Die Gewinner der Eco Data Center Awards 2025 Expertenaustausch auf dem Eco-Summit 2025 in Mainz

Von Ulrike Ostler 8 min Lesedauer

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Höhere Leistungsdichten in den Racks, KI, die Datacenter steuert, Datennetze, denen Überlastung droht, Abwärme-Abgaben, die keiner haben will, Energie-Effizienz anstelle von Klimaschutz, neue Rechenzentren und Umbau von alten - was bewegt die Branche tatsächlich? Und wo sind blinde Flecken? Herrscht Aufbruchstimmung oder Schockstarre angesichts allseitiger Souveränitätsbestrebungen? Die Datacenter-Branche hat sich zum „Eco Data Center Expert Summit“ getroffen.

Das „Alte Auktionshaus“ in Mainz diete als stimmungsvoller Abend für die Verleihung des „Eco Data Center Award 2025“, am Vorabend des „Expert Summit. Die Auszeichnungen wurden allerdings nicht meistbietetnd versteigert. Die Preisträger wurden gewählt. (Bild:  Eco - Verband der Internet-Wirtschaft)
Das „Alte Auktionshaus“ in Mainz diete als stimmungsvoller Abend für die Verleihung des „Eco Data Center Award 2025“, am Vorabend des „Expert Summit. Die Auszeichnungen wurden allerdings nicht meistbietetnd versteigert. Die Preisträger wurden gewählt.
(Bild: Eco - Verband der Internet-Wirtschaft)

Für den Eco - Verband der Internet-Wirtschaft e.V. ist es ein Jubiläumsjahr; den Verband gibt es nun seit 30 Jahren. Die Eco-Veranstaltung Data Center Expert Summit hat in diesem Jahr das fünfte Mal stattgefunden, am 5. und 6. Mai. Es ist ein Branchentreffen und auch wenn neue Gesichter zu entdecken waren: Man kennt sich zum großen Teil.

Das Veranstaltungsteam hatte den Event in vier Blöcke gegliedert:

  • Digitale Transformation der Wirtschaft - Leistungsstarke Infrastrukturen als Schlüssel zum Erfolg
  • Rechenzentrumsbau neu gedacht! - Nachhaltigkeit, Innovationen und Synergien im Fokus
  • KI aus und für das Rechenzentrum - Das Rückgrat der künstlichen Intelligenz optimiert sich selbst
  • Leistungsdichten am Limit? - Herausforderungen und Chancen für Rechenzentren der Zukunft

Dass die Branche selbst die Rechenzentren als das Rückgrat der Digitalen Transformation sieht: Geschenkt. Dass man in jedem Vortrag begrüßt hat, dass es nun ein Digitalministerium samt eines parteilosen Ministers Karsten Wildberger gibt, gut aber: Wir wollen abwarten, was er tatsächlich bewirken kann. Ein Ministerium ist kein Unternehmen .... so die Kommentare. Wildberger, Physiker, ist bisher der amtierende Vorstandsvorsitzende des Elektronikhandelskonzerns Ceconomy, der Mutterkonzern von Mediamarkt und Saturn und seit 2021 Vorsitzender der Geschäftsführung der Media-Saturn-Holding mit rund 1.000 Märkten in vielen Ländern.

Zum Digitalministerium

Der Eco hatte sich stark gemacht für ein eigenständiges Digitalministerium und sich dafür einen Minister aus der Wirtschaft gewünscht. Immerhin ist Wildberger auch für die Staatsmodernisierung zuständig. Dafür bekommt er, wie seit gestern bekannt ist, Zuständigkeiten zugeteilt, die bisher in anderen Ministerien und Bereichen versteckt waren:

