9.600 Quadratmeter Netto-Rechenzentrumsfläche plus

Groß und hübsch: Interxion baut in Frankfurt Datacenter Nummer 15

| Redakteur: Ulrike Ostler

Schickes Design mit Anspruch: Die Fassade und die Form sollen zum einen optisch ansprechend sein, da der jüngste Rechenzentrumsbau von Interexion von vielen Seiten gut sichtbar ist, genügt mit einer Fassade aus Alucobond, einem Material aus recycelten Getränkedosen, allerdings auch Nachhaltigkeitswünschen.
Schickes Design mit Anspruch: Die Fassade und die Form sollen zum einen optisch ansprechend sein, da der jüngste Rechenzentrumsbau von Interexion von vielen Seiten gut sichtbar ist, genügt mit einer Fassade aus Alucobond, einem Material aus recycelten Getränkedosen, allerdings auch Nachhaltigkeitswünschen. (Bild: Interxion)

Das 15. Rechenzentrum von Interxion in Frankfurt „FRA15“ ist für die Stadt und den Betreiber etwas Besonderes. Das Bauprojekt für eines der weltweit größten Rechenzentren des Unternehmens wurde heute der Öffentlichkeit präsentiert. Wegen des gut sichtbaren Standorts verlangten Stadtplanungsamt und Stadtentwicklung ein optisch ansprechendes Gebäude.

Für den Betreiber und die künftigen Kunden ist zunächst einmal wichtig, dass FRA15 im Endausbau 9.600 Quadratmeter Netto-Rechenzentrumsfläche und eine Stromkapazität von etwa 19 Megawatt bieten soll. Bei der Vorstellung des Bauprojekts in der vergangenen Woche sagte Jens Prautzsch, Geschäftsführer von Interxion Deutschland: „Mit FRA15 erstellen wir unser bislang größtes Rechenzentrum in Deutschland.“ Zudem sei ein Großteil bereits vermarktet.

Für den Bau, der auf einem ehemaligen VW-Gelände entsteht, hat Interxion 2017 eine insgesamt 14.500 Quadratmeter große Fläche vom Nachbarn Samson gekauft. FRA15 findet sich also direkt am „Ratsweg-Kreisel“, wo sich die Hanauer Landstraße und die Autobahn A 661 kreuzen.

Das neue Rechenzentrum will Interxion in vier Phasen errichten. Der erste Bauabschnitt soll rund 2.300 Quadratmeter Fläche umfassen und im ersten Quartal 2020 eröffnet werden. In der zweiten Phase, deren Abschluss für das vierte Quartal 2020 geplant ist, wird FRA15 um weitere 2.600 Quadratmeter ergänzt. Insgesamt investiert Interxion rund 175 Millionen Euro in den Bau von FRA15.

Die Stadtplanung will...

Zu den Auflagen für die prominente Lage äußern sich Thomas Wacker, Expansions-Bereichsleiter bei Interxion, und Mark Gellert, Sprecher von Planungsdezernent Mike Josef, Frankfurt am Main. Wacker: „Wir haben keine eigenen Ansprüche an die Gebäudefassade.“ Doch er ergänzt: „Design und Ort des neuen Rechenzentrums sind außergewöhnlich. Denn es liegt direkt an der stark befahrenen Autobahnabfahrt A661 auf die Hanauer Landstraße im Ostend. Jeden Tag werden zigtausende Menschen an unserem Rechenzentrum vorbeifahren. Die Stadt Frankfurt stellte daher hohe Anforderungen für das Design von FRA15.“

Gellert betont somit, dass aufgrund der Lage des neuen Gebäudes es nicht erwünscht gewesen sei, dass ein „sich von der Außenwelt verschließender Block entsteht“. Deshalb sollte das Gebäude nicht einfach rechteckig, sondern gegliedert sein und farbige, senkrechte Elemente sollten Fenster nachahmen.

Interxion-Bereichsleiter Wackerfasst zusammen: „Die Fassadengestaltung wird von den bestehenden Rechenzentren abweichen und zu einem neuen Blickfang in Frankfurter Ostend, da es optisch sowohl dem Corporate Design von Interxion als auch den Vorstellungen der Frankfurter Stadtentwicklung entspricht. FRA15 ist nach Abschluss der Arbeiten doppelt so groß wie unsere letzten Rechenzentren und wird direkt an den Interxion-Campus angebunden.“

Das Wirtschaftsdezernat will...

Stadtrat Markus Frank, Wirtschaftsdezernent der Stadt Frankfurt am Main, weist auf die Bedeutung der Rechenzentren die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftskraft von Stadt und Region hin: „Wirtschaftsstandorte unterscheiden sich durch ihre Infrastruktur im Allgemeinen und ihre digitale Infrastruktur im Besonderen. Denn die digitalen Infrastrukturen stehen am Anfang aller Überlegungen technischer Machbarkeit bei Unternehmensansiedlungen.“

Mit derzeit 35 Betreibern von Rechenzentren an 65 Lokationen mit insgesamt rund 600.000 Quadratmetern an Rechenzentrumsfläche soll die Mainmetropole für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet zu sein. Er vergisst zu erwähnen, dass andere bevorzugte Datacenter-Standorte, selbst in Europa, schneller wachsen: London und Amsterdam beispielsweise, aber auch Stockholm und Nord-Schweden. Schon jetzt liegen in Schweden Pläne für die kommenden Jahre vor, die das Gesamtaufkommen an Rechenzentrumskapazität in ganz Deutschland übersteigen.

Frank sagt: „Wir wissen um den Wert der Investitionen von Interxion in und für Frankfurt am Main und die Region – nicht zuletzt für das damit verbundene Angebot an neuen Arbeitsplätzen.“

Interxion will ....

Interxion Frankfurt ist bereits der führende Cloud- und Connectivity-Hub in Deutschland - mit über 20 Cloud-Implementierungen von den führenden globalen Cloud-Plattformen und 235 Netzwerkbetreibern. FRA15 zeige jedoch, so Interxion-Geschäftsführer Prautzsch, dass die Nachfrage nach Infrastruktur-Leistungen hierzulande ungebrochen sei. „Die Branche boomt wie keine andere. […] Wir investieren auch in Zukunft weiter in den Standort Frankfurt, der bereits heute der größte digitale Hub Europas ist. So wachsen Interxion und Frankfurt Hand in Hand.“

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posted am 10.04.2019 um 17:12 von PStavirz


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