Jagd auf den Marktführer

BMC: "Der Umsatzbringer ist und bleibt ITSM"

Seite: 2/3

Anbieter zum Thema

Für Service Now ist BMC gleichermaßen der Lieblingsfeind. Welchen Konkurrenten möchten Sie verdrängen?

Ismail Elmas: Einen "Feind" haben wir nicht, aber wir nehmen IBM und HP Kunden ab. Darüber hinaus ist der deutsche Markt sehr fordernd, was Software as a Service (SaaS) angeht. Und hier hat sich noch lange kein Anbieter als Marktführer durchgesetzt.

Zudem setzen wir stark auf unsere Partner. Das Dortmunder Softwarehaus Materna baut nun „Remedy on Demand“ auf, die TUI Infotec GmbH (http://www.tui-infotec.com/aw/de/itservices/~jps/ITSMile_IT_Service_Management/) bietet mit „ITSMile“ bereits einen solchen Service an. Der Vorteil: Die Kunden bekommen einen deutschen Partner, der den Service aus einem deutschen Rechenzentrum liefern kann.

Ein SaaS-Modell hat beispielsweise des Vorteil, dass die Nutzung in jede Richtung skalieren kann, also: Wenn die Anforderungen geringer werden, schrumpft der Service mit.

Welchen Marktanteil hat Remedy derzeit?

Ismail Elmas: BMC ist der Markführer. Auch hier in Deutschland liegt der bei 42 Prozent.

Wodurch generieren Sie Wachstum?

Ismail Elmas: Der hauptsächliche Umsatzbringer ist ITSM, auch trotz starker Themen wie Workload Automation und Cloud-Lifecycle-Management (für die private cloud). Übrigens: Im Gegensatz zu unserer Konkurrenz von HP bis VMware bieten wie Unabhängigkeit. Die sagen doch nur: „Nimm unsere Tools, unsere Hardware … „ bei uns laufen die Kunden nicht in die Falle eines Vendor–Lock-in.

Ismail Elmas, ESM Area Director Germany bei BMC : "Bei uns laufen die Kunden nicht in die Falle eines Vendor–Lock-in."
Ismail Elmas, ESM Area Director Germany bei BMC : "Bei uns laufen die Kunden nicht in die Falle eines Vendor–Lock-in."
(Bild: BMC)
Aber es stimmt; steht ein Release-Wechsel an, denken auch unsere Kunden über einen Anbieterwechsel nach. Dem versuchen wir zu entgegen, indem wir die Kunden, von großen Änderungen, die ansonsten jedes neue Release bei jedem einzelnen Tool erforderten, mit einem Framework entbinden. Die Release-Wechsel finden praktisch unter einer BMC-Oberfläche, so gut wie unbemerkt statt.

Es kann aber teurer sein, Stückwerk zu erhalten, statt auf Standardprodukte zu setzen. Auch solche Projekte führen wir mit Hilfe von Partnern durch.

ITIL ist in Deutschland ein beliebter Standard. Doch es mehren sich die Stimmen, die sagen, insbesondere im Cloud-Umfeld sei ITIL zu unhandlich.

Ismail Elmas:: Wir sind noch längst nicht an dem Punkt, an dem ITIL zu Grabe getragen wird. Im Gegenteil: ITIL hilft den Anwendern, die neue Technik zu implementieren.

Eine Maßgabe möchte ich herausgreifen, die Configuration Management Database (CMDB). Erweist sich eine solche nun doch als zu statisch?

Ismail Elmas: Zugegeben; es gibt viele Kunden, die in vielen Versuchen gescheitert sind, die Datenbank aktuell zu halten. Wir vertreten den Standpunkt, dass es besser ist pragmatisch vorzugehen und nur das Wichtigste aufzunehmen. Eine 80-Prozent-Lösung ist aus Business-Sicht zumeist sinnvoller.

Aber ich möchte auch auf unsere Discovery-Lösung hinweisen: ADDM. Diese erlaubt einen Infrastruktur-Scan aber auch das Erkennen von Services und kann so helfen, die CMDB zu aktualisieren.

Artikelfiles und Artikellinks

(ID:36655210)