  • 1. Das Kanzleramt gibt die Zuständigkeiten für strategische Vorausschau und Grundsatzfragen der Digitalpolitik in das neue Ministerium ab.
  • 2. Das Innenministerium verliert die Abteilungen: digitale Verwaltung und digitale Gesellschaft, die allgemeine IT-Beschaffung, "die Steuerung der IT des Bundes einschließlich der zugehörigen Infrastruktur und der darauf begrenzten zugehörigen IT-Sicherheit" und die Cyber-Sicherheit in der Bundesverwaltung abgeben.
  • 3. Das Ministerium für Verkehr und Digitales verschlankt sich um die Digital- und Datenpolitik sowie die Abteilung für die digitale Infrastrukturen.
  • 4. Das Wirtschaftsministerium wird um Zuständigkeiten für europäische und nationale bessere Rechtsetzung und Bürokratieabbau erleichtert, was auch die Zuständigkeiten für den Digitalgipfel, die Digitalpolitik (ohne Post) und digitale Wirtschaft beinhaltet.
  • 5. Das Finanzministerium bereichert das neue Ministerium um die Zuständigkeit für das Informationstechnikzentrum (ITZBund) sowie für die souveräne (Verwaltungs-)Cloud.
  • 6. Das Justizministerium schließlich gibt die Geschäftsstelle für Bürokratieabbau, für bessere Rechtssetzung und für den Nationalen Normenkontrollrat sowie die federführende Umsetzung der EU-Direktive für Künstliche Intelligenz ab.

Digitale Transformation

So war auf der Eco-Veranstaltung auch kein allgemeines Gejammer zu hören, dass es generell schlecht bestellt sei um die digitale Transformation in Deutschland, wenngleich sich Manches schneller bewegen könnte. Donald Badoux, derzeit Managing Director für die DACH-Region von Datacenter-Betreiber NorthC , brachte auch ein Beispiel aus der Öffentlichen Hand: Das Kreisbauamt Offenbach ermöglicht es, Bauanträge, selbst für Rechenzentren, digital einzureichen und lobt die benutzerfreundliche Umsetzung.

Dass solche Beispiele allerdings herausstechen zeigt aber auch an, dass die Schnelligkeit in der Umsetzung von Bürokratie-Abbau sowie etwa der Ausbau von Energienetzen eine Notwenigkeit darstellt und nicht nur, weil die Transformation des Staates selbst ein großer Wirtschaftsfaktor ist.

Die KI-Diskussionsrunde: (v.l.) Moderator Michael Hase, Eurocloud Deutschland_eco e.V., Thomas Harrer, IBM, Chrstoph Streit, Scaleup Technologies GmbH & Co. KG, Volker Ludwig, Digital Realty, Juliane Schulz, Airitsystems GmbH, und Karsten Paeth, ABB AG.(Bild:  uo/ Vogel IT-Medien GmbH)
Die KI-Diskussionsrunde: (v.l.) Moderator Michael Hase, Eurocloud Deutschland_eco e.V., Thomas Harrer, IBM, Chrstoph Streit, Scaleup Technologies GmbH & Co. KG, Volker Ludwig, Digital Realty, Juliane Schulz, Airitsystems GmbH, und Karsten Paeth, ABB AG.
(Bild: uo/ Vogel IT-Medien GmbH)

In seinem Vortrag über starke Infrastrukturen als Enabler für zukunftssichere und skalierbare Datacenter, hat Karsten Paeth, Marketing & Sales Director Central Europe, Distribution Solutions Division der ABB AG. die Transformation der Energieversorgung vorgenommen. Manchmal hat er zwar sein Zielpublikum, die Datacenter-Banche aus dem Blick verloren, tatsächlich ist dennoch klar geworden, dass die Energienetze selbst digital transformiert werden müssen. Vorgeplante und -gefertigte Skids und so genannte E-Houses stützen einerseits die sukzessive und nach Bedarf mit Modulen nachrüstbare Strominfrastruktur, etwa in Rechenzentren, erlauben aber zugleich auch Einsparungen um bis zu 50 Prozent.

