverse vordefinierte Abfragen auf das EA-Inventar. Gleichzeitig können Kunden auch eigene Anfragen generieren.
Mehr Überblick über SaaS-Verträge
Testkunden von Leanix können schon mit der erneuerten 'SaaS-Discovery' und 'Contract Management' arbeiten. Es soll verhindern, dass im Unternehmen ein unübersichtliches SaaS-Vertragschaos entsteht, was am Ende mehr kostet als nötig.
Dazu gehört auch eine Übersicht über die Ablauf- und Erneuerungsdaten aller bestehenden Verträge. „Das ist sehr wichtig, denn der SaaS-Markt soll bis 2025 um 63 Prozent wachsen“, betonte Christ.
Zur Transformationsunterstützung sollen noch im zweiten Quartal dieses Jahres verbesserte Roadmaps in Leanix intgeriert werden. Man kann dann mehr Kontextinformationen, etwa zur Kritikalität hinzufügen. Außerdem lassen sich die Projektreihenfolge und die Drilldown-Funktion Sicht nun gemeinsam nutzen, bisher ging das nicht.
Verbessertes Business Transformation Management
Bereits live ist das Modul Business Transformation Management (BTM), das alle Transformationsprozesse in einer Sicht bündelt und beliebiges Slicing und Dicing ermöglcht. Es wurde beispielsweise bei ZF Friedrichshafen dafür verwendet, 18 ERP-Programme, die in verschiedenen Teilen des Unternehmens genutzt wurden, zu konsolidieren.
Stand: 08.12.2025
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Im dritten Quartal des Jahres sollen in die BTM-Sicht auch Informationen zum Projektfortschritt und zur Verknüpfung der einzelnen Projekte mit übergeordneten Unternehmenszielen zu finden sein. Dabei wird es Unternehmen, die Agile-Technologien nutzen freuen, dass Leanix sich hin zu Agile-Programmier-Tools öffnet.
Den Anfang macht hier das weit verbreitete „Gira“. Informationen aus Gira, etwa zum Stand eines Softwareprojekts, lassen sich direkt in Leanix überführen und dort in die Zielerreichungsmatrix einbauen.
Mehr Sicherheit durch Software Bill of Materials
Open-Source-Software birgt immer wieder unerwartete Risiken. Ein Beispiel waren die Sicherheitslücken im Java-Framework „Log4j“. Ohne entsprechende Tools ist es kaum möglich, schnell festzustellen, welche Software-Module durch eine solche Sicherheitslücke betroffen sein können.
Diesem Zweck dienen so genannte SBOMs (Software Bill of Materials), die inzwischen für sichere Software von den US-Behörden bereits gefordert werden. Leanix hat deshalb für sein „VSM“ (Value Stream Module) mit dem Standard „Cyclon DX“ einen entsprechenden Aufsatz kreiert.
Die Daten daraus lassen sich wiederum in die Sicht auf die Application-Landscape- oder Enterprise-Architecture-Sicht integrieren. Dadurch sind entsprechende Risiken sehr schnell sichtbar.
Vertiefte Datenanalyse durch Partnerschaft mit Collibra
Um Daten besser analysieren zu können, gab Christ auf der Veranstaltung eine Kooperationsvereinbarung mit Collibra bekannt. Die Lösungen beider Anbieter werden integriert. Der Datenmanagement-Spezialist Collibra betreibt eine Data Integration Cloud. „Durch unsere Zusammenarbeit lassen sich jetzt Daten- und Architektur-Sicht verbinden“, sagt Christ.
Grafiken wie diese sind in Zukunft einfacher erstellbar.
(Bild: Leanix)
Einer der ersten Kunden, der diese neue Möglichkeit nutzt, ist der Schweizer Lebensmitteleinzelhändler Migros. Martin Baschnagel, CTO und Group Chief Enterprise Architect dort: „Durch die Datenkatalog-Integration optimieren wir Beschaffung und Lieferkette und senken letztlich unseren Kohlendioxid-Fußabdruck.“
ESG-Kooperation mit PwC
Der Nachhaltigkeit dient auch eine weitere Kooperation, die Christ auf der Veranstaltung bekanntgab. „IT wird 2030 rund 20 Prozent des Stroms verbrauchen und für 14 Prozent der Emissionen verantwortlich sein. Wir tun also gut daran, hier zu optimieren“, meinte er.
Deshalb wird ein von PwC entwickeltes Nachhaltigkeits-Tool, die ESG Capability Map, ab Juni ein Teil von LeanIX. Das Werkzeug soll helfen, Nachhaltigkeitspotentiale zu erkennen, Nachhaltigkeitsziele zu definieren und ihre Einhaltung zu verfolgen.
Gleichzeitig beginnen der weltweit aktive SHK (Sanitär/Heizungs/Klima)--Hersteller Viega, PwC Deutschland und LeanIX ein gemeinsames Forschungsprojekt zu den für nachhaltige IT-Organisationen sinnvollen und nötigen Metriken und ihrer Nutzung.
Metamodell wird überarbeitet
Schließlich gab Christ noch einen Ausblick auf weitere Entwicklungen. So soll das Metamodell der Lösung behutsam durch Erweiterung um einige neue und Umbenennung einiger vorhandener Kategorien erweitert werden. „Alte Kunden können aber mit dem bisherigen Modell weiterarbeiten“, betont Christ.
Außerdem wurde die LeanIX-Mobil-App abgeschaltet. „Sie fand trotz Renovierung nicht den Anklang, den wir erwartet hatten“, sagt Christ. Stattdessen übergibt Christ den Integrationscode für Kommunikationsplattformen wie Teams und Slack an die Open-Source-Community. „Dann können Kunden für LeanIX ihre eigenen Integrationen bauen, wie sie es nach unserer Wahrnehmung gern wollen“, sagt Christ.