Die Zukunft des End User Computing mit VMware, Teil 1

Die Zukunft von Clients – Mobile Geräte und virtuelle Desktops

Seite: 2/2

Firma zum Thema

Applikationsvirtualisierung durch Thin App

Die unterste Stufe wird dabei von „Thin App“ gebildet. Das Werkzeug unterstützt bei der Virtualisierung von Anwendungen. Dabei wird die Arbeitsumgebung für eine Anwendung virtuell nachgebildet.

Durch die Applikationsvirtualisierung lässt sich die Softwareverteilung auf die Arbeitsplätze vereinfachen. Die Benutzerprogramme werden dabei nicht auf dem Client-Gerät installiert, sondern auf einem zentralen Server vorgehalten.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 8 Bildern

Neue Verpackungen und Zusammenstellungen

Hierzu sind im ersten Schritt Softwarepakete zu schüren. Bestehende Anwendungen müssen für die Nutzung in virtuellen Szenarien umgearbeitet werden. Die neu zusammengestellten Pakete werden den Benutzern bei Bedarf zur Verfügung gestellt.

Der Anwender kann dann über einen Link auf seinem Rechner-Desktop die virtuellen Anwendungen von einem freigegebenen Laufwerk direkt vom Server abrufen. Durch die Technik der „App Link“ lassen sich auch Platzhalterzeichen für Verzeichnisdateien und Dateinamen verwenden. Dadurch wird auch der Zugang zu den Verzeichnissen und Dateien ermöglicht.

VMware View und dessen virtuelle Desktops

Ein zweiter Baustein auf dem Weg zu vollständig virtualisierten Desktops wird durch „VMware View“ gebildet. Mit diesem Tool will der Virtualisierungsspezialist den schnellen Aufbau und die Verwaltung von virtuellen Desktops ermöglichen.

Als „Desktop“ in diesem Sinne ist ein vollständiger Arbeitsplatz eines Benutzers gemeint. Dies schließt das Betriebssystem samt der Windows-Verwaltungsoberfläche und auch alle Applikationen ein.

Dabei sind verschiedene Modelle zur Umsetzung möglich. VMware View unterscheidet nach einem „Individuellen Desktop“, einem „Automated Desktop Pool“, einem „Manual Desktop Pool“ und einem Microsoft „Terminal Services Desktop Pool“.

Die vier Virtualisierungsmodelle

Die vier Modelle differieren in der „Ausführumgebung“. Hierbei handelt es sich um die Umgebung, in der der virtuelle Desktop letztendlich läuft. Dies kann beispielweise ein lokaler PC, eine Blade-Einschub im Rechenzentrum oder eine Desktop-Image in einem Server sein.

Bei dem virtuellen Desktop handelt es sich aber immer um ein vollständiges Systemimage aus Betriebssystem und Anwendung. Mit Thin App und View konnte VMware schon eine Menge Erfahrung sammeln. View wurde kürzlich in der Version 5 vorgestellt. Diese beiden Bausteine können daher auf eine gewisse Robustheit bauen.

In zweiten Teil dieser Reihe, der in Kürze erscheint, stellt DataCenter-Insider die weiteren Module für das Enduser-Computing mit VMware-Tools vor. Dabei geht es um den Applikation Manager „Horizon“ und dessen Funktions-Set, sowie um „App Blast“, einer Technik um Benutzerdesktops via http zum Anwender zu bringen.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in Brunnthal.

(ID:2053351)