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Der Joyent Container Service
Mit einem gehosteten Cloud-Dienst „Joyent Container Service“ ) möchte der kalifornische Anbieter von Container-Lösungen Joyent einen neuen Standard für Container-Deployments geschaffen haben, der für Big-Data-Anwendungsszenarien optimiert ist. Eine Technologie namens „Linux Branded Zones“ (LXz) ermöglicht das Ausführen von Linux-Applikationen, einschließlich solcher in Docker-Containern, nativ auf einer gesicherten Virtualisierungsebene ohne den Einsatz eines Hardware-Hypervisors.
Die Joyent Container-Technologie besteht aus zwei Komponenten: einem Objektspeicher „Manta“ (ohne “r”!) und der Orchestrierungssoftware „SmartDataCenter“. Manta basiert auf dem selbstheilenden 128-Bit-starken „ZFS“-Dateisystem (Zettabyte File System) von Oracle/Sun Microsystems. Der robuste Objektspeicher ermöglicht das Ausführen von Containern direkt am Ablageort der Daten; Zeit und Platz raubendes Hin-und-her-Kopieren der Datenbestände entfällt. Jeder Container bekommt zudem einen eigenen virtualisierten Netzwerkstack zugewiesen.
LXD von Canonical
Canonical, der Anbieter der Linux-Distribution „Ubuntu“, hat sich vorgenommen, eine eigene Container-Technologie im Stil Hypervisor-gestützter Virtualisierung mit erhöhter Sicherheit ohne den Einsatz eines Hardware-Hypervisors zu implementieren. Mit dem „LXD“ (kurz für Linux Container Daemon) bietet Canonical eine Lösung, welche die gesamte Funktionalität des Linux-Kernels (also nicht nur einzelne Prozesse) in isolierten Containern bereit stellt und mit einer engen OpenStack-Integration trumpfen kann.
LXD-Container sind sowohl über eine RESTful-API als auch mit Kommandozeilenwerkzeugen ansprechbar, wahlweise via Netzwerk oder via Unix-Sockets. Zur Gewährleistung der Sicherheit kommt unter anderem das Kernelmodul AppArmor zum Einsatz.
Die Technologie zeichnen bemerkenswerte Fähigkeiten zur schnellen Bereitstellung aus: LXD-Container fahren in unterhalb einer Sekunde hoch. Ein einzelner physikalischer Host kann mehrere hundert LXD-Container ausführen und eine wesentlich höhere Sicherheit als Docker gewährleisten.
Mit dem überaus interessanten Ansatz hat Canonical den Zug dennoch möglicherweise bereits verpasst. IBM, Microsoft, Red Hat und sogar VMware haben sich bereits für Googles Docker-Orchestrierungswerkzeug Kubernetes entschieden.
Docker-Orchestrierung mit Google Kubernetes
Mit Kubernetes (http://kubernetes.io/) (wörtlich „Pilot“ auf Griechisch) bietet Google eine umfassende Lösung aus einer Hand rund um Container-Orchestrierung, Diensterkennung und Lastverteilung in Clustern.

Docker-Anwender konnten zwar eigene Lösungen zur Orchestrierung von Containern aus Tools wie „Fleet“ (), „Geard“, „Marathon“ und/oder „Apache Mesos“ zusammenstricken, doch nur die Wenigsten fanden den Aufwand vertretbar. Mit Kubernetes erfüllt Google eben dieses Bedürfnis nach einer koordinierten Bereitstellung von Docker-Containern auf mehreren Knoten eines Clusters.

Kubernetes ist auf sehr viel Zuspruch gestoßen, obwohl die Sicherheit bisher praktisch auf der Strecke blieb. Google warnt ganz laut und eindeutig vor dem Einsatz von Kubernetes in Multi-Tenant-Umgebungen auf Grund der bisher noch ungelösten Sicherheitsprobleme mit Docker.
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