Rechenzentrumsmanager wollen auf Integration und Automatisierung setzen, um den manuellen Aufwand zu reduzieren, die Genauigkeit ihrer Daten zu verbessern und die Produktivität zu steigern. Viele Rechenzentrumsexperten stehen jedoch noch am Anfang ihrer Planung und wissen oft nicht, wo sie anfangen sollen, welche Tools sie benötigen und welche Aufgaben automatisiert werden können.
Wie lassen sich Automatisierungs-Tools und -schritte geschickt bündeln? Der Autor Herman Chan hält ein paar best practices bereit.
Eine der einfachsten und wirkungsvollsten Möglichkeiten zur Automatisierung des Rechenzentrumsbetriebs ist die Integration der Verwaltungs-Tools für das Rechenzentrum, um eine einzige Datenquelle in dem Rechenzentren zu schaffen. Viele Unternehmen verwenden beispielsweise eine herkömmliche IT-CMDB, die jedoch nur eine Datenbank mit Feldern ist.
Durch die Integration mit DCIM-Software (DCIM = Datacenter Infrastructure Management) erhalten sie zusätzliche detaillierte Informationen und Grafiken, wie den genauen Standort und die Position des Racks mit U-Position, Abmessungen, Gewicht, Strom- und Netzwerkanschlüssen sowie 3D-Visualisierungen der Rack-Höhe. Durch diese Integration können Sie Asset-Informationen zwischen beiden Tools austauschen und gemeinsam verwalten.
Alles in allem
Diese beiden Beispiele verdeutlichen einige der Möglichkeiten, die die Automatisierung von Rechenzentren bietet. Moderne Rechenzentrumsmanager reduzieren die Komplexität der Rechenzentrumsverwaltung, steigern die betriebliche Effizienz und fördern die Zusammenarbeit bei gemeinsam genutzten Daten durch Integration und Automatisierung.
Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs.
Mit Integration zur 'Single Source of Truth'
Eine moderne DCIM-Lösung bietet kostenlose, sofort einsatzbereite Konnektoren für gängige CMDB-Tools wie ServiceNow, BMC und Cherwell/Ivanti sowie einen universellen Konnektor, der sich mit praktisch jeder CMDB integrieren lässt, die ihre REST-APIs offenlegt. Das Einrichten der Integration dauert oft weniger als eine Stunde.
Das Ergebnis ist, dass Sie doppelte Eingaben vermeiden, menschliche Fehler reduzieren und die datengesteuerte Zusammenarbeit und Entscheidungsfindung der unterschiedlichen Unternehmensteams erleichtern.
Ein Vorteil, den Ken Torres, Global Data Center Engineer bei Ebay, erläutert, ist: „Wir nutzen die ServiceNow-Integration, so dass unser Betriebsteam die Seriennummern und Asset-Tags automatisch in das DCIM Tools einpflegt. Das erspart beiden Teams viel Zeit und reduziert die Fehlerquellen.“
„Angenommen, wir haben ein Rack nicht in unser DCIM aufgenommen“, fügt Mark Jones, Global Datacenter Engineer, hinzu. „Wenn etwas vom Betriebsteam installiert wird, teilt Servicenow unserem DCIM mit, welcher Schrank und welches U zu nutzen ist. Es platziert das Element automatisch in unserem DCIM, sobald es in ServiceNow eingegeben wurde.“
Die Kombi mit dem Ticketing
Die Integration von Ticketing-Systemen mit DCIM-Software ist ebenso einfach und effektiv. Ticketing-Anwendungen wie „Jira“ oder von Servicenow werden üblicherweise verwendet, um Änderungen und Vorfälle im Rechenzentrum zu verfolgen. DCIM-Software mit einem standardmäßigen Ticket-Connector ermöglicht es, diese Tickets automatisch an das DCIM zu senden, um den Workflow-Prozess einzuleiten.
Die Tickets können auch automatisch vom DCIM-Tool aus aktualisiert werden. Wenn beispielsweise die Arbeit abgeschlossen ist, kann das Ticket automatisch geschlossen werden, was den manuellen Aufwand reduziert und die Produktivität steigert.
Ticketing-Anwendungen wie „Jira“ oder von Servicenow lassen sich integrieren.
(Bild: Sunbird)
Wie der CMDB-Konnektor kann auch der universelle Ticket-Konnektor so konfiguriert werden, dass er sich über Standard-APIs in die meisten Ticketing-Anwendungen integrieren lässt.
Automatisiertes Provisioning und Orchestrierung mit DevOps-Tools
Workday ist ein Pionier der Automatisierung von Rechenzentren. Mithilfe der bidirektionalen RESTful-Web-Dienst-API seiner DCIM-Software der zweiten Generation automatisiert das Unternehmen viele Aufgaben, darunter die Gerätebereitstellung und -orchestrierung.
Ursprünglich hatte das Unternehmen ein selbst entwickeltes Asset-Management-Tool, das es in seine anderen Systeme integrieren wollte. Es stellte sich jedoch heraus, dass es Probleme mit der Datenintegrität gab, da das Asset-Tool möglicherweise Werte meldete, die nicht korrekt waren, bis eine Gerätekonfiguration abgeschlossen war.
Dies konnte zu zahlreichen Problemen mit dem Betrieb und Prozessablauf sowie der Einhaltung von Vorschriften führen. Um diese Herausforderung zu bewältigen, entwickelte Workday das Konzept einer 'source of becoming', ähnlich wie die bekannte 'source of truth'.
Workday brauchte eine Möglichkeit, beide Informationen zu verfolgen. Die Lösung bestand darin, die benutzerdefinierten Felder der DCIM-Software zu nutzen. Anstatt eine eigenständige Datenbank zur Erfassung dieser gewünschten Werte zu verwenden, werden die Daten sowohl für die gewünschten als auch für die gemeldeten Werte in der DCIM-Software erfasst. Anschließend können sie die gewünschten Werte als Integrationspunkte für ihre Bereitstellungs- und Orchestrierungsprozesse verwenden.
So sieht die Integration beziehungsweise die DCIM-Architektur bei Workday aus.
(Bild: Sunbird)
Mithilfe von DCIM-Lookups ermittelt Workday, welche Racks und Hosts auf der Grundlage ihrer Attribute bereit für die Bereitstellung sind, und informiert sein DCIM-Tool über den Zustand eines bestimmten Geräts im Laufe seines Lebenszyklus. Anschließend können sich die Serviceteams auf Workdays DCIM verlassen, um zu wissen, welche Racks einsatzbereit sind.
Stand: 08.12.2025
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Herman Chan ist President von Sunbird Software, schildert, wie Fachleute die Automatisierung in ihren Rechenzentren optimieren.
(Bild: Sunbird Software)
Workday hat ein API-gesteuertes Bereitstellungsprogramm entwickelt, das eng mit seinen DCIM- und DevOps-Tools integriert ist, um seine Anlagen zu erstellen, zu aktualisieren und zu verwalten. Mithilfe eines Prozesses, der als „DCIM to Chef" bezeichnet wird, werden ein benutzerdefinierter Feldwert und andere Chef-bezogene Werte verwendet und die Anlagendaten im Chef-Referenzserver dynamisch aktualisiert. Techniker mit den richtigen Berechtigungen können dann die Konfiguration und Funktionalität einer bestimmten Anlage nahezu in Echtzeit ändern.
„Durch unseren jetzigen Bereitstellungsprozess haben wir keinen manuellen Eingriff ab dem Zeitpunkt, an dem ein Schrank installiert, verkabelt und mit Strom versorgt wird – also 'Zero-Touch' ", so Tony Lincoln, Principal Dev Ops Engineer bei Workday. „All dies hängt davon ab, dass wir den Zustand unserer Assets kennen, wo sie waren, wie sie aktuell aussehen und wohin sie gehen. Durch die Nutzung von benutzerdefinierten Feldern können wir einen Rahmen schaffen, um all dies zu verfolgen.“