Paradebeispiel für gesellschaftliche Verantwortung: Energieeffizienz unter Klimaschutzaspekten

AMPEG reduziert den unternehmensweiten Stromverbrauch um 30 Prozent

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Mogelpackung Stromsparmodus?

Die Strommessung an den Netzwerkdruckern sorgte bei AMPEG für ein Aha-Erlebnis: „Wir hatten uns extra Modelle mit Stromsparmodus zugelegt und diesen auch aktiviert“, so Peter Graf. „Doch die Verbrauchsunterschiede waren kaum messbar“. Während am Drucker im Leerlauf ein Verbrauch von 34 Watt pro Stunde anfällt, wurde im Stromsparmodus nur ein Watt weniger gemessen. „Die Stromsparmaßnahme des Geräts besteht einzig und allein darin, dass das Display dunkel geschaltet wird. Die Bezeichnung ‚Stromsparmodus’ grenzt an eine Irreführung der Verbraucher“, kommentiert Peter Graf. Eine einfache Zeitschaltuhr sorgt nun dafür, dass die Drucker nur noch während der Geschäftszeiten Strom ziehen. Auf diese Weise werden je nach Druckertyp bis zu 144 kWh pro Jahr eingespart.

Für die PC-Arbeitsplätze wurde ebenfalls eine leicht umsetzbare Lösung gefunden, um Strom zu sparen: Ein Eintrag in der Group Policy des Active Directory sorgt heute dafür, dass die Arbeitsplatzrechner in Arbeitspausen nach zehn Minuten die Festplatte und nach 15 Minuten den Monitor abschalten. Nach 20 Minuten wird der „Sleep-Modus“ aktiviert, in dem die Rechner statt 88 Watt nur noch 3,5 Watt verbrauchen. „Wenn ein Mitarbeiter in einer Besprechung ist, muss sein PC nicht im Normalbetrieb laufen“, erzählt Peter Graf. „Zwar benötigt der Rechner 30 Sekunden, um wieder hochzufahren, aber diese kurze Zeit kann jeder Mitarbeiter auch ohne Zugriff auf elektronische Informationen sinnvoll nutzen.“

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Die großen Stromfresser

Die größten Einsparungen konnte AMPEG durch die Virtualisierung der Server-Hardware erzielen. Um eine möglichst hohe Qualität bei der produktiven Bewertung von Partnerprodukten und bei der Entwicklung der eigenen Software zu erreichen, unterhält AMPEG ein komplexes produktives Netzwerk. Die Struktur und auch der Einsatz von 34 Servern entsprechen eher einem Dienstleistungsunternehmen mit 1.000 und mehr PC-Arbeitsplätzen als einem kleineren mittelständischen Unternehmen.

Um den hohen Stromverbrauch zu reduzieren, der aus dem ganzjährigen ununterbrochenen Betrieb (24 Stunden x 365 Tage) der Server resultiert, wurde Anfang des Jahres 2007 beschlossen, so viel Hardware wie möglich zu virtualisieren. Bei der durchweg älteren Hardware betrug die durchschnittliche Leistungsaufnahme 178 Watt pro Stunde. Pro Server-Hardware, die man abschalten können würde, ergab sich also ein Stromsparpotenzial von circa 1.560 kWh pro Jahr – wiederum so viel wie ein Ein-Personen-Haushalt im Jahr an Strom verbraucht.

weiter mit: In drei Schritten zum Energiespar-Profi

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