Wie Internet-Unternehmen mit den Daten ihrer Mitglieder umgehen

So macht Apple aus Siri und iCloud Big Data

| Autor / Redakteur: Bernhard Schoon / Ulrike Ostler

Mit den Kundendaten zu neuen Erkenntnissen.
Mit den Kundendaten zu neuen Erkenntnissen. (Bild: Apple)

Das Geschäftsmodell der großen Internet-Unternehmen sieht den Umgang mit riesigen Datenbeständen vor. Wie das geht und was es bringt, lässt sich gut am Beispiel von Apple nachvollziehen.

Wenn Apple einen Computer, ein Smartphone oder ein Tablet verkauft, heißt das niemals „Fire-and-Forget“. Im Gegenteil: Fast jedes Produkt von Apple meldet sich in den Rechenzentren des Unternehmens zurück, z.B. mit der Storage-Technologie „iCloud“. Oder zur Verarbeitung der gesprochenen Befehle für „Siri“. Oder zum Einkaufen.

Und gekauft wurde viel. In einer Pressemeldung gab Apple zu Beginn des Jahres bekannt, dass 2013 mehr als zehn Milliarden Dollar im eigenen App Store ausgegeben wurden, allein im Dezember wurden fast drei Milliarden Apps im App Store heruntergeladen.

Wo gespeichert wird, da wachsen die Rechenzentren in den Himmel

Für diese Transaktionen, Siri und die Speicherung mit iCloud muss Apple gigantische Datenmengen vorhalten, über deren Handling das Unternehmen selbst jedoch wenig verrät. Aber: Während sich neue Produkte erfolgreich geheim halten lassen, dringen die Pläne für Apples Rechenzentren zwangsläufig an die Öffentlichkeit: Grundstückskäufe oder Pachtverträge, Bauanträge und kommunale Beschlüsse machen die Baustellen des Apple-Konzerns recht transparent.

So wurde bekannt, dass Apple seit 2011 in den USA eine Reihe von Rechenzentren so groß wie mehrere Fußballplätze projektierte. Der Grund: Im Juni des Jahres hatte Apple seinen Backup-Dienst iCloud vorgestellt, der jedem Kunden zur Datensicherung fünf Gigabyte kostenlos zur Verfügung stellt.

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