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Die Cloud funktioniert, die E-Mobility wird ausgebremst
Diese Daten versendet das System zur Rechnungsstellung an die Module, die die Anwender speichern. Erst dort werden sie mit den persönlichen Merkmalen des Benutzers, zum Beispiel der Rechnungsadresse, verbunden.
Bislang läuft die Lösung in den Niederlanden und dem Raum Düsseldorf einwandfrei. Genaue Nutzerzahlen sind allerdings nicht bekannt. „Wir befinden uns im Wirkbetrieb, aber eindeutig in der Aufbauphase, in der es zunächst darauf ankommt, Anwender für die neuen, Strom getriebenen Autos zu gewinnen“, sagt Pelzer.
Das ist auch der Grund, warum Nutzer heute in der Regel nicht nach Verbrauch bezahlen, sondern monatliche Pauschalen entrichten oder den Strom sogar frei bekommen. Doch mittels des Cloud-Systems kann jederzeit auf verbrauchsbezogene Abrechnung umgestellt werden.
Auf Provider, ab in die Cloud!
Pelzer schätzt, dass sich Cloud-basierendes, übergreifendes Lade-Infrastruktur-Management bald auch in anderen Ländern Europas verbreiten könnte. Besonders einfach sei dies, wo es nur wenige, starke Energieanbieter gibt, beispielsweise Frankreich oder Portugal.
„In Deutschland mit seinen vielen unterschiedlichen Strom-Providern dürfte es erheblich schwieriger werden, ein einheitliches System zu bekommen“, glaubt er. Hier würden wohl viele im Detail unterschiedliche Systeme zum Infrastruktur-Management parallel existieren – hoffentlich, wie in den Niederlanden, überwölbt von einem einheitlichen Register. Ihre IT-technische Basis wird aber sicher häufig Cloud-Technologie sein.
Die Autorin:
Ariane Rüdiger ist freie Journalistin in München.
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