Lokale Containerumgebung Rancher Desktop bündelt Containerverwaltung und Kubernetes

Von Thomas Joos 1 min Lesedauer

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„Rancher Desktop“, OPen Source Software von Suse gepflegt, entkoppelt den Aufwand, der sonst mit dem Einrichten containerisierter Entwicklungsumgebungen einhergeht.

„Rancher Desktop“ stellt eine komplette Toolchain bereit. (Bild:  Thomas Joos)
„Rancher Desktop“ stellt eine komplette Toolchain bereit.
(Bild: Thomas Joos)

Die Anwendung stellt auf MacOS, Windows und Linux eine vollständige Toolchain zur Verfügung, inklusive Kubernetes, Container Runtime, CLI-Tools und grafischer Oberfläche. Grundlage bildet ein „Electro“-Wrapper, der unter der Haube „containerd“ oder „Moby startet“, gesteuert über eine leichtgewichtige VM oder WSL2.

Im Zentrum von Rancher Desktop steht die Wahlfreiheit: containerd mit „nerdctl“ oder „dockerd“ mit der Docker-CLI. Beide Optionen stehen sofort nach Installation im Systempfad bereit, auf Windows automatisch durch den „Installer“, unter MacOS und Linux beim ersten Start.

Damit lassen sich Images ohne zusätzliche Einrichtung bauen, taggen, pushen und wieder entfernen. Das Kommandozeilenverhalten orientiert sich vollständig an bekannten Docker-Workflows, nerdctl bleibt syntaktisch kompatibel. Welche Engine läuft, definiert die GUI unter „Container Runtime“.

Kubernetes lokal testen und konfigurieren

Für Kubernetes greift Rancher Desktop auf „k3s“ zurück, eine schlanke, CNCF-zertifizierte Distribution. Die Nutzeroberfläche erlaubt die freie Wahl der Kubernetes-Version, ein Reset einzelner Komponenten oder des gesamten Stacks erfolgt auf Knopfdruck. Wer Cluster-Konfigurationen simulieren will oder Upgrades testen muss, findet in Rancher Desktop eine isolierte Umgebung mit vollem Zugriff über kubectl. Selbst Port-Forwarding erfolgt direkt aus der GUI.

Ein vollständiger Image-Lifecycle lässt sich lokal abbilden. zum Beispiel: Das Build eines „Node.js“-Containers auf Basis eines lokalen Docker-File erfolgt durch docker build -t expressapp:v1.0. Der anschließende Start im Cluster läuft über kubectl run, verbunden mit einem Port-Forward auf die Zielanwendung.

Die dazugehörige Registry bleibt lokal, das Pull-Verhalten steuerbar, über imagePullPolicy: Never lassen sich unnötige Downloads vermeiden. Tagging und Removal greifen nahtlos auf dieselben Werkzeuge zurück.

Nicht Rancher, aber kompatibel

Trotz des Namens steht Rancher Desktop nicht in direkter Linie zur Rancher-Plattform, die Desktop-Version ersetzt keine zentrale Cluster-Verwaltung. Wer Rancher selbst lokal ausführen will, kann es jedoch direkt innerhalb von Rancher Desktop installieren. Beide Tools ergänzen sich, ohne voneinander abhängig zu sein.

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