LibreOffice den eigenen Vorlieben anpassen

Anderes Aussehen, mehr Funktionen

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

(Bild: The Document Foundation)

Die Document Foundation hat in letzter Zeit diverse neue Möglichkeiten geschaffen, die verbreitete, kostenlose Bürosuite LibreOffice zu verändern sowie durch kleine Zusatzprogramme und diverse Vorlagen zu erweitern.

Wenn es um Alternativen zum Office-Paket von Microsoft geht, war früher OpenOffice die erste Wahl. Inzwischen ist es die Open-Source-Alternative LibreOffice, die sich deutlich schneller entwickelt. Dies hat sich in letzter Zeit in Erweiterungen niedergeschlagen, mit denen sich die Benutzeroberfläche ändern, neue Funktionen hinzufügen und von andern Anwendern entwickelte Vorlagen nutzen lassen.

Mit Muffin die Benutzeroberfläche ändern

Die normale Benutzeroberfläche von LibreOffice entspricht eher den Nutzungsgewohnheiten älterer MS-Office-Versionen. Im Menü ist also ziemlich viel direkt auszulösen, mehr als die meisten Anwender benötigen, während bestimmte gewünschte Funktionen sich erst auf der zweiten Ebene finden. Doch demnächst wird es „Muffin“ für LibreOffice geben.

Muffin steht für „My User Friendly & Flexible Interface“. Es bietet einige vordefinierte Oberflächen, die bestimmte Zielgruppen ansprechen sollen, und ein besonderes namens „Notebook Bar“. Hier lassen sich die Elemente frei zusammenstellen und definieren (Icons, reine Textfelder, Größe etc). Muffin wird es erstmals mit der LibreOffice-Version 5.3 geben; es wird also noch etwas dauern bis zu endgültigen Freigabe. Hier dazu mehr.

Kleine Zusatzprogramme

Mitte Dezember hat die Document Foundation die neue Website „Exstensions & Templates“ freigeschaltet. Sie umfasst derzeit 305 Erweiterungen und 337 Templates für LibreOffice. Bei de Erweiterungen handelt es sich um kleine Zusatzprogramme, die bei der Arbeit mit der Office Suite nützlich sein könnten.

So finden sich unter Extensions Erweiterungen für die LibreOffice-Module Writer, Calc, Impress, Draw, Base. Dazu gehören unter anderem grafische Symbole, Sprach- und Rechtschreib-Tools, zwei Programme, um Sprachmitschnitte transkribieren zu können, LaTex- und diverse andere Editoren für mathematische Ausdrücke.

Sammlung von Vorlagen

Unter den Templates finden sich vor allem Vorlagen für die verschiedenen Module der Sammlung von Büroprogrammen: Faxvorlagen, Millimeterpapier, Zeugnisse, Lebenslauf, Kalender, Visitenkarten, Labels, Umschläge, Rechnungen, Budgetplaner, Schmuckbögen, Kalender, Labels, Rezepte…

„Zwei der ausgeprägtesten Eigenschaften von LibreOffice sind die Möglichkeit, durch Extensions Features hinzuzufügen sowie die Qualität und Konsistenz von Dokumenten durch Templates zu verbessern“, erläutert Andreas Mantke, der die Sammlung mit dem Content Management System Plone erstellt hat. „Nach sechs Jahren haben wir uns entschieden, den bestehenden Katalog aufzumöbeln, um es für Entwickler den Upload ihrer Files sowie für Anwender die Suche und das Download einfacher zu machen.“ Mantke bittet Entwickler und Anwender um weitere solcher nützlichen Hilfen.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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