Im Test: Knürr RMS Compact II Überwachungssystem zum Verwalten von Racks

Autor / Redakteur: Götz Güttich / Ulrich Roderer

DataCenter-Insider hat Knürrs neues Monitoringsystem RMS Compact II einem Praxistets unterzogen.

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Mit dem Rack Monitoring System (RMS) Compact II, erweitert Knürr den Leistungsumfang des Systems RMS Compact. Das System beherrscht Alerts als SNMP-Trap, als Mail und als SMS-Meldung, protokolliert Ereignisse und aktiviert im Störungsfall automatisch Gegenmaßnahmen.

Es arbeitet mit maximal zwölf Sensoren zusammen und lässt sich über SNMP und via Browser konfigurieren. Von besonderem Interesse ist das frei programmierbare Filtersystem mit 18 Filtern zum Realisieren beliebiger Alarmmeldungen.

Drei dieser Filter verfügen über einen Relay-Ausgang und können damit beispielsweise Alarmsirenen starten, zusätzliche Kühlsysteme aktivieren, Blinklichter in Gang setzen und mit anderen externen Systemen kommunizieren. Die Knürr-Lösung verfügt damit über extrem mächtige Tools zum Ergreifen von Gegenmaßnahmen im Fehlerfall.

Inbetriebnahme

Für unseren Test stellte uns Knürr neben dem RMS-Compact-II-Basisgerät einen Bewegungsmelder, einen Air-Flow-Detector, einen Feuchtigkeitsmesser und diverse Temperatursensoren zur Verfügung. Nachdem wir diese an den zu überwachenden Punkten platziert hatten, schlossen wir sie über RJ45-Steckverbindungen an der Basisstation an und fuhren des Gerät hoch.

Die erste Verbindungsaufnahme erfolgt dann über die Default-IP-Adresse 192.168.0.253 und das Zugangskonto „admin“ mit dem Passwort „admin“. Danach findet sich der Administrator in einem dreigeteilten Management-Interface wieder, das über die Bereiche „Setup“, „Outputs“ und „Input Sensors“ verfügt.

Via Setup läuft die gesamte Administration der Lösung ab, mit Systemname, Kontakt, Uptime, IP-Konfiguration und Ähnlichem. Darüber hinaus stellen die Administratoren hier fest, ob die Verbindung mit der Lösung über HTTP oder HTTPS läuft, geben eventuell im Netz vorhandene LDAP-Server an (zum Authentifizieren von Benutzerlogins über LDAP-Directories), führen die SNMP-Konfiguration mit bis zu fünf Management Stations und maximal zehn Receivers durch und verwalten die Systemkonten für Administratoren, Viewer und Controller.

Die Controller haben das Recht, die Konfigurationseinstellungen einzusehen. Ebenfalls unter Setup erfolgen die Einstellungen zu Zeitzone, Datumsformat und den Syslog-Servern sowie die Syslog-Settings, die sich auf die zu übertragenen Logs beziehen (System, Netzwerk, Input-Konfiguration, Logging, Service und Relay-Konfiguration).

Für E-Mail-Alerts lassen sich maximal zehn Empfängeradressen angeben und das System unterstützt keine Mail-Server, die zum Senden der Mails Authentifizierung verlangen. Das Preferences-Menü umfasst Einstellungen wie Session Timeout und zu verwendende Temperaturskala. Darüber hinaus können die zuständigen Mitarbeiter hier auch die Startseite festlegen, die das System nach dem Login präsentiert. Funktionen zum Neustart und zum Factory Reset runden den Leistungsumfang der Setup-Sektion ab.

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