Der Einsatz von Digitaltechnik, im Austausch von herkömmlichen Schaltanlagen, könne bis zu 90 Prozent weniger Sekundärverkabelung bedeuten, eine optimierte, weil schnelle und unkomplizierte Inbetriebnahme, schnelle Lieferungen und vereinfachtes Engineering und leichte Skalierung. Kleines Manko: Es gebe zwar die notwendigen 'feinfühligen' Sensoren, aber noch keine Genauigkeitsklassen beziehungsweise Eichung.

Die Eco Data Center Awards 2025

Erstmalig hat der Eco - Verband der Internet-Wirtschaft Personen der Rechenzentrumsbranche geehrt, die herausstechen und sogar Vorbild sein können:

  • Peter Knapp (Mitte) erhielt den Lifetime Achievement Award.
  • Bernhard Huter wurde als Data Center Person of the Year gekürt.

Alle Preisträger, Jury-Mitglieder und Organisatoren des Eco auf der Bühne ... Herzlichen Glückwunsch!(Bild:  Eco - Verband der Internet-Wirtschaft)
Alle Preisträger, Jury-Mitglieder und Organisatoren des Eco auf der Bühne ... Herzlichen Glückwunsch!
(Bild: Eco - Verband der Internet-Wirtschaft)

Die Preisträger hatte eine Jury ausgewählt. Unter den Einreichungen für die Datacenter-Projekte hatte die Jury indes lediglich Vorauswahl getroffen. Wer die Auszeichnungen am meisten verdient, haben hingegen die Anwesenden am Award-Abend bestimmt. Die Wahl fand per Handy, anonym statt.

Unter den preisverdächtigen Bewerbungen für Rechenzentrumsprojekte haben folgende Unternehmen die Auszeichnungen gewonnen:

  • Das Projekt "Rechenzentrum als Teil der zukunftsfähigen Wärmeversorgung" von der JH-Computers GmbH erhält den Award in der Kategorie „Innovativstes Data Center Projekt unter 3,5 MW“.
  • Akquinet holt sich mit dem Projekt "Ganzheitliche Nachhaltigkeit – Das integrative Rechenzentrum" den Data Center Award in der Kategorie „Innovativstes Data Center Projekt über 3,5 MW“.

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Wenn es darum geht, Rechenzentrumsbauten neu zu denken, kommt erwartungsgemäß das Energie-Effizienzgesetz (EnEfG) ins Spiel, aber auch die Planung mithilfe von Building Information Modeling (BIM), die Abwärmenutzung, die Standortsuche und neue Baumaterialien sogar neue Partnerschaften. So ist Green Mountain eine 50-zu-50-Partnerschaft mit der Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG eingegangen und baut auf deren Gelände unter Erbpacht auf der Ingelheimer Aue ein Rechenzentrum (siehe: ).

Auf einer Grundstücksfläche von 25.000 Quadratmetern entstehen drei Gebäude, die zukünftig auf 18.000 Quadratmetern Whitespace 80 Megawatt Gesamtleistung beherbergen sollen. Obwohl nach Level 3 Standard gebaut wird, alle Systeme sind redundant vorhanden und gewährleisten damit hohe Verfügbarkeit, kommt das Vorhaben ohne Notstrom-Diesel aus. Statt der üblichen Aggregate nutzt Green Mountain die ohnehin vorhandenen Gasturbinen vor Ort.

Gekühlt wird, da sich der Campus direkt am Rhein befindet, mit Flusswasser. Auch an die Abgabe von Wärme aus dem Rechnerraum ist gedacht. Per Fernwärme sollen bis zu 20.000 Haushalte versorgt werden - und Einsatz von Hochtemperaturpumpen. Der Baubeginn des ambitionierten Datacenter-Projeks, ist ohne einen Vertrag mit Kunden erfolgt. Jetzt aber, berichtet Markus Blüm vom Joint Venture Green Mountain KMW Datacenter GmbH, nehme ein Kunde das gesamte Rechenzentrum. Allerdings muss er jetzt von Luftkühlung auf Wasserkühlung umstellen.

