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Paravirtual SCSI Adapter - das Speicher-Organisier-Monster
Paravirtualisierte SCSI-Anschlüsse sind vor allem für Server geeignet, die enorm viel Speicher verwenden müssen und daher zum Beispiel an einem SAN angeschlossen sind. Diesen Anschluss sollten Administratoren ausschließlich in Umgebungen verwenden, die enorme Speichermengen im Terabyte-Bereich verwalten müssen. Der Treiber kann auch die CPU-Last bei hohen Datenübertragungen deutlich senken.

PVSCSI-Adapter bieten einen deutlich höheren Datendurchsatz als andere Controller in VMware ESXi, bei geringerer CPU-Last. Seine Vorteile spielt dieser Adapter auch nur dann aus, wenn neben den riesigen Datenmengen auch ein sehr hoher Datendurchsatz in der VM notwendig ist.
Besonders sinnvoll sind diese Controller zum Beispiel bei virtuellen SQL-Servern mit großen Datenbanken. VMware empfiehlt den Einsatz dieser Controller aber nicht, wenn am Host ein Direct Attaced Storage (DAS)-System genutzt wird.
Oder doch PCSCSI-Anschlüsse?
Aktuelle Windows-Versionen wie Windows Server 2012/2012 R2 und Linux-Versionen ab Kernel 2.6 unterstützen den Controller. Wer herkömmliche VMs betreiben will, sollte besser auf den bewährten LSI Logic oder LSI Logic SAS setzen.
Laut VMware bieten PCSCSI-Anschlüsse erst eine bessere Leistung als LSI-Systeme, wenn mehr als 2.000 IOPS (Input/Output Operations per Second) auf dem Server notwendig und auch erreichbar sind. Allerdings sind die Leistungssteigerungen erst ab 350.000 IOPS spürbar.
Ein Nachteil von PVSCSI ist die fehlende Windows-Cluster-Unterstützung. Administratoren können diese Controller nicht für VMs nutzen, die in einem Cluster betrieben werden sollen. Wählen Administratoren im Assistenten zum Erstellen einer neuen VM ein nicht kompatibles Betriebssystem aus, erscheint bei der Auswahl von PVSCSI ein Fehler. In diesem Fall lässt sich der Controller im Gast-System auch nicht verwenden.
vSATA ab Hardware 10
Ab der Hardware 10-Version in VMWare gibt es auch die Möglichkeit vSATA-Controller zu verwenden. Der Einsatz macht vor allem Sinn, wenn SSD im Host verbaut sind und mit den VMs verbunden werden sollen. Auch bei der Virtualisierung von aktuellen MacOS-Versionen bietet sich vSATA an.
Gemeinsames Nutzen von SCSI-Controllern

Die Einstellungen werden auf der Registerkarte Hardware in den Eigenschaften einer VM konfiguriert. In der Liste Gemeinsame Verwendung des SCSI-Busses lässt sich die Verbindung auswählen:
- •Keine – Virtuelle Festplatten können nicht gemeinsam verwendet werden.
- Virtuell – Virtuelle Festplatten können von VMs auf dem gleichen Host gemeinsam verwendet werden.
- Physisch – Virtuelle Festplatten können auf einem beliebigen Server gemeinsam verwendet werden.
Der Autor:
Thomas Joos ist Autor vieler Fachbücher und bloggt auf DataCenter-Insider.
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