Viele, viele Brennstoffzellen sollen Rechenzentrum befeuern

1 Milliarde Dollar für ein Brennstoffzellen-Datacenter Projekt

| Redakteur: Ulrike Ostler

Blick auf New Britain, Hartford County: Hier ist der Firmesitz von Stanley Black & Decker, auf dessen ehemaligem Firmengelände der Brennstoffzellen-betriebene Energie- und Innovationspark entstehen soll.
Blick auf New Britain, Hartford County: Hier ist der Firmesitz von Stanley Black & Decker, auf dessen ehemaligem Firmengelände der Brennstoffzellen-betriebene Energie- und Innovationspark entstehen soll. (Bild: / Bmr1987 / CC BY 3.0)

Das State Department of Energy and Environmental Protection von Connecticut hat die erste Phase eines vorgeschlagenen Energie- und Innovationsparks genehmigt, der Brennstoffzellen in einem Micro-Grid einsetzen wird, um die Emissionen zu senken. In Phase II wird dieses Gebäude in ein Rechenzentrum umgewandelt.

Laut Berichten der US-Publikation „Connecticut Mirror“ hat der Gouverneur von Connecticut, Dannel Malloy am vergangenen Montag den Bau eines mit Brennstoffzellen betriebenen Rechenzentrums im Wert von 1 Milliarde Dollar genehmigt. Der Komplex, genannt Energy & Innovation Park, entsteht auf einem Teil des Stanley Black & Decker-Geländes in der Innenstadt von New Britain im Hartford County.

Die Brennstoffzellen, die zum Einsatz kommen sollen, stammen von Doosan.
Die Brennstoffzellen, die zum Einsatz kommen sollen, stammen von Doosan. (Bild: Doosan)

Allein die Entwicklung der Brennstoffzellen, die Doosan Fuel Cell America, South Windsor, herstellen wird, machen die Indoor-Brennstoffzellenanlage zur bisher weltweit größten. Letztendlich würden die Zellen 44 Megawatt Energie für das Zentrum bereitstellen.

Das Projekt soll über 20 Jahre hinweg rund 3.000 direkte und indirekte Arbeitsplätze schaffen, mehr als 200 Millionen Dollar Steuereinnahmen für den Staat einbringen und weitere 45 Millionen Dollar für die Stadt in den nächsten zehn Jahren. Der Baubeginn ist für Anfang 2019 geplant.

Jobs und Steuern

Dazu gehört zunächst den Bau eines 20 Megawatt-Netzes in einer 45.000 Quadratmeter großen Fabrik, den die Energy Innovation Park LLC (EIP) plant. Das Grid soll die bestehende Strom- und Gasinfrastruktur des Gebäudes verwenden, um die Kosten zu senken und im nahen South Windsor betrieben werden.

Doosan-Mitarbeiter Ben Yoon mit einem individuellen Zell-Stack. Vier Stacks sind in einer Brennstoffzelleneinheit zusammengefasst.
Doosan-Mitarbeiter Ben Yoon mit einem individuellen Zell-Stack. Vier Stacks sind in einer Brennstoffzelleneinheit zusammengefasst. (Bild: Doosan)

Trotzdem werden sich die Investitionskosten vermutlich auf rund 1 Milliarde Dollar belaufen. Allerdings lassen sich auch die Einnahmen sehen. Die potenziellen Steuern beinhalten allein 8 Millionen Dollar aus dem Brennstoffzellenprojekt, das von Centrica Business Solutions und Direct Energy Business betreut wird. Und: Das Projekt ist derzeit nicht auf direkte Wirtschaftsförderungsdarlehen oder Zuschüsse des Staates angewiesen, obwohl der Staat überschüssigen Strom vom Standort für die Nutzung am Stromnetz beziehen würde.

Den wirtschaftlichen Effekt für den Bundesstaat schätzt Gouverneur Malloy auch hinsichtlich der zu schaffenen Arbeitsplätze hoch ein. „Das sind genau die Art von innovativen High-Tech-Jobs, die wir nach Connecticut bringen wollen“, zitiert ihn das US-Medium Connecticut Mirror.

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