Die Diskussionsrunde 'Rechenzentrumsbau neu gedacht'. (v.l.) Fabian Buda, DC-Datacenter-Group GmbH, Professor Björn-Martin Kurzrock, RPTU, Fachbereich Bauingenieurwesen, Günter Eggers, Ntt Global Data Centers EMEA GmbH, Markus Blüm, Green Mountain KMW Datacenter GmbH, und Moderator Gerd Simon, Simabra GmbH. (Bild:  uo/ Vogel It-Medien GmbH)
Die Diskussionsrunde 'Rechenzentrumsbau neu gedacht'. (v.l.) Fabian Buda, DC-Datacenter-Group GmbH, Professor Björn-Martin Kurzrock, RPTU, Fachbereich Bauingenieurwesen, Günter Eggers, Ntt Global Data Centers EMEA GmbH, Markus Blüm, Green Mountain KMW Datacenter GmbH, und Moderator Gerd Simon, Simabra GmbH.
(Bild: uo/ Vogel It-Medien GmbH)

Letzteres ist eines der Probleme im heutigen Rechenzentrumsbau. Einerseits sollen die Datacenter lange funktionieren, andererseits ändern sich derzeit Technik und Kundenbedürfnisse so stark, dass Planer und Betreiber für größtmögliche Flexibilität sorgen müssen. „Flexibilität kostet“, merkt Günter Eggers von der NTT Global Data Centers EMEA GmbH an. Und wenn einer sage, dann machen wir einfach .... müsse er antworten „Nichts davon ist einfach.“

Selbst bei neuen Projekten wie das Vorhaben in Nierstein, das wegen seiner Größe, bereits früher die Runde machte (siehe: „Mega! Mega-groß, mega-teuer, Mega-Energiebedarf Ein Rechenzentrum mit 500 Megawatt?!“) handle es sich um „grüne Wiese“, vielmehr um eine Konversionsfläche mit dementsprechenden Einschränkungen. Zum Beispiel befinde sich der nächste potenzielle Wärme-Abnehmer weit weg. Zwar seien darum herum noch Gewerbeflächen frei, doch bis jetzt zeige sich noch keine Chance, die Abwärme weiterverwerten zu können.

Keine Frage hingegen ist es für die Rechenzentrumsbetreiber, dass Softwarewerkzeug für die Planung und im Betrieb eingesetzt wird. Dabei geht es strikt in Richtung Digitaler Zwilling und der KI-Einsatz: „Ohne Digitalen Zwilling sind große Rechenzentren nicht vorstellbar“, sagt etwa Eggers von NTT Global Data Centers. Den größten Nutzen bringen die Tools allerdings, wenn sie von der Planung bis zum Betrieb eingesetzt werden, etwa in der Steuerung und Überwachung von Kälte-Anlagen. „Wie will man die verstehen und optimieren bei Tausenden von Sensoren und Hunderten von Aktoren?“ Komme es zu Medienbrüchen gehe zu viel Aufwand für das Verstehen und Neu-Erfassung verloren.

Bei der KI im und für Rechenzentren allerdings gehen die Erfahrungen noch weit auseinander, so sagt Blüm: „Wir nutzen BIM, aber ohne KI“. Das Problem: Die verschiedenen Modelle seien inkompatibel. Andere lassen sich längst, zumindest in Teilbereichen von KI unterstützen. NorthC etwa bei der Optimierung von USV-Anlagen. Und umgekehrt? Sind die Rechenzentren auf KI-Workloads eingerichtet? Und wie sieht es mit der Dichte in den Racks, der Kühlung und der Stromzufuhr aus?

NorthC hat erste Erfahrungen mit Racks, die 20 bis 30 Kilowatt erfordern, Yorizon verfügt über komplett wassergekühlte Rechenzentren für Lasten von 35 bis 40 kW pro Rack, Global Switch hingegen betreibt noch Racks mit 1 bis 2 kW, luftgekühlt, wenngleich mit großzügiger Verteilung und Leerraum in den Serverschränken. Ein Umbau, so Badoux, etwa auf Wasserkühlung, sei ja auch nicht ohne. Das fange schon bei der Traglast des Bodens an, die wassergekühlten Systeme seien schlichtweg schwerer. „Und die erste Runde muss sitzen, nicht wie bei Friederich Merz heute morgen“, fügt er eine Spitze hinzu. Die höchste Last, die genannt wurde, von denen, die auf einer Eco-Bühne gestanden haben war übrigens rund 100 kW pro Rack.

Diskussionsrunde 'Ki aus und für das Rechenzentrum': (v.l.)Thorsten Henrich, Fachanwalt für IT-Recht und Buchautor, Valentina Kerst, Ki Bundesverband, Truc Pham, Yorizon HmbH & Co. KG, Donald Badoux, NorthC Deutschland GmbH und Moderator Jörg Schröper, Weka Fachmedien GmbH. (Bild:  uo/ Vogel IT-Medien GmbH)
Diskussionsrunde 'Ki aus und für das Rechenzentrum': (v.l.)Thorsten Henrich, Fachanwalt für IT-Recht und Buchautor, Valentina Kerst, Ki Bundesverband, Truc Pham, Yorizon HmbH & Co. KG, Donald Badoux, NorthC Deutschland GmbH und Moderator Jörg Schröper, Weka Fachmedien GmbH.
(Bild: uo/ Vogel IT-Medien GmbH)

Doch wer sollte wie Künstliche Intelligenz liefern? Was sagen die Datacenter-Experten zu KI aus der Cloud? Doch anders als in den vergangenen Jahren, ist die Frage als eine nach digitaler Souveränität aufgefasst worden. So betont Truc Pham, Head of Business Development bei der Yorizon GmbH & Co. KG, dass sein Unternehmen „Durchgriff“ habe bis auf die Chip-Ebene. Die Kunden allerdings hätten oftmals weder Know-how noch Leute, um KI-IT selbst zu betreiben.

Laut Badoux ist aber für die Kunden zum Teil sogar von Bedeutung, wer die Investoren hinter einem Rechenzentrumsbetreiber sind. Sie wollten wissen, in welcher Abhängigkeit sich ihr Anbieter von Rechenzentrumsdienstleistungen befinde. „Das war früher kein Thema.“

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Zu den technischen Problemen, die KI verursacht, wo Künstliche Intelligenz aber zugleich auch die Lösung der Probleme ist, sind die Datennetze, führt Nils Kleemann, CTO - Central Europe bei Nokia aus. Alleine der Blick auf die Zunahme des Datenverkehrs (siehe: Abbildung 1) beeindruckt.

Doch zugleich ändert sich die Art des Datenaustauschs. So müssen sich Geschwindigkeiten und Bandbreiten im Uplink dem Download anpassen, bisher besteht hier ein Verhältnis 1 zu 10. Aber auch im Interconnect, also zwischen den Rechenzentren muss sich etwas ändern. Die akzeptable Latenz etwa wenn Daten zunächst gesammelt und dann in einem zentralen beziehungsweise Cloud-Rechenzentrum mit KI verarbeitet werden, ist viel zu lang und entspricht nicht den Erfordernissen in der Kommunikation von Maschinendaten.

Nils Kleemann ist CTO - Central Europe bei Nokia. (Bild:  uo/ Vogel IT-Medien GmbH)
Nils Kleemann ist CTO - Central Europe bei Nokia.
(Bild: uo/ Vogel IT-Medien GmbH)

Und schließlich müssen auch Cluster mit Beschleunigern wie GPUs direkt miteinander kommunizieren können (siehe: AI, AI, AI - in 2 bis 10 Mikrosekunden; KI und Cloud Native: Freund oder Feind?) Zugleich muss sich aber auch die Sicherheit erhöhen, zum Beispiel muss der Austausch sicher vor den Fähigkeiten von Quantencomputern sein, die jetzige Security-Mechanismen knacken werden können. Denn so funktioniert die IT-Welt nun einmal nicht: „Erst die KI, dann kümmern wir uns um die Quantensicherheit.“

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