Paradebeispiel für gesellschaftliche Verantwortung: Energieeffizienz unter Klimaschutzaspekten

AMPEG reduziert den unternehmensweiten Stromverbrauch um 30 Prozent

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In drei Schritten zum Energiespar-Profi – Schritt 1: Potenzial erkennen

„Ein Selbstversuch kann am besten verdeutlichen, wieso wirklich jedes Unternehmen durch die Virtualisierung einiger Server Strom sparen kann“, erklärt Peter Graf. „Man rufe nur einmal den Task-Manager seines PCs auf (CTRL+Alt+Entf) und sehe sich die dort angezeigte CPU-Auslastung an. Welcher Wert wird dort meist angezeigt? Zwei Prozent? Fünf Prozent?“ Ähnlich stelle sich die Situation im Serverumfeld dar, so Peter Graf weiter.

Die leistungsfähigen Quad-Core-Prozessoren derzeit gehandelter Servermodelle werden von herkömmlichen Anwendungen und Prozessen nur auf wenigen Systemen voll in Anspruch genommen. „Die meisten Server sind in keinster Weise ausgelastet und verbrauchen dabei eine Menge Strom“, konstatiert Peter Graf. Hier setzt das Konzept der Server-Virtualisierung an. Virtualisieren bedeutet nichts anders, als die strikte Kopplung „eine Hardware gleich ein Server“ aufzuheben und mehrere Server-Betriebssysteme auf einem Hardware-Server zu betreiben.

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Schritt 2: Vorbereitung der Hardware

Um die nötige Rechenleistung für den Betrieb mehrerer virtueller Server auf einer Hardware, dem sogenannten „Host“, bereit zu stellen, ersetzte AMPEG einige der älteren Maschinen durch leistungsfähigere Systeme. AMPEG achtete bei den Neuanschaffungen strikt auf stromsparende „LowVoltage“-Prozessoren. „Ich halte es für sinnvoll, dass der Umweltgedanke sich auch im IT-Handel stärker durchsetzt“, sagt Peter Graf. „Leider ist es heute immer noch zu oft so, dass einzig die Prozessorleistung, nicht aber der geringere Stromverbrauch beworben wird. Stromspar-CPUs sind noch etwas teurer im Einkauf, aber langfristig rechnen sie sich allemal.“

Schritt 3: Umzug und Konsolidierung der Server

Mittels der Virtualisierungssoftware von Microsoft und VMware hat AMPEG die physischen Rechner in „virtuelle Maschinen“ umgewandelt. Für die Umwandlung eines Servers in eine virtuelle Maschine benötigte AMPEG lediglich drei bis vier Stunden, inklusive einiger Nachkonfigurationen wie beispielsweise der Anpassung der IP-Adressen. Bis heute konnte AMPEG nach und nach 23 alte Hardware-Server abschalten, fünf neue kamen als Host für die virtuellen Server hinzu. Insgesamt konnte somit die Zahl der Hardware für die Server von 34 auf 16 reduziert werden. Auf den neuen Hardware-Servern, die als Host fungieren, laufen jetzt im Durchschnitt vier bis fünf virtuelle Server.

Angenehmer Nebeneffekt: höhere Verfügbarkeit

Ein wertvoller Nebeneffekt der Server-Virtualisierung besteht in einer schnelleren Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit nach Ausfällen. Da ein virtueller Server nichts anderes ist als eine große Datei, ist es im Falle eines Server-Ausfalls möglich, sehr schnell eine Kopie auf einem anderen Server zu starten. „Mittels spezialisierter Software lässt sich die Ausfallsicherheit automatisieren“, hebt Peter Graf hervor. „So lassen sich im Sinne der Umwelt auch Effizienzgewinne und eine wesentlich höhere Ausfallsicherheit verwirklichen.“

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