HP Azure Appliance auf Basis der Converged Infrastructure Von der Public zur Private Cloud: Windows Azure im eigenen Rechenzentrum hosten
Microsoft bringt mit der Azure Appliance eine Private Cloud-Plattform auf den Markt. Gemeinsam mit HP entsteht eine integrierte Azure-Anwendungsplattform auf Basis der Converged Infratsructure. Cloud-Marktplatz Dallas startet in vierten Quartal.
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Bisher hat Microsoft ausschließlich selbst die Public Cloud-Plattform Windows Azure in eigenen Rechenzentren betrieben. Mit der neuen Azure Appliance können jetzt Unternehmen, Service Provider, Microsoft-Partner und öffentliche Einrichtungen Azure als Private Cloud auch in ihren eigenen Rechenzentren hosten.
Die neue Azure-Anwendung verbindet dabei die Skaleneffekte sowie die Kostenvorteile der Public Cloud mit den Vorteilen der Private Cloud wie Datenhoheit und Standortwahl. Die Azure Plattform ist auf hohe Skalierbarkeit, Effizienz und hohe Verfügbarkeit ausgelegt. Sie kann daher in Großunternehmen mit zahlreichen Niederlassungen oder in den föderal aufgebauten Verwaltungen auf zehntausenden, auch räumlich verteilten Servern betrieben werden und bietet eine einheitliche Plattform für die Bereitstellung von Cloud-Services.
Kunden und Partner wie eBay, Dell, HP und Fujitsu führen die neue Technologie bereits ein und werden ihren Kunden Lösungen auf dieser Plattform bereitstellen.
„Immer mehr Firmen werden zukünftig Cloud-basierte Anwendungen nutzen. Daher richten wir unsere Server- und Services-Plattformen zu hundert Prozent auf Cloud Computing aus“, erklärt Andreas Hartl, Direktor des Geschäftsbereichs Server & Tools bei Microsoft Deutschland. „Wir gehen allerdings davon aus, dass in Zukunft kein Unternehmen seine IT vollständig aus der Cloud beziehen wird und lassen den Kunden daher weiterhin die Wahl. Unternehmen können sich aus der Vielzahl unserer Angebote genau die Lösung aussuchen, die ihren Anforderungen entspricht – sei es lokal installiert, als reine Cloud-Lösung oder als Kombination von beidem.“
Kundenspezifische Cloud-Lösungen auf Basis der Server-Plattform
Neu angekündigt hat Microsoft auch die Beta Releases des Windows 7 Service Pack 1 und des Windows Server 2008 R2 Service Pack 1. Partner und Kunden erhalten mit diesen Service Packs Funktionen wie Dynamic Memory und RemoteFX, die sie bei der Virtualisierung unterstützen und eine Grundlage für individuelle Cloud-Lösungen bieten. Das neue „System Center Virtual Machine Manager Self Service Portal“ liefert Tipps, um Cloud Services auf der Windows Server Infrastruktur optimal bereitzustellen.
„Dallas“, der Marktplatz für Cloud-Entwickler
Auf seiner weltweiten Partnerkonferenz gab Microsoft zudem weitere Details zu „Dallas“ bekannt. Auf dem Informationsmarktplatz können Inhalteanbieter Daten, Bilder und Echtzeitinformationen an zentraler Stelle zur Verfügung stellen. Entwickler und Anwender können diese Inhalte über den Marktplatz schnell finden, in Anwendungen integrieren oder – beispielsweise mit Microsoft Excel – auswerten. Zu den Content Providern gehören derzeit Associated Press, NASA, NAVTEQ, National Geographic und die Vereinten Nationen. Der kommerzielle Betrieb des Marktplatzes ist für das vierte Quartal 2010 geplant.
HP und Microsoft: Komplettlösung für Windows Azure
Als eine der ersten Partner hat HP jetzt angekündigt, gemeinsam mit Microsoft eine integrierte Anwendungsplattform (Appliance) für Microsoft Windows Azure zu entwickeln aus Hardware, Software, Services und Outsourcing-Diensten. Unternehmen können die Anwendungsplattform auf der Basis der HP Converged Infrastructure im eigenen Rechenzentrum nutzen oder über ein HP-Rechenzentrum als Hosting-Dienstleistung beziehen.
Mit der neuen Appliance für Windows Azure können Unternehmen ihre Softwareanwendungen künftig schnell bedarfsgerecht skalieren, neue Online-Services bereitstellen sowie Windows- und .NET-basierte Applikationen in die Cloud auslagern.
HP wird für die gemeinsame Anwendungsplattform Windows Azure die folgende Angebote bereitstellen:
- Hosting-Dienstleistungen: HP Enterprise Services betreibt die Windows-Azure-Plattform für seine Kunden. Bis Ende des Jahres wollen Microsoft und HP eine eingeschränkte Produktivplattform für den Einsatz in HP-Rechenzentren bereitstellen.
- HP Converged Infrastructure für Windows Azure: Die Infrastruktur der neuen Anwendungsplattform besteht aus Netzwerk-Lösungen (HP Networking) und Servern (HP ProLiant) basierend auf dem Architekturkonzept HP Converged Infrastructure. Damit lässt sich die Azure-Plattform sowohl in konventionellen als auch in mobilen Rechenzentren (HP Performance-Optimized Datacenters, PODs) betreiben. Die HP PODs sind vollständige Rechenzentren in standardisierten Fracht-Containern, wodurch sich IT-Kapazitäten schnell und flexibel erweitern lassen, ohne dafür extra neue Räume mieten oder bauen zu müssen.
- Rund-um-Services: HP hilft Unternehmen dabei, ihre Windows-Anwendungen zu modernisieren, zu migrieren oder zu integrieren. Somit lassen sich Kosten und Geschwindigkeit bei der Einführung von Windows Azure optimal priorisieren.
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