Kostensenkungen und bessere Verfügbarkeit durch Virtualisierung Virtualisierte SAP-Infrastrukturen – reale Vorteile
Anwender haben bei SAP-Installationen die Wahl zwischen zwei unterschiedlichen Virtualisierungskonzepten: einerseits Hardware-basierte Lösungen (zum Beispiel nPar und vPar auf HP Integrity Servern) und andererseits Hypervisor-basierte Virtualisierung. Speziell letztere befindet sich gerade auf dem Vormarsch. In diese Kategorie fällt VMware ESX.
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Zwei Formen der Virtualisierung
Beide Varianten trennen die logischen Systeme von der realen Hardware, doch ihre Funktionsweisen unterscheiden sich: Bei der Hardware-Virtualisierung liegt die Virtualisierungsschicht direkt über der Hardware. Dabei lassen sich Ressourcen wie Prozessorkapazitäten und Arbeitsspeicher auch dediziert zuordnen und die einzelnen Ablaufumgebungen sind isoliert. Das Ergebnis sind vollständig separierte virtuelle Server, die sich sogar unabhängig voneinander neu starten lassen.
Insbesondere wenn mehrere unterschiedliche Betriebssystem instanzen und strikt getrennte Ablaufumgebungen benötigt werden, ist die Hardware-Virtualisierung daher ein geeignetes Instrument. Auch bei der Hypervisor-basierten Virtualisierung läuft der Virtualisierungs-Layer (= Hypervisor) direkt auf der Hardware und beansprucht kein dediziertes Host-Betriebssystem. Entscheidend ist dabei, dass die zugrunde liegenden realen Server die eingesetzten Virtualisierungslösungen unterstützen.
Bei komplexen Applikationen ist zudem das reibungslose Zusammenspiel von Anwendung und Virtualisierungs-Layer ein elementarer Faktor. SAP unterstützt offi ziell den Betrieb seiner Software auf dem Hypervisor VMware ESX Server auf Linux-Umgebungen mit 32 und 64 Bit sowie unter Windows mit 64 Bit.
Virtuell geht’s real besser
Unabhängig davon, auf welchen Ansatz IT-Verantwortliche zurückgreifen, ermöglicht die Virtualisierung beim SAP-Betrieb deutliche Vorteile.
Bei nicht virtualisierten Infrastrukturen laufen die einzelnen Anwendungen jeweils auf fest dedizierter Hardware. Das Ergebnis sind sogenannte Silos. Zuordnungen lassen sich nur mit hohem administrativem Aufwand ändern und die vorhandenen Ressourcen sind in der Regel nur unzureichend ausgelastet. Dagegen lassen sich in einer virtualisierten Infrastruktur Ressourcen bei Bedarf Regel-basiert und schnell neu zuweisen.
Die feste Zuordnung zwischen Applikation und Hardware verschwindet. Dies gilt dabei nicht nur für die einzelnen Komponenten eines ERP-Systems, sondern prinzipiell für alle Anwendungen – von SAP über Exchange bis hin zum Active Directory Server.
Diese Loslösung der Applikationen von der Hardware eröffnet den IT-Verantwortlichen auch neue Freiheiten – beispielsweise bei der Gestaltung der Serverlandschaft: Während eine umfassende SAP-Installation für Produktions-, Test- und Entwicklungssysteme bislang zahlreiche fest dedizierte Server benötigte, ist nun eine Konsolidierung auf eine deutlich geringere Anzahl möglich. Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen, dass SAP-Kunden die Zahl ihrer physischen Systeme typischerweise um rund 75 Prozent reduzieren können.
Tipps für die Migration
Um auch tatsächlich von der Virtualisierung zu profitieren, müssen SAP-Anwender jedoch einige Aspekte berücksichtigen: Applikation, Virtualisierungslösung und Hardware-Plattform sollten ein einfaches und reibungsloses Zusammenspiel ermöglichen.
Entscheidend sind hier entsprechende Zertifizierungen, wie sie SAP zum Beispiel für VMware ESX und VMware für HP ProLiant Server vergeben haben. Außerdem gilt es bei der Planung zu bedenken, dass die Hypervisor-basierten Virtualisierungs-Layer selbst Ressourcen beanspruchen – wie Prozessorleistung, Arbeitsspeicher und I/O-Bandbreite. Ein weiterer entscheidender Aspekt ist die einfache und einheitliche Verwaltung von physischen und virtuellen Systemen. Denn Virtualisierung hat zwar deutliche Vorteile, bedeutet jedoch auch, dass die virtuellen Maschinen verwaltet werden müssen. Hinzu kommt, dass weder Hardware- noch Hypervisor-basierte Virtualisierungskonzepte für alle Anforderungen gleichermaßen geeignet sind.
Daher nutzen Unternehmen vermehrt verschiedene Virtualisierungslösungen für spezielle Teilbereiche. Um den Aufwand für die Verwaltung so gering wie möglich zu halten, benötigen Administratoren Werkzeuge wie etwa HP Insight Dynamics-VSE, welche die Ressourcen sowohl physischer als auch virtueller Systeme in einer einzigen Konsole erfassen. Ein derartig konsolidierter Überblick über alle logischen Systeme ist die Voraussetzung, um die Vorteile der Virtualisierung effizient nutzen zu können.
VMware und HP
Im Rahmen einer intensiven Kooperation haben VMware und das SAP Competence Center von HP in Walldorf umfassende Erfahrungen für die optimale Konfiguration und den Betrieb von virtualisierten SAP-Infrastrukturen gesammelt. Unternehmen profitieren von den so gewonnenen Erkenntnissen in Form von bewährten und getesteten Best Practices sowie kompetenter Beratung durch die Mitarbeiter des Competence Centers (www.hp.com/go/SAP